Helios - Bote
freies und unabhängiges Mitteilungsblatt des Landes Heligonia

Im 2. Xurl n.A.III 28

Ausgabe 35

Kronkurier

Die Expedition in den Parimawald
- Augenzeugenbericht von Friedwart Greifenfort -

Als mich die Redaktion des Helios-Boten an die nördliche Grenze unseres geliebten Königreiches schickte, um mich in Brazfurt einer Expedition in den Parimawald anzuschließen, überkam mich zunächst ein kleiner Schauer. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass es nur wenigen, die in den Parimawald gingen, vergönnt war, wieder heraus zu kommen.
   Am 20. Tag des 2. Helios im Jahre 28 n.A.III war es dann soweit. Zusammen mit der Reisegruppe um Karr, den Jäger, kam ich in Brazfurt an. Sogleich begab ich mich auf die Suche nach einem Quartier für die nächsten Tage. Es kostete zwar ein wenig Überredungskunst, aber letztendlich fand ich doch noch ein Dach über dem Kopf.
   Am Abend machte ich erste Bekanntschaften unter den Dorfbewohnern. Sie waren Fremden gegenüber kalt und ablehnend. Doch sobald man sie zu einem Glas Meth einlud, wurden sie freundlicher und gesprächiger.
   Am nächsten Tag reiste auch Prinzessin Syria Jaldis mit ihrem Gefolge in Brazfurt an. Am Abend kam es dann auch zu einem ersten Kontakt zwischen den beiden Kontrahenten. Doch wer eine handfeste Auseinandersetzung erwartet hatte, wurde enttäuscht. Fast schon freundlich begrüßte man einander und wünschte sich Glück.
   Abends machte der Eine oder Andere erste Erfahrungen mit dem Parimawald und seinen Auswirkungen. So tauchte zu späterer Stunde ein Biest auf, welches einen Heißhunger auf Metall zu haben schien. Die Brazfurter schien es wenig zu stören, waren sie offenbar mit diesem Biest vertraut. Es wurden auch Teile für ein "Spiel" gesucht, mit dessen Hilfe man sicher durch den Parimawald reisen konnte. Prinzessin Syria bekam zudem Besuch von einem Menschen, der von Kopf bis Fuß mit merkwürdigen Zeichen bemalt war. Er übergab ihr eine Art Reiseplan durch den Parimawald. Auch war von einer Sphäre die Rede, mit dessen Hilfe das gesamte Lager durch den Parimawald reisen konnte. Diese wurde schnell ausfindig gemacht, doch leider war sie beschädigt.
   Am nächsten Morgen machte sich Karr als erster auf den Weg in den Parimawald, während Prinzessin Syria noch zögerte. Sie führte ein magisches Ritual durch, mit dessen Hilfe die beschädigte Sphäre repariert werden sollte. Offensichtlich wurde aber schlecht "gedämpft", denn das "Unsichtbare" tauchte auf und verletzte mehrere der Magier, einige wurden sogar getötet.
   Karr währenddessen scheiterte schon in der zweiten "Blase". Offenbar hatte er sich verlaufen und musste den Rückweg antreten. Es gab scheinbar keine andere Möglichkeit, als sich mit Prinzessin Syria zu verbünden, um gemeinsam nach Thalwacht zu suchen. Karr besaß den "Schlüssel" mit dessen Hilfe man in den Wald eintreten konnte, Syria die Karte und das "Spielbrett". So fassten sich beide ein Herz und erklärten die Wette für aufgehoben.
   Nun bereiste man zusammen den Parimawald. Dort stieß man auf ein Seevolk, welches die Expeditionsteilnehmer verführen wollte, einen Heliosgardisten, der zusammen mit der ersten Expedition vor 11 Jahren in den Parimawald gereist war, eine Theatergruppe, eine Gruppe Krieger (diese sogar zweimal, jeweils zu verschiedenen Zeiten), einen Kobold sowie mehrere Phiare.
   Irgendwann muss man in einer Blase tief im Inneren des Parimawaldes gelangt sein. Fast alle wurden, mehr oder stark, vom Wahnsinn befallen. Je näher man dem Tor in die nächste Blase kam, um so wahnsinniger wurde man. An eine Weiterreise war nicht zu denken. In einer verzweifelten Aktion fasste sich Karr ein Herz, packte sich die Sphäre und rannte, laut vor Schmerzen schreiend, durch das Tor. Dies war das letzte, was man von Karr sah. Seit diesem Zeitpunkt gilt er als verschollen.
   Nachdem man dann endlich alle Blasen, die auf der Karte verzeichnet waren, durchquert hatte, war es soweit. Auf einem Ritualplatz befand sich Burg Thalwacht, eingeschlossen in eine "Späre". Doch die Phiare ließen niemand auch nur in die Nähe der Sphäre.
   Völlig überraschend griff nun das "Unsichtbare" ein. Als es auftauchte, wichen die Phiare zurück und ermöglichten einen schnellen Vorstoß. So gelang es schließlich dem Freiherr von Wingen, Burg Thalwacht an sich zu nehmen. Kaum hatte er die Sphäre in den Händen, vielen alle in eine Ohnmacht. Als man wieder zu sich kam, war man umringt von der Brazfurter Dorfbevölkerung. Sie behaupteten, man wäre am Morgen aus dem Dorf verschwunden, um nach wenigen Metern in einen tiefen Schlaf zu fallen. Erst jetzt, spät am Abend, wollte man sie wecken, da man anscheinend auf einer Schafweide zusammengebrochen war.
   War das alles nur ein Traum, ein weiteres Spiel der Phiare ? Auf dem Gelehrtenconvent in Tlamana wird man versuchen der Sache weiter auf den Grund zu gehen sowie Burg Thalwacht aus der Sphäre zu befreien.

Für den Helios-Boten
Friedwart Greifenfort

Bekanntmachung:

Ich, der  Schwätznet von und zu Brazfurten gebe bekannt dass ich mich verehelichen zu gedenken schicke. Deshalb moechte ich allen hochehrenwertvollen Herrschaften meine Verlobung mit der Prinzessin Syria Jaldis bekannt geben.
Ein weiterer Verehelichungstermin wird ferner in offiziellen Einladungen gesendet werden.
Hochachtungsvoll
Der Schwätznet.
 

Dem selbst ernannten Hexenjäger zum verdienten Abschied

Der Hang zur Selbstüberschätzung verfolgt fast jeden Ceriden, je ceridischer, umso mehr. Und es ist doch immer wieder schön, wenn er uns die Arbeit abnimmt. Ja, Meister K, ehemaliger Friedländler, Sheriff in der Teemonsheimat, Mann ohne Burg und spitzzähniger Saarkahasser, die Schlingen waren schon ausgelegt. Nun sind sie sauber geblieben und der Wald hat Euch bestraft - passendes Ende für jemand, der fast an seinem Rande aufgewachsen ist, aber von Bäumen so viel Ahnung hatte, wie ein Ochse vom Kinderkriegen. Einer Eurer letzten Junghunde behauptet, Ihr hättet Euch für Euren Trupp geopfert. Vielleicht hat Helios Euch zu guter Letzt ja doch erleuchtet; vermutlich habt ihr aber nur die Nase zu hoch getragen und dann zu tief in ein Astloch gesteckt. Jedenfalls, folgsame Junghunde: Solche "Opfer" finden sogar den Beifall einer Ogedin. Also nur zu.
Lara Saarnen, Geweihte der Saarka, 
OfH-Führerin Heligonia und Drachenhain
 

Was war denn des?

Jo jo, dia Fremde. Die sollet sich gar nimmer blicken lassen, hier in unserem Brazfurt! Die machet immer nur Ärger. Und i kann euch etwas erzähla.
I bin d'Ilsnet und komm aus Brazfurt, des liegt glei neba dem Parimawald, ihr wißt scho. 
Des isch'd noch gar nedda lang her, da isch'd so an Fremder zu mir nach Brazfurt gekomma, Firn hat er geheißa. Der hat g'meint, dass er für an gewissa Karr schafft und dass der auch bald komma will, weil er sei Burg verlora hat. Und die Burg soll im Parimawald drin sei - ha ha ha, des hab i natürlich nedda glaubt. Er hat mir aber versprocha, dass i ganz viele Dukaten krieg, wenn i ihm ond dem Karr helfa würd. Der Karr wollt nämlich a Wette gewinna. Seine Konkurrentin soll eine echte Prinzessin sei, ihr wisset scho, die, wo immer so scheene lange Kleider anhabet und lange blonde Haar. Aber die Prinzessin, Syria hat se g'heißa, die war gar nedda blond sondern hat braune Haar g'habt, aber des isch'd ja auch egal. I war also einverstanda, ihm zom helfa. 
A paar Tag später dann send diese ganze Fremde do komma. Die habet sich do richtig niedergelassa, do am Rand vom Parimawald. Mei Nachbar, der Dädinet und auch dr Sohn vom Ortsvorsteher, dr' Schaffnet waret richtig neugierig, was die do wollet. I hab natürlich g'wusst, was die wollet, aber man braucht ja net immer älles weiterverzehla, gell. Drum hab i halt auch so getan, als wär i neugierig, und dann sind wir mit unsere Zelt auch do hingezoga, weil do jo auch unser Heiligtum vom Vahrim ischt, und wir wolltet am Schwätznet helfa, auf dieses Heiligtum aufzompassa, des machet der Dädinet und der Schaffnet eh älleweil. Des habet wir dann auch doa. 
Zerscht sind die Leut von diesem Karr auf'taucht, a bissle später dann die Leut von dera Prinzessin. Diese Fremde, vor allem die vo der Prinzessin, sind immer wieder an onserem Heiligtum gwesa und habet so dumm herumgschaut, keiner wusste so recht, was dia wollet. Dann habet se uns gfragt, ob wir ebbes von einem Spiel wüsstet, das der Vahrim gspielt haben soll. Woher sollet wir des wissen. Der Vahrim war ein Liebling der Götter, aber von nem Spiel hen wir nix g'wusst. Und dann hend se überall rumg'schnüffelt. Das hab i gleich dem Firn erzählt. Da hab i tatsächlich zwei Dukaten bekomma. Dann habet se irgendwelche Schriften g'sucht, jo jo, die Jaulnet hat eines g'funde und hat dann dafür einen ganzen Dukaten gekriegt. Der Dädinet, der ischt ein ganz Schlauer, der hat dann selbscht irgendwelche Schriften zusammenbaschtelt und hat dafür viele Dukaten bekomma. Jo jo, wenn schon solche dumme Fremden do sind, dann sollet se wenigschtens ihre Dukaten bei ons lassa. 
Die wolltet doch tatsächlich in den Parimawald ganga, obwohl se do net mehr rauskomma würdet, aber des gschieht ihnen ja recht. Nur, der Firn, der war ja wirklich ganz nett, also han i ihm geholfa. Der hat ja net zu dieser blöden Prinzessin g'hört. I wusst, dass Jaulnet schon ein paar Mal im Parimawald g'wesa war, und da hab i se zum Karr bracht. Bei den Leut von der Prinzessin ischt dann noch so ein komischer Mann aufgetaucht, na ja, i weiß auch net so recht. Der soll irgendebbes von diesem Spiel g'wusst haba. Und noch in dieser Nacht hen diese Fremden unser Allerheiligstes, jo, unser Heiligtum bestohla! Das könnet die doch net macha. Se meintet, dass se des Zeug für dieses Spiel bräuchtet. Als wir uns dann wehren wolltet, da habet die uns sogar niedergeschlaga mit ihren Waffa aus Metall, die se mit'bracht hend. Pfui, i hass' Metall, und Fremde auch. Aber die hen wohl Bekanntschaft g'macht mit dem Biescht, das da im Parimawald ischt und Metall fressa tut, deshalb kommt man auch net mit Metall nach Brazfurt - selbst schuld. Nun gut, mit diesem komischen Spiel ond mit einem seltsama Trank, die habet es Resonanztrank g'nannt, habet se dann so ein komisches Ritual g'macht, dann sind älle von dieser Expedition in Ohnmacht g'falla. Wir habet die ganze Zeit versucht, se zu wecka. Erscht spät am Obend ischt es uns gelungen. Die Jaulnet, die jo auch mit dabei gewesa war, hat mir dann verzehlt, dass se wohl in den Parimawald gekomma sind. Zuerscht die Leute vom Karr und dann die von der Prinzessin, denen hat der Schaffnet geholfa. 
Do drinna soll es dann ganz komisch zugeganga sei, da soll es so einen seltsama Mann gegeba haba, der alle in seinen Bann gezoga hat, worauf der Karr dann umgedreht hat. Auf dem Rückweg habet se dann die Gruppe von dera Prinzessin Syria getroffa und so habet se beschlossen, sich zusammenzutun. Im Parimawald musstet die wohl immer wieder durch ein Tor ganga, um weiterzukomma, aber i verschteh des net so ganz. Als se durch des nächschte Tor gekomma waret, sind se mit einem seltsamen Seenvolk zusammagetroffa und einige von ihnen wolltet gar net mehr von dort weg. Diesem Seevolk musstet se helfa, und dann habet die dene durch des nächschte Tor geholfa, wo se dann eine Theatergruppe getroffa habet. 
Was macht denn eine Theatergruppe im Parimawald? Jaulnet hot mir sehr viel verzehlt, aber i verschteh des alles auch net. Auf jeden Fall send wir Brazfurter auch im Parimawald g'wesea, jo, des ganze Lager! Wir sollet dann alle verrückt g'worda sei, bloß do weiß i gar nichts davo. Und dann hot sich der Karr für uns alle geopfert. Die Expedition hot dann wohl noch irgendwelche Leut getroffa, die se angegriffen habet. Etwas später habet se die gleiche Leut wieder getroffa, nur dieses Mal waret die richtig freundlich - hä - des soll noch einer verschteha. A bissle später musstet se irgendwelche Rätsel bei zwei Schwestern lösa. Danach sind se wieder über Leut gschtolpert, die hen se dann mordmäßig verschlagen, aber von der Prinzessin ihrer Gruppe isch auch einer he gwesa. 
Und als se dann durch des letzte Tor hindurch waret, da sollet se alle die verlorene Burg von diesem Karr geseha haba. Diese Burg, Talwacht heißt se, war in einer Kugel, die von diesen Phiaraen bewacht worda ischd. Irgendwie habet se diese Kugel dann aber doch bekomma. Und dann sind se aufg'wacht. Wir habet se jo wachg'rüttelt, und des war ein hartes Stück Arbeit. Am nächschta Tag sind diese Fremda wieder weggezoga, und diese Kugel mit dera Burg hen se mitgenomma. Weißnet hot mir verzehlt, dass se diese nach Tlamana bringa wolltet, um se dort von vielen schlaua Leut untersucha zu lassa.
 Aber mir ischt des egal. Firn ischt hiergeblieba. Er meinte, dass er diesen Karr wieder aus dem Wald zurückhola will. Also wenn ma mich frogt, ischd der Gute verrückt geworda.
Also die nächschta Fremde, die denket, se müßtet hier nach Brazfurt komma, die bekommet mein Wellholz zu spüra. Die machet nur Ärger und sollet sich nimmer blicka lassa.
(Anm. der Red.: Der Artikel wurde bereits in halbwegs erträgliches Heligonisch umgewandelt)
 

Quellstedt plant den Bau eines Kanals zum Jolborn

Im Rathaus von Quellstedt ist man zum Entschluß gekommen, den Emaransee und somit den anliegenden Städten die Möglichkeit zu eröffnen, über den Jolborn das offene Meer zu erreichen. Bevor ein solcher Bau jedoch durchgeführt werden kann, müssen die betroffenen Baronien um Erlaubnis gebeten werden. Außerdem wird die Stadt an alle Emaranseeanrainer Gesandte schicken, um sie von der Bedeutung dieses Jahrhundertwerkes zu überzeugen, so daß die Finanzierung nicht an Quellstedt allein hängen bleibt.
 

Belohnung von 50.000 Dukaten

Der oberste Richter von Quellstedt hat verkündet, daß derjenige, der Baron Teemon unversehrt nach Quellstedt bringt, eine Belohnung von 50.000 Dukaten erhält. 
"Es ist ja schon lange erwiesen, daß Baron Teemon unschuldig ist, aber bisher hat das Königreich überhaupt keinen Finger gerührt, um ihn wieder nach Hause zu holen.  Er mag zwar ein unangenehmer Zeitgenosse gewesen sein, jedoch hat er immer loyal seinen Lehensherren gedient. Etwas Anerkennung in Form seiner Rettung wäre das Mindeste, um seine Dienste zu würdigen."

Theo Franzler ergriffen

Der Aufrührer Theo Franzler wurde von einer Einheit der Stadtwache in den Katakomben von Quellstedt ergriffen. Bei dieser Aktion wurden die Kompanen von Theo Franzler  erschlagen. Er selbst wurde in einem Schnellprozeß vom obersten Richter zum Tode verurteilt. Die Art der Todesstrafe steht zum heutigen Zeitpunkt noch nicht fest.  Favorisiert werden Steinigung und Scheiterhaufen.
Bis zur Vollstreckung wird Theo Franzler im Kerker des Rathauses verweilen.
 


Das Fernrohr - Ein Blick über die Grenzen Heligonias

Vom Land, wo Milch und Honig fließen

Weit bin ich umhergezogen und habe viel gesehen und in jedem Land gibt es etwas, was es vor anderen Landen erhebt. So kam ich auch ins schöne Reich Hornstein und an einer Wanderstraße verlockte mich folgender Aufruf: 
"Zu einer Riesenfeier lädt Ambrosius der Wirt, weil es 101 Jahre her ist, daß sein Urgroßvater die Feenkönigin gepimpert hat! Wir wollen feiern, bis sich die Balken biegen und saufen, bis wir so voll sind wie ein Weinfaß vor dem Öffnen. Kommt und sauft und laß Ochsen liegen soviel geht."
Die Feen meines Landes wären dem Urheber eines solchen Aufrufs nicht sonderlich gnädig gesonnen, wieviel Wahrheit auch immer dahinter stecken mag. Dennoch machte ich mich auf Richtung Wirtshaus, der Adelmühle und muß sagen, daß in Hornstein die Feen Fruchtbarkeit offenbar in vielfältiger Hinsicht spenden: Die Felder waren unglaublich reich bestellt und entsprechend sah auch der Speiseplan des Wirtshauses aus. Ambrosius selbst begrüßte mich mit den Worten: "Willkommen im Land, wo Milch und Honig fließen!" Wenn auch die meiste Zeit nicht der Wirt, sondern ein etwas seltsames Individuum hinter der Theke stand, das eher keine Feen pi... nun, beglücken dürfte (oder gerade?), so hatte Ambrosius nicht übertrieben: Es floß und strömte so einiges, obwohl das meiste nicht gerade Milch oder Honig war und es wurde noch mehr und reichhaltiger aufgetragen, aufgeschnitten und aufgespielt. Anscheinend ging es nebenbei auch noch um die Zukunft des Landes, was einige Recken dazu veranlaßte, einen kümmernden Drachen zu basteln; aus Mitleid lieh ich ihnen ein geschnitztes Horn dazu, was ich nicht hätte tun sollen, denn es war nachher weg. Jedenfalls gelang es später mit magischer Unterstützung, die Hilfsechse zu einem prächtigen Drachen aufzubessern, der einem der Landesgötter, Lokaj genannt, zum Verwechseln ähnlich sah und die drohenden Schatten für (hoffentlich) immer in die Niederhöllen jagte. Ich war aber nicht dabei, weil ich mich gerade mit einem Promillajünger unterhielt, und wenn ich mich auch nicht gerade zu dieser Göttin bekehren will, so sind ihre Riten doch sehr angenehm und kurzweilig und als die Recken die Welt gerettet hatten und zurückkehrten, stieg der Flüssigkeitsgehalt in Luft und Eingeweiden in ungeahnte Sphären, Promilla ist in ihrem Himmel vermutlich vor Freude das Mieder geplatzt, mir nur vom Fressen die Hosennaht. Allerdings wurde ich mitten im Spiel der Musikanten müde, lehnte mich an einen Strohballen und döste weg, mich dabei ärgernd, daß ich so früh schwächelte und das letzte Freibier auslassen mußte. Eine Kaffee-Elfe erzählte mir am nächsten Morgen, ich wäre justamente mit dem ersten Hahnenschrei weggeratzt, soviel habe ich wohl doch nicht verpaßt. Es unterstreicht aber die Behauptung des Wirtes, die ich mal ins Reale übersetzen will: Wenn Du fressen, saufen und Musik einsaugen willst bis zum Verlust der Muttersprache und bis sich Dein Geldbeutel vor Verzweifelung im nächsten Faß ertränkt, dann geh nach Hornstein. Ich werds auch wieder tun.
Jakob der Wandelnde, immer mal wo anders

Besucht Betis

die Heimat von Ritter Ramon Maria Canonero!


Reisebericht aus Drakon

(Zeitraum 3. Helios - 1. Xurl 28 n. A. III)
Dies ist der Reisebericht der Hilfsexpedition nach Drakon unter der Führung von Angus McPhee, Baron von Tagil. Niedergeschrieben von Mag. Quendan Zauberwacht, zum Bericht an Baron Jareck von Jolberg.

Mit der barönlichen Bitte um Begleitung, schlossen sich eine gute Bekannte und meine Wenigkeit der tagiler Hilfsexpedition an, die mit einem 25 Man(n) starken Aufgebot über die Jolsee Richtung Trawonien reisen wollte, um dort einem Lande namens Drakon Hilfestellung bei seinem Kampf gegen immer wiederkehrende Untote zu sein.
Nun möchte ich nicht darauf eingehen, dass dererlei Ding in Heligonia durchwegs selten anzutreffen ist, sondern eher das Augenmerk darauf richten, dass der Drakonische Herzog die Befürchtung hegte, ebenso wie Baron McPhee, dass oben genanntes sich auch bis nach Heligonia ausbreiten könnte. Nicht weiter erwähnenswert ist die Reise, welche der gesamte Troß bei guter Laune und ebensolchem Wetter zurücklegte. Die Ankunft auf dem Inselatoll, wenige Schiffstage südlich der trawonischen Küste, verlief ebenso glücklich, wie sie geplant war. Zusätzlich zu unserem Aufgebot fand sich ein weiteres Schiff ein, welches weitere Unterstützung beibrachte. Gemeinsam traf man auf den Herold Drakons, welcher die Gäste begrüßte und zum Lager leitete. Wir hatten nur einen kurzen Gang von Bord, bis zum Lager. Um so erstaunlicher war es, daß wir bereits auf diesem Stück von einer ganzen Horde Untoter Wesen angegriffen wurden. Dank der koordinierten Hilfe der Tagiler gelang es dem Tross, sich schwerverwundet zum Lager durchzuschlagen. Leider konnte kaum jemand seine Wunden richtig versorgen oder gar heilen lassen, denn unmittelbar nach der Ankunft gab es weitere Angriffe, welche auch die ganze Nacht hindurch nicht aufhören sollten. Erst in den Stunden des frühen Morgens ließ die Stärke der Angreifer und die Häufigkeit ihres Auftretens nach. 
Das Lager nutzte die Chance, um von einem anwesenden Magier des Landes Drakon weitere Informationen über die Insel und das Geschehen zu erhalten. Es wurden einige (wenige) Schriften zur Verfügung gestellt, welche schlußendlich den Rückblick auf Ereignisse in ferner Vergangenheit warfen, mit deren Auswirkungen wir konfrontiert wurden. Zusammengefaßt, denn ich möchte Euch die (unwichtigen) Einzelheiten ersparen, trug sich folgendes zu:

Es gab drei Magier im Lande, welche den König stürzen wollten. Sie wählten sich Fontenboa (die Insel) als Hauptquatier aus und erschufen ein Artefakt, in welches sie ihre Seelen "speicherten". Dieses Artefakt versteckten sie und hielten sich hierdurch für unsterblich, wie einst auch Aroben dachte. Die Magier schufen eine "Armee des Schreckens", bestehend aus den Wesen der dunklen Welt und ließen sie gegen die Königlichen kämpfen. In den Berichten heißt es hierzu, daß die Göttin Sheenalasar, welche auch in der trawonischen Mythologie als Lichtengel eine Rolle spielt, in den Kampf zugunsten der Lebenden eingriff. Außerdem opferte eine Kriegerin zugunsten der Lebenden ihr eigenes und schuf damit ein Mahnmal, welches wir in der Nacht der Anreise erblickt hatten - Eine menschliche Gestalt auf einem Feuerhaufen brannte, verbrannte, verkohlte und verschwand in das Nichts, aus dem sie gekommen war.
Die Drei, so nannte man die Verursacher der Schlacht inzwischen, waren geschwächt und zogen sich für lange Zeit zurück. Über weitere Gründe und warum sie in den letzten Jahren wieder aufgetaucht sind, konnten und können wir jedoch nur spekulieren. 
Die nächsten Tage unseres Aufenthalts und vor allem die Nächte waren sehr schwer durchzuhalten, denn viele Wellen der Nichtlebenden hatten es auf unser Leben abgesehen und es war nicht viel Zeit, wichtige Forschungen und Erkundungen auszuführen. 
In der Nacht auf Heliostag verließ der anwesende Trupp von Schwert und Kelch das Lager mit unbekanntem Ziel. Trotz der allgemein guten Zusammenarbeit mit Lord McPhee, sahen sich diese Streiter des Lichts nicht bemüßigt, den Baron ob ihres "Ausfluges" zu informieren. Da der trawonische Trupp zahlreiche Kämpfer enthielt, ließen sie das Lager in einem arg geschwächten Zustand zurück, denn kaum noch ein voll einsatzfähiger Krieger war vorhanden.
Ihr Ziel, so sollte es sich im Nachhinein herausstellen, war die Zerstörung des "Unsterblichkeit"-Artefaktes. Wir können von Glück sagen, daß ihnen dieses gelungen ist, denn so schwächten sich bereits in der Nacht die Angriffe der Kreaturen ab und kamen am späten Morgen ganz zum erliegen. 
Folgende Begebenheiten fanden, so sei wohlbemerkt, nach dem Zeitpunkt der Zerstörung statt:
Es tauchten weitere Kreaturen auf, welche uns angriffen. Sie unterschieden sich nur rudimentär von den Untoten, bluteten jedoch. Zuerst ratlos, klärte sich durch die Information eines weitgereisten Anwesenden jedoch der Sachverhalt schnell. Augenscheinlich wären die attackierenden Wesen von der Welt Rhea, die angeblich weit entfernt von den bekannten Ländern der Mittellande liegen solle. Mit einigen Untersuchungen klärte sich die Verhältnisse, denn es gab tatsächlich eine Art Torerscheinung rund um die Insel. Durch das Eingreifen unserer Expedition begannen sich die Tore allerdings zu schließen und wir begannen schnellstens die Abreise. Die Bewohner von Rhea hielten uns (zu Recht) für Eindringlinge und griffen uns währenddessen massiv an, um uns zu vernichten. Es gab keinerlei Versuch ihrer Seite, die aktuellen Gegebenheiten anderweitig zu klären und so hatten wir viel Mühe, die Verletzten in Zeit zu einem herbeigerufenen Schiff zu bringen.

Resultat
- Die Hilfsexpedition überlebte zum größten Teil das Unternehmen
- Lord McPhee überlebte
- Die Armee der Drei und ihr Artefakt wurden zerstört
- Drakon bzw. die Insel Fontenboa liegen nicht südlich der trawonischen Küste, sondern auf der Welt Rhea (Entfernung weiterhin unbekannt)
- Die Weltentore sind geschlossen

Gez. Quendan Zauberwacht
Magister Arcana Contraria, Arcana Theoretica
Der Trommler - freies Nachrichtenblatt der Markgrafschaft Norrland-Brassach

Neue Waffengattung in der Markgrafschaft

Da die Markgrafschaft auf der West-Ost-Linie nahezu mittig vom Ödlandgebirge geteilt wird und die Hohenmark die Ländereien auf halber Länge entlang der Nord-Süd-Linie ‚spaltet', hat der Norrland-Brassachische Kriegsrat den Bedarf an speziell für den Kampf im Gebirge ausgebildeten Mannen erkannt. Mit dem Beschluß seiner Hochgeboren Markgraf Kalveram wird vom ersten Tag des Rebenmondes eine spezielle Einheit für einen potentiellen Kriegsschaufplatz Hohenmark und Ödlandmassiv gebildet werden, die sich vorrangig aus begabten Kriegern der Norrland-brassachischen Gardejäger rekrutiert. Diese Krieger sollen sich in der Kunst des Bergkletterns mit Seil, Steignagel und Hammer und auch ohne Haltemittel verstehen und werden zu diesem Zwecke aus- und weitergebildet. Die neu aufgebaute Einheit wird in den Kriegs- und Verteidigungsbüchern der Markgrafschaft unter dem Namen ‚Bergjäger' Einzug halten. Die Bergjäger sind im Gegensatz zu den Gardejägern leicht gekleidet, sie tragen lediglich ein Ledergewand, welches sie vor Hautaufschürfungen und leichte Verletzungen durch rauhe Felsvorsprünge schützen soll. Auf eine Panzerung wie sie etwa die Gardejäger tragen, wurden wegen der notwendigen Beweglichkeit verzichten. Allerdings benutzen auch sie wie ihre schwer gepanzerten Waffenbrüder die Armbrust als Hauptwaffe. Die für das Klettern in den Bergen hinderlichen Schwerter wurde durch handliche brassachische Äxte ersetzt, deren stumpfe Seite auch als Hammer zum Eintreiben der Steig- und Seilnägel in den Berg genutzt wird. Mit der Formierung einer solchen Einheit erhofft man sich auch dem Gesindel habhaft zu werden, daß sich nach dem Umsturzversuch noch teilweise in den Bergen der Markgrafschaft versteckt hält und noch heute für den einen oder anderen Überfall verantwortlich zeichnet.
 

Zu Gast bei den 317. Offenen Ostarischen Utzganmeisterschaften - Ein Résumé

Auch wenn die ‚Markgräflichen' in das Turnier mit einer Niederlage gegen das Jolbrucker Hafenbüttel gestartet waren, so zeigte doch das zweite Vorrundenspiel mit einem deutlichen 32:15 Sieg über die Jolbrucker-Stadt-Patrouille, daß man mit der jungen norrland-brassachischen Mannschaft rechnen mußte. In der dritten Vorrunde besiegte man dann die Landesmannschaft Dunkelstein mit 9:2. In Norrland-Brassach bedauerte man den Umstand, daß gerade die einzigen beiden rein-ceridischen Mannschaften in einer Gruppe gegeneinander antreten mußten. Mit dem höchsten Punktestand aller Mannschaften in den drei Vorrundenspielen (54 Punkte und 44 Utze, Tabellenführer der Gruppe B!) zogen die Mannen der Markgrafschaft in das Viertelfinale ein! Der Umstand bereits so früh gegen die Dunkelsteiner angetreten sein zu müssen, wurde zu allem Unglück nun auch noch durch die Tatsache übertroffen, das Viertelfinale gegen Heldenmut Hüttstadt aus dem befreundeten Tlamana, dem Zweiten der Gruppe D, zu bestreiten. Mit einem knappen 7:6 für Heldenmut endete das sehr faire, aber dennoch hart ausgetragene Spiel und führte zu dem vorzeitigen ‚Aus' der ‚Markgräflichen'. Neben dem guten Spiel der Tlamaner mag dies sicherlich auch an dem Verletzungspech des Starspielers Wilbert von Dahnen liegen, der aufgrund einer Verletzung nicht so spielen konnte, wie man es sich gewünscht hätte. Alles in allem beendete man das Turnier mit einem guten vierten Platz und insgesamt 30 Heligoniapokalpunkten!
Das gute Abschneiden der jungen, norrland-brassachischen Mannschaft wird sicherlich die Anhängerzahl des Utzgansportes in der Markgrafschaft erhöhen. Die durchaus bemerkenswerte Leistung der einzigen Mannschaft der Markgrafschaft beim ostarischen Wettbewerb wurde bei der Ankunft der tapferen Streiter im Hafen von Tarnam mit Hochrufen und tosendem Applaus gefeiert. Selbst Markgraf Kalveram und Markgräfin Lenia ließen es sich nicht nehmen, die ‚Helden' persönlich am Pier zu begrüßen. Vielleicht mag der positive Eindruck, den die Mannschaft bei der 317. Offenen Ostarischen Meisterschaft hinterlassen hatte, nun für Auftrieb im eigenen Lande sorgen. Vielleicht kommt einmal die Zeit, wo man in Norrland-Brassach eine eigene Meisterschaft mit mehreren norrland-brassachischen Mannschaften spielen wird und nicht, wie heute noch üblich, lediglich eine Mannschaft aufbieten kann, die in Absprache mit dem Ostarischen Utzganbund fest in der Ostarischen Liga spielt. Vielleicht nimmt ja eines fernen Tages das Utzganspiel einen höheren Stellenwert im gesellschaftlichen Leben der Bewohner der Markgrafschaft ein, als etwa das Königsschießen oder das Baumstammreiten, zwei traditionelle Wettbewerbe der Baronie Grauburg!

Ein Heimspiel von Sturm Betis bewundern - 
warum nicht? 

Betis freut sich auf Euren Besuch!


 
 

Drachenhainer Herold

Wir trauern um

Liam Anderlate Mad'Ruadh

Sohn unseres Clans und unseres Landes. In fremder Erde bist Du gefallen, als Du  Menschen verteidigtest - Deine Ehre befahl Dir, sie zu verteidigen. Poëna wird strafen, wer von Ihnen Dich nicht ehrt, sie wird belohnen, wer Deinem Beispiel folgt.
Dein Clan und Dein Land werden Dich niemals vergessen.

Die Mad'Ruadh






Drachentrutz, am 18. Tag, des 1. Xurl n.A.III.28
An seine Durchlaucht Fürst Bartha von Thal

Alle Nachsicht hat einmal ein Ende!
Hochgeschätzter Freund, 

nehmet zur Kenntnis Unsre Empörung wie Unsren Gram, ob der wiederholten impertinenten Schmähungen Eurer Vasallin Nimue von der Aue, Baronin der Lormark, kontra Unsere Person und Unser Haus. 
Wir mögen diese Narreteien nun nicht mehr länger ertragen, die gleichermaßen falsch, nutzlos und heuchlerisch sind. Sonach sprechen wir hier und heut die Lormarkerin zur unerwünschten Person im gesamten Fürstentum Drachenhain aus. Sie verliert ad momentum jegliches Recht eines Gastes. Wer in Drachenhain dennoch weiterhin mit der Genannten paktiert, wird über kurz oder lang die Gunst seines Herrn verlustig sein!
Mehr als einmal war sie gewarnt und mehr als einer Unserer Vasallen wurde ausgesandt, den Streit zu schlichten, doch wie Ihr, Euer Durchlaucht, selbst am besten wisset, sollte unerfreulicherweise nichts von Wert und Dauer sein. 
In ihrer vorwitzigen Bedenkenlosigkeit zerschlug die Lormarkerin jedwede Brücke der Freundschaft und Zuneigung, die Unser Land über Jahrhunderte hinweg mit der Mark verband. Folglich  versperren wir ab dem heutigen Tage die Brücke zwischen Sarniant und der Lorburg. 
Menschen, die uns derart übel gesonnen sind, heißen wir in Drachenhain nicht länger willkommen! 
In vollster Hochachtung und Freundschaft

Fürst Waldemar von Drachenhain 

Ein Besuch im Redon-Bad - 
warum nicht? 
Betis freut sich auf Euren Besuch!

An Arandis von Schwarzensteyn

Seid mir gegrüsst ungestümer junger Krieger
Mein junger Freund, was habt Ihr getan? Sollten die Verfehlungen, von denen ich hörte wirklich von Euch begangen worden sein?
Ich hatte Euch seit unserem ersten Zusammentreffen auf dem Adelstag vor nunmehr zwei Jahren immer für einen ehrenhaften jungen Kämpen gehalten. Und nun höre ich, dass ihr die höchsten Prinzipien der Ritterschaft so mit Füssen getreten haben sollt.
Lasst mich wissen, dass Ihr den Tugenden der Ritterschaft treu geblieben seid und meinen Glauben in Euch nicht betrogen habt und alle Euere Mühen der letzten Jahre einfach fortgeworfen habt und der Magie anheimgefallen seid.
Sollte ich mich trotz allem in Euch getäuscht haben dann mögen die Götter Euch gnädig sein und dafür Sorge tragen, dass Ihr Euch nicht auch noch selbst verratet, wie Ihr Euere Ritterschaft verraten haben mögt (was ich nicht verstehen könnte oder vermag).
Trotz aller Widrigkeiten wünsche ich Euch für Euren weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute. Und verbleibe mit ungläubigen Grüssen ob des Geschehenen 
Falkenur von Schwarzenbing, Vogt zu Erkenay

An Seine Hochwohlgeboren Falkenur von Schwarzenbing

Sehr verehrter Freiherr Falkenur von Schwarzenbing!
Ich weiß nicht, was Euch zugetragen worden ist. Doch laßt es mich Euch aus meinem Munde berichten. Denn die Wahrheit trägt viele Gesichter, und wir alle sind nur eine Facette davon.
Ja, ich habe dem ersten Ritter der Tatzelfelser Ritterschaft Cawadoc Gwar U Madh den Gehorsam verweigert. Ich tat es in vollem Bewußtsein der Konsequenzen, die dies haben könnte und ohne daß mich jemand dazu gedrängt hätte. Eine Entschuldigung für diese Verfehlung kann es nicht geben. Allein, es war meine Pflicht, so zu handeln. Denn die Alternative wäre gewesen, die Prinzessin Syria Jaldis ohne eine Leibwache zum Ceridenkonvent nach Gregorsruh reisen zu lassen. Etwas, was ich nach den Vorfällen auf dem Methfest niemals hätte dulden können. Sie bat mich darum, sie zu begleiten, und als Cawadoc mir dies verbot, habe ich lange Nächte damit verbracht, darüber nachzudenken, was ich nun tun solle. Glaubt mir, ich habe es mir nicht einfach gemacht - und dennoch fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Die Sicherheit Syrias war wichtiger als Cawadocs Wohlwollen, so mächtig er auch sein mag und wenn er auch mein Vorgesetzter ist oder besser war. Denn er ist nicht mein Lehnsherr, und diesem habe ich mich nicht widersetzt. Das hat nicht in meiner Absicht gelegen. Vielmehr empfand ich es als meine Aufgabe, die Schwester meines ehemaligen Lehnsherrn zu schützen, die jetzt Baronin der Baronie Tatzelfels ist.
Allein die Prinzessin trifft keine Schuld. Sie wußte nichts von Cawadocs Verbot, und so könnt Ihr mir denn noch anlasten, daß ich sie, die ich schützen wollte, hintergangen habe. Und das ist vielleicht die Verfehlung, die am schwersten wiegt. Zumindest in meinen Augen. Doch ich hoffe, nein, ich glaube fest daran, daß sie mir dies vergeben wird. Und das ist das einzige was zählt, neben der Unversöhnlichkeit, mit der mich Cawadoc verfolgen wird.
Doch so wenig, wie ich Cawadocs Befehl entsprechen konnte, so wenig habe ich auch die Konsequenzen gescheut, die ich auf mich zukommen sah. Ich hatte von Anbeginn fest damit gerechnet, dass er mich bei unserer Rückkehr fordern würde. Auch dass dies mein Tod sein könnte, war mir bewußt. Es war dies der Preis, den ich zu zahlen bereit war für den Schutz Syrias. Es kam, wie ich vorausgesehen hatte, und Cawadoc hätte mich wohl getötet, wenn das Schicksal es nicht anders gewollt hätte.
Ihr fragt, ob ich der Magie anheimgefallen sei. Vielmehr ist es jedoch so, daß mir die Magie anheimgefallen ist. Denn die Magie war Zeit meines Lebens ein Teil von mir. Sie wurde mir in die Wiege gelegt, wenn ich auch bis vor zwei Jahren nichts davon ahnte. Auf dem Gelehrtenkonvent damals hat ein übereifriger Studius sie geweckt. Sicher war es meine eigene Schuld, dass es dazu kam. Ich habe vertraut, und mein Vertrauen wurde enttäuscht. Der Prior des Nexus selbst gab mir damals ein Amulett, dass die freigelegte, ungezügelte Magie in mir bändigen sollte. Mir allein war es freigestellt, dieses Amulett zu tragen. Dass ich es bis zu jenem Kampf nicht abgelegt habe, spricht für mich, so hoffe ich. Dass ich eine Ausbildung in der Magie erfahren sollte, war nicht mein Wunsch, aber ich beugte mich diesem Ratschluß, denn er birgt in meinen Augen eine innere Notwendigkeit. Denn wie soll ich verantworten, was geschieht, wenn meine Magie sich selbständig macht? Wenn gar Leute verletzt werden, wenn ich jemals das Amulett verliere sollte oder es mir abgenommen wird? Und genau das, Euer Hochwohlgeboren, ist passiert an jenem verhängnisvollen Tag.
Es war nicht Cawadocs Schuld, es war auch nicht die meine. Das Schicksal hatte seine Hand im Spiel an jenem Tag. Es hat die Hand Cawadocs so gelenkt, dass er mir im Zorn, als ich verletzt zu seinen Füßen lag, nicht den Waffenrock mit den Tatzelfelser Farben vom Leibe riß, sondern auch das Amulett des Priors. Was dann geschah, lag nicht in meiner Hand. Die Magie entlud sich, brach aus mir hervor. Ich konnte nichts dagegen tun. Und sie schlug Cawadoc zu Boden. Glaubt mir, nicht um den Preis meines Lebens, hätte ich zu solch unlauteren Mitteln gegriffen, meinen Kontrahenten zu besiegen. Doch ich konnte nichts dagegen tun, war selber nur Zeuge in diesem schrecklichen Augenblick.
Kaum Herr meiner Sinne hat mein Freund Llevin Mad Ruadh mich hernach nach Luchnar gebracht, wo er mich in Sicherheit wähnte vor Cawadocs - sicherlich berechtigtem - Zorn. Und auf Burg Hautzensteyn fand ich ein warmes Willkommen, mehr als ich zu hoffen gewagt hatte, und sicherlich mehr als ich verdiene.
Es hat lange gedauert, die Wunden aus jenem Kampf zu heilen. Einige werden sich nie schließen, denn ich weiß, dass mir Tatzelfels in Zukunft verschlossen sein wird. Ich bin kein Ritter mehr, und auch meine Ehre habe ich verwirkt. Was mir bleibt, sind nur noch meine Freunde und die Hoffnung. Die Hoffnung, irgendwann vielleicht meine Ehre und meinen Namen wiederzufinden - in einem anderen Kampf, an einem anderen Ort. So habe ich denn seine Hochwohlgeboren Koldewaiht von Hautzensteyn darum gebeten, mich mit den Kriegern, die er meinem ehemaligem Lehnsherrn als Unterstützung im Kampf gegen die Ödländer angeboten hat, in die Leomark zu ziehen. Euer Brief hat mich gerade noch rechtzeitig vor meine Abreise erreicht. Morgen werden wir gen Norden ziehen.
Inwieweit ich nun gefehlt habe, überlasse ich Eurem Urteil. Ich hoffe nur, Ihr verachtet mich nicht gar zu sehr. Und wisset, dass ich nur getan habe, was mir mein Herz befahl. Möge das Schicksal mir Vergebung oder Vergessen schenken. Vielleicht in jenem Krieg, dem ich mich nun anschließen werde. Betet für mich!
Arandis

Luch'nari!

...hey, der Or-Bân ist schon wieder aus, oder hat Cirmore das Faß eingetreten, ach es war schon leer, bleib mal n bißchen vom Feuer weg, Kindra, du brennst schon, was ich eigentlich den ganzen Abend fragen wollte, wo sind eigentlich Liam, Sean, und Llevin, Parimawald? also da sind sie wirklich selber schuld und der Baron ist auch dort? ach ja, wegen der Alfar, wär aber auch egal, finde ich, die kriegen auch was zu trinken, Lauren, ich frage mich wirklich, wie Eure Spezialattacke läuft, du kannst ja nicht mal grade laufen, zeig noch mal die silberne Utzganscheibe vor, Uthcauth. Weggetan? Ach, damit sie nicht im Feuer landet, na gut, Megis, ich glaube mit Tulberlate ist nicht mehr viel anzufangen, Megis? Megis? die kann man auch schon vergessen, das Milchlamm, was heißt da seit 47 Jahren nicht mehr so gut abgeschnitten bei den Ostarischen Meisterschaften, Rathborne, du alter Zahlenschlauwolf, trink mal schneller, du bist nicht zum Zählen hier und bleib mir vom Hintern weg, Rathborne, so, dein Pech, schade, das Bier hätte ich lieber getrunken, bist wohl neidisch, daß die Mädels in Ankur Lauren entführt haben, Mensch, Rathborne, jetzt sei nicht eingeschnappt, hol mir lieber noch ein Bier, nein, da bringt der Clanschief den neuen Or-Bân, Rathborne, halt mich fest, mir wird auf einmal so anders...
(Addendum zu einem Bericht von Kiondre MadRuadh über die Feier des Luchnischen Utzgan-Teams nach der Rückkehr von den Ostarischen Meisterschaften - dieser Abschnitt schien der Heliosboten-Redaktion wesentlich aufschlußreicher als der eigentliche Bericht)
 

Irritationen um den vierten luchnischen Ard Druidh

Nach langem Warten hat Poëna nun endlich ein Zeichen gegeben und die Nachfolge des kürzlich verstorbenen ArdDruidhs Lhirmon bestimmt. Doch zur Verwunderung aller gab die Göttin nur eines wieder: Der nach dem gesucht wurde, sei schon lange in Luchnar und seit einer geraumen Zeit schon ein ArdDruidh: Rowaine. Dies erscheint aus der Sicht der Druidhs eine Verletzung des von der Göttin selbst gestellten Gesetzes und Rowaine ist ein Name, der den Druidh nichts sagt, außer daß diese Person den Fluch über Koldewaiht von Hautzensteyn ausgesprochen hat. Der Kreis der Druidh, insbesondere der ArdDruidh ist nun voller Zweifel und weiß nicht, wie sie mit dieser Person zusammen ihren Dienst verrichten soll. Hagmore, der ArdDruidh des Quet Lameth gab folgende Stellungnahme ab:
"... Sicher, wir beugen uns dem Willen Poënas und sind der festen Überzeugung, daß unsre Göttin mit Weisheit uns einer neuen Prüfung unterzieht. Trotzdem verstehen wir nicht, wie ein ArdDruidh in Luchnar leben konnte, ohne daß wir davon wußten. Wir waren bis zu dieser Zeit der Überzeugung, daß es nur 4 ArdDruidh in Luchnar geben kann, denn so hieß es von Generation zu Generation Ich selber hoffe, daß wir die Worte unserer von uns sehr geliebten und verehrten Göttin Poëna falsch verstanden haben..."
 

Offener Brief an Koldewaiht von Hautzensteyn

Geschätzter Bruder
Nach unserer Unterredung denke ich, ich sollte noch einmal auf diesem Wege an Dich treten. Es ist der Wahre Wille meines Herzens, daß unsere Familie wieder Frieden findet. Ich wiederhole nun noch einmal die Worte, die ich Dir schon persönlich gesagt habe: Koldewaiht, ich möchte mich für meine Missetaten in der letzten Zeit entschuldigen und bitte Dich, mir mit reinstem Herzen zu vergeben, so wie mir der Eine diese Taten vergeben hat. Ich werde in Hochaskenstein warten, bis mich ein Bote mit Deiner Antwort erreicht und danach werde ich mir eine neue Zuflucht suchen. Des weiteren bitte ich Dich, mit Sean Okildare aus deiner Leibgarde nicht zu sehr in das Gericht zu gehen, denn er wollte nur meine Meinung zu den letzten Vorkommnissen in der unsern Heimat wissen. 
Erwartungsvoll Cederric von Hautzensteyn

Wer im Dreck von anderen stochert, 
sollte erst einmal sein eigen Heim reinigen
ceridisches Sprichwort

Erdbeben in Tatzelfels und Luchnar
Wer hat die rätselhafte Spalte wieder eröffnet? 

Mitte des ersten Xurlmondes bebte die Erde in Schattenau und dem benachbarten Nordostzipfel Luchnars und riß an der Grenze eine Spalte von Baumstammlänge auf. Gleiches geschah bereits vor vier Jahren angeblich durch die Verrückung eines Marksteines, mit Hilfe der luchnischen Druidh konnte die Spalte wieder geschlossen werden.
Diesmal geschah in den Folgetagen aber mehr als damals. Ein eingestampfter Pferdestall auf der Tatzelfelser Trutzburg, mannstiefe Furchen, die den Weg zur Paßhöhe teilen, siebenkrallige Spuren von eineinhalb Ellen Länge, zerfleischte Schafe jenseits der luchnischen Grenze... Etwas geht um im Grenzgebiet zwischen Tatzelfels und Luchnar und das einfache Volk hat rasch einen Namen dafür gefunden: DÄMONEN! Grenzvogt Konrad Trutzberg meidet dieses Wort, betont aber, einfache Wegelagerei erkläre die Ereignisse keinesfalls. Prinzessin Syria Jaldis soll bereits eine Expedition zusammenstellen, die den Vorfall untersucht.
Es scheint, als wäre vor vier Jahren die wahre Tragweite einer Öffnung jener Spalte vertuscht worden, die Erkenntnisse von Jakob dem Wanderer, der die Spalte untersuchte gelangten nie an die Öffentlichkeit. Diesmal müssen die Hintergründe aufgedeckt werden. Denn es wird eine Absicht hinter dem Geschehen stecken - an ein "Erdbeben", gar an das "Verrücken eines Marksteines", damals schon äußerst dürftige Erklärung, wird keiner mehr glauben. Jetzt ist die Zeit gekommen, Fragen zu stellen:
 Wer öffnete die Spalte und warum tat er es? Was kam aus ihr heraus? Und - was lauert noch darinnen?

Drachentrutz, am 18. Tag, des 1. Xurl n.A.III.28
Die Parimawaldexpedition
Burg Tahlwacht  gefunden und in Sicherheit gebracht 

So möchte ich mich nochmals bei allen bedanken, die mir mit Rat und Tat so hilfreich zur Seite gestanden haben, als es darum ging, eine Wette zu gewinnen. Unzählige Helfer standen mir bei, die sich vom schrecklichen Ruf des Parimawaldes nicht haben schrecken lassen. Auch möchte ich mich bei all jenen bedanken, die aus dem Hintergrund agierten und nicht genannt werden möchten.
Ohne Eure großartige Hilfe, hätten wir Burg Tahlwacht bestimmt nicht gefunden und in Sicherheit bringen können.
Die Wette sehe ich jedoch in ihre Bestandteile aufgelöst, da die Ereignisse Karr den Jäger und mich dazu nötigten zusammenzuarbeiten. Gemeinsam haben wir das Ziel erreicht, so will ich es nennen, denn Karr der Jäger wählte, um Burg Tahlwacht zu retten, den Tod.
Ich bedaure sein Scheiden, denn als es darum ging, gemeinsam etwas zu erreichen, wurde er mir zwar nicht zum Freund, aber zu einem ehrenwerten Mitsteiter, dem in manch einer gefährlichen Situation auch mein Wohl am Herzen gelegen war.
Ein großartiger Mann ist von unserer Welt gegangen.
Für seine Ideale trat Schwertmeister Teamon Freiherr zu Wingen ein. Er ist es, der den letzten Schritt auf sich nahm und tapfer Burg Tahlwacht aus der Sphäre der Phiare befreite.

Prinzessin Syria Jaldis von Drachenhain, 
Baronin von Tatzelfels, 
Botschafterin in der Zerbrochenen Stadt

Bekanntmachung der Gemeinschaft der Ritter vom Weißen Wasser

Die Xurlhochgeweihte Arika vom Weißen Wasser bedankt sich im Namen der Gemeinschaft der Ritter von Weißen Wasser für ihre Amtseinsetzung als Verwalterin der Vogtei.
Es soll am Weißensee eine Ordensburg erbaut werden. Bis zu deren Fertigstellung wird die Gemeinschaft der Ritter vom Weißen Wasser in Siebenquell zusammentreffen.
Zur Zeit ist die Gemeinschaft noch damit beschäftigt, die Ordensregeln aufzusetzen und abzustimmen.
Als höchster Geistlicher Vertreter des Ordens im Namen Xurls wird Ritter Lassar vom Weißen Wasser eingesetzt. Seine erste Queste wird sein, für die verwaisten Positionen Berufene zu finden.
Weiterhin wird die erste Handlung der Gemeinschaft darin bestehen, Prinz Leomar, in seinem Streben die Leomark wieder zu befestigen, zu unterstützen.
Xurlhochgeweihte Arika vom Weißen Wasser
Mythen aus Tatzelfels
Der Beridhaner Hügel

Vor siebenhundert Jahren betraten unsere Vorfahren das Land Heligonia. Unter ihnen war ein Anführer, der groß und stark war, und so wurde er von seinen Männern Bär gerufen. Ihm gefiel das Land um sich herum, und so wollte er bleiben. Er holte einen Ulmensämling hervor aus dem Land, das er und die seinen verlassen hatten, und pflanzte ihn in die Kuppe eines schön gelegenen Hügels. Dort stellte er sich hin und sprach zu den Menschen, die ihm gefolgt waren: „Hier soll mein Heim entstehen, und ich werde es Beridhan nennen. Und so wie diese Ulme Wurzeln schlagen wird, so werden auch wir hier unsere Wurzeln schlagen und neu beginnen. Denn so wie diese Ulme gedeiht, so wird auch unser Land gedeihen und uns ernähren. So stark wie ihr Stamm sein wird, werden auch wir stark werden.“
Die Prophezeiungen des Landbegründers Bär wurden alle wahr. Die Ulme schlug ihre Wurzeln in das neue Land, und die Menschen fanden tatsächlich eine neue Heimat. Sie trotzten der Wildnis und bauten Gehöfte, kleine Dörfer, Städte und die Burg Beridhan. Und je größer die Ulme wurde, um so mehr wurde das neue Land ihre Heimat. Der Stamm wuchs gerade wie ein Pfeil, und ebenso wurden auch die Menschen. Sie waren von aufrichtigem Gemüt. Und wie der Wind auch versuchte, die Ulme zu brechen, blieb sie unbezwingbar. Manchmal beugte sie zwar die Krone, doch richtete sie sich jedesmal wieder auf.
Die Ulme erlebte viele Herrscher, die das Land zu einer unglaublichen Blühte führten. Doch dann wurden dem Baron von Beridhan Zwillinge geboren. Zwei Knaben waren es, die, als sie heranwuchsen, sich um die Krone stritten. So ritten sie zur Ulme hinan, um dort ein Urteil herbeizuführen. Doch es kam zu einem Handgemenge, bei dem Kayhan von seinem Bruder Aeroben getötet wurde. Das Blut aus dem Geschlecht des Bären tränkte den Hügel, und Helios selbst zerschlug daraufhin mit einem Blitz die Ulme. Der Baum brannte bis auf seine Wurzeln nieder. Baron Aeroben war von seiner Tat wie betäubt. Zum Angedenken seines Bruders ließ er dort deshalb einen Stein errichten.
Doch mit dem Vergehen der Ulme sollte auch das Reich nicht mehr eins sein. Vor hundert Jahren dann zerfiel es endgültig.
 

Verkündigung

Mit sofortiger Wirkung wird die Tatzelfelser Ritterschaft aufgelöst. Ich verabschiede hiermit Ritter Cawadoc Gwar U’Mad, Ritter Samuel von Turlach und Ritter Naum von Morogas. Doch werden die Plätze ihrer Schilde in der Vorhalle nicht lange leer bleiben, denn ich setze nun anstelle der Instanz der Ritterschaft die Herolde von Tatzelfels ein. Sie werden, wie schon in den Zeiten unter Prinz Leomar, mein Aug und Ohr in der Baronie Tatzelfels sein.
So setze ich zunächst Noriel de Lazard, Trevyn von Weißwalch und die Waldläuferin Veya Brengasch ein. Mit Bedauern gebe ich in diesem Zusammenhang kund, daß Ritter Cawadoc Gwar U’Mad sich frei gesprochen und die Baronie Tatzelfels verlassen hat.
Weiterhin bestimme ich, daß Vogt Galen von Kulmenbach abgesetzt wird und die Vogtei Haydeck der Gemeinschaft der Ritter vom Weißen Wasser zur Verwaltung übergeben wird. Die Xurlhochgeweihte Arika, Seherin vom Weißen Wasser, soll mit sofortiger Wirkung in die Instanz einer Vogtin gehoben werden.
Weiterhin gebe ich mein Bedauern kund, daß Arandis von Schwarzensteyn seine Ritterwürde aberkannt worden ist.
Prinzessin Syria Jaldis von Drachenhain,
Baronin von Tatzelfels,
Botschafterin in der Zerbrochenen Stadt

 

Beridhaner Ulme treibt Schößling

Ein Tatzelfelser Förster entdeckte vor einigen Tagen, dass die berühmte Heilige Ulme von Beridhan, einst Symbol dieser alten Baronie, einen Schößling ausgetrieben hat. Diese Nachricht verbreitete sich in Windeseile unter der Beridhaner Bevölkerung, bald schon zogen ganze Gruppen von Menschen zu dem abgelegenen Hügel, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen. Der junge Baum misst etwa 4 Ellen, hat einen armdicken geraden Stamm und eine ebenmäßige Krone. Er dürfte etwa vier Jahre alt sein, wurde aber erst jetzt entdeckt, da der Ort bei der Tatzelfelser Bevölkerung als unheimlich galt und gemieden wurde. Aroben hatte dort einst seinen älteren Bruder im Streit um die Nachfolge  in der Baronie Beridhan erschlagen. Daraufhin zerstörte Helios in seinem Zorn die Heilige Ulme durch einen Blitz. Der ausgebrannte Baumstamm wurde zum Symbol der Schreckensherrschaft Großherzog Arobens und dem Niedergang des Hauses Baer. Die Nachricht über den jungen Baum löste bei so manchem Tatzelfelser Adeligen Besorgnis aus, Baronin Syria Jaldis hat sich aber bisher noch nicht dazu geäußert.
Sean Okildare Mad'Ruadh vor Clansoberhaupt zitiert
Der bekannte luchnische Krieger Sean Okildare Mad'Ruadh begleitete seinen Baron auf dem letzten Adelstag und Prinzessin Syria auf der Expedition in den Parimawald, wo er schwer verwundet wurde. Nun scheint ihm ein weniger erfreulicher Gang bevorzustehen: Wegen heimlichem Kontakt zu einem Clanslosen muß er sich vor seinem Clansoberhaupt rechtfertigen. Ähnliche Vergehen wurden in der Vergangenheit durchweg geahndet, wenn auch mit unterschiedlicher Strenge. Bei dem Clanslosen handelt es sich um Cederric von Hautzensteyn, in Luchnar seit fast einem Jahr Cederric U'Mad genannt.
 

Herzögliche Ostarische Hofgazette

Sturm Betis - Ostarischer Meister!!!!

Nun sind sie also vorüber die 317. Offenen Ostarischen Meisterschaften. 
3 Wochen lang traten die besten Mannschaften Heligonias gegeneinander an, um wiederum den Besten unter sich zu ermitteln. Und wahrlich, fast alle gaben sie ihr Bestes und fast alle spielten mit großer Sportlichkeit und zeigten sich von ihrer besten Seite. 
Wir können hier leider nicht auf jedes Spiel einzeln eingehen und beschränken uns in diesem Bericht vielmehr auf die interessantesten und prickelnsten Details. Alles andere möge der geneigte Leser bitte den Ergebnissen am Ende unserer Ausführungen entnehmen. 
Schon in den Vorrunden spielten sich wahre Dramen ab und einige der Topfavoriten, konnten die in sie gesteckten Erwartungen beileibe nicht erfüllen. Am drastischsten traf dies wohl auf die Herzöglich-Ostarische Marinemannschaft zu, die gleich in der 1. Vorrunde in Ihren schönsten Galauniformen von einem Unwetter überrascht wurde, welches den Boden dermaßen in Matsch verwandelte, daß die Herrschaften ständig damit beschäftigt waren, Flecken von Ihrer Bekleidung zu entfernen, und somit Heldenmut Hüttstadt beinahe kampflos das Feld überlassen mußten. Dieser Schock saß wohl zu tief und führte zum frühzeitigen Aus. Ebenfalls nicht den Erwartungen gerecht wurden Krönung Escandra und Auswahl Ankur, die sich vermutlich beide mehr um den Nachwuchs kümmern sollten. Mit einem Bestechungsversuch machten die Thaler Gulden in der 2. Vorrunde von sich reden, der allerdings von den Stämmigen Buchen, einem unerwartet guten Außenseiter, aufgedeckt wurde, was die Thaler ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale kostete. Die meisten Utze wurden im Spiel der Markgräflichen gegen die Jolbrucker-Stadt-Patrouille erzielt. Den Jolbruckern nutzte ihr in alter Frische inszeniertes Blitzmanöver (15 Utze in einer Minute!) allerdings nichts gegen den Brassachischen Sturm, der vernichtend über das Spielfeld hineinbrach und den Markgräflichen eine Rekordutzzahl von 32 einbrachte. Das erste Mal von sich Reden machten die Jolbrucker Hafenbüttel im Spiel gegen die Dunkelsteiner Landesmannschaft, wo die Büttel in solch auffälliger Weise mit gleich drei Scheiben hantierten, daß das Ostarische-Utzgan-Komitee (OUK) das Ergebnis des Treffens annulieren ließ und eine Wiederholung forderte. Unsere Gratulation geht an Vyorum Uthcaut MadRuadh, der in der Begegnung Luch'nari - Burai Breath sein 1000. Utz utzte. Der spätere Erfolg von Sturm Betis wurde angekündigt, als nach dem verlorenen Spiel gegen Jolberg eine goldene Utzganscheibe über dem Kopf des Stars Cannonero erschien, welche von den meisten Beobachtern als ein Zeichen des Einen gedeutet wurde und den unaufhaltsamen Siegeszug der Mannschaft aus dem Brazachsdelta einläutete. Cannonero nämlich war es, der den bereits führenden Stämmigen Buchen mit einem unglaublichen Hackentrick noch den Sieg entriß, und somit für den Einzug der Betiser ins Viertelfinale sorgte. Ähnlich spannend ging es bei den Luch'nari zu, die ebenfalls nur durch die von Lauren und Cirmore MadRuadh entwickelte und im Spiel gegen Onkel Faisals Helden eingesetzte MadRuadh-Attacke ihr Ausscheiden verhindern konnten. Einem wahren Massaker glich das Spiel der beiden Jolbrucker Mannschaften. Doch trotz aller Verletzungen, welche sich die beiden Mannschaften gegenseitig zufügten, endete das Spiel unentschieden, so daß die Titelverteidiger der Stadt-Patrouille ausschieden und die Hafenbüttel unerwartet weiter kamen.
Das Viertelfinale stand ganz im Zeichen wahren Sportsgeistes. So ist das Spiel Heldenmut Hüttstadt gegen Die Markgräflichen als wahres Freundschaftsspiel zu sehen, was sich in allerhöchster spielerischer Harmonie und einem beinahe Unentschieden äußerte. In einem großartigen Feuerwerk der Utze, sorgte Canonero für das Ausscheiden Lindwurm Lodenburgs, die überraschend Gruppenerste geworden waren.
Das Halbfinalspiel der Luchnarer Mannschaft gegen die Recken aus Tlamana, welches die Luch'nari Dank der MadRuadh-Attacke für sich entscheiden konnten wurde von der Entführung Laurens MadRuadh durch weibliche Fans überschattet, der jedoch rechtzeitig zum Finalspiel wieder freigelassen wurde. Trotz des gewohnt provokativen Vorgehens der Jolbrucker Hafenbüttel, gewann Sturm Betis auch das Halbfinalspiel souverän. Der haushoch überlegene Canonero beendete den Vormarsch der Jolbrucker auf heroisch, athletische Art mit einer neuen Variante des Canonerischen Sturms Beta 7.
Das Spiel um den 3. Platz schien bereits entschieden als die Jolbrucker Hafenbüttel in einem Akt unglaublicher Brutalität aus Zorn über die vorhergehende Niederlage ihren eigen Trainer, Gutral Hubensack, volkommen bewegungsunfähig prügelten. Schließlich führten sich die Büttel in gewohnt unmöglicher und beleidigender Weise gegenüber Gegner, Schiedrichter, Veranstalter und Publikum auf und steigerten sich zusätzlich in eine solche Orgie der Gewalt hinein, daß die Hälfte der Tlamanischen Mannschaft vom Platz getragen werden mußte. Das führte schließlich, Dank eines Antrags des Hüttstädter Trainers, Meister Guntram Eisenich zur Disqualifikation der Jolbrucker Hafenbüttel, die sich sodann beschämt auf den Heimweg machten. Es sei noch zu ergänzen, daß die Tlamaner zu diesem Zeitpunkt das Spiel schon gewonnen hatten und somit verdient den 3.Platz erreichten. 
Doch nun zum Finalspiel, zu dem der Doge von Betis persönlich angereist war und dem selbstverständlich auch die herzögliche Familie beiwohnte. In einer großartigen Geste der Sportlichkeit tauschten die Mannschaften ihre Wimpel: Der betiser mit der Aufschrift "317. Offene Ostarische Meisterschaften -- Finale -- Sturm Betis - Luch'nari",  der luchnische ein traditionelles kariertes Stück Stoff.  Dann begann das Spiel, bei dem beide Mannschaften ihr Bestes gaben. Beide spielten hart, offensiv aber fair. Man hatte in jeder Hinsicht das Gefühl, daß  diese Utzganspieler allesamt zu Recht im Finale standen. Leider jedoch, konnte die luchnische Mannschaft diesmal ihre brillianten Taktiken nicht so richtig zur Geltung bringen. Ramon Maria Canonero dagegen lief zu absoluter Höchstform auf. Der zukünftige Spieler des Jahres gab in diesem Finale alles was er konnte und setzte eine wunderschöne Attacke nach der anderen. Vollkommen zu recht war das Publikum begeistert und die Stimmung phänomenal. Als der Schlußpfiff fiel, dauerte es eine Weile bis die Betiser begriffen hatten, daß sie Ostarischer Meister geworden waren. Nachdem der Doge von Betis den Siegern persönlich gratuliert hatte, wurden Spieler von den freudetrunkenen Fans durch ganz Ankur getragen. 
Bei der Siegerehrung, die von Regentin Walluma von Ostarien persönlich vorgenommen wurde, erhielten die besten drei Mannschaften Utzganscheiben aus Aurazith, Silber und Bronze überreicht.
Doch nicht genug der Ehrungen. In einer Geste von Großzügigkeit und sportlicher Anerkennung wurde Ramon Maria Canonero für seine großen Verdienste für den Utzgansport von Herzog Angilbert I. zum Ritter Ostariens geschlagen und erhielt außerdem den Rang eines Ehrenkapitäns der Ostarischen Marine zugesprochen.
Zuletzt also noch einmal in der Schnellübersicht die Ergebnisse der 317. Offenen Ostarischen Meisterschaften:

1. Vorrunde
Stämmige Buchen    gg.  Jolberger Schädelspalter 4:24
Sturm Betis    gg.  Thaler Gulden   10:1
Landesmannschaft Dunkelstein gg. Jolbrucker-Stadt-Patroulle 9:6
Die Markgräflichen    gg. Jolbrucker Hafenbüttel  3:6
Luch'nari     gg. Auswahl Ankur   0:3 Onkel Faisals Helden    gg. Burai Breath    1:8
Heldenmut Hüttstadt   gg.  Herz. Ostarische Marine 12:0
Krönung Escandra    gg.  Lindwurm Lodenburg   4:8

2. Vorrunde
Stämmige Buchen   gg.  Thaler Gulden   6:0
Jolberger Schädelspalter  gg.  Sturm Betis   10:1 Landesmannschaft Dunkelstein gg. Jolbrucker Hafenbüttel  4:7
Die Markgräflichen    gg. Jolbrucker-Stadt-Patrouille 32:15
Luch'nari     gg. Burai Breath   7:10 Onkel Faisals Helden    gg. Auswahl Ankur   0:0
Heldenmut Hüttstadt   gg.  Lindwurm Lodenburg  1:1
Krönung Escandra    gg.  Herz. Ostarische Marine 4:1

3. Vorrunde
Stämmige Buchen   gg.  Sturm Betis   12 : 12
Jolberger Schädelspalter  gg.  Thaler Gulden   0 : 7 Landesmannschaft Dunkelstein  gg. Die Markgräflichen  2 : 9
Jolbrucker Hafenbüttel   gg. Jolbrucker-Stadt-Patrouille 8 : 8
Luch'nari     gg. Onkel Faisals Helden   15 : 9 Auswahl Ankur    gg. Burai Breath   4 : 1
Heldenmut Hüttstadt   gg.  Krönung Escandra  1 : 0
Herz. Ostarische Marine  gg.  Lindwurm Lodenburg  9: 19

Gruppenplazierungen nach der 3. Vorrunde:

Gruppe A      Siege  Unent.Niederlagen Utze Punkte 

Jolberger Schädelspalter  2 0 1  34 44
Sturm Betis    1 1 1  23 30
Die stämmigen Buchen   1 1 1  22 29
Thaler Gulden    1 0 2  9 14

Gruppe B     S U N       Utze Punkte

Die Markgräflichen   2 0 1  44 54
Jolbrucker Hafenbüttel   2 1 0  21 33
Jolbrucker-Stadt-Patrouille  0 1 2  29 31
Landesmannschaft Dunkelstein 1 0 2  15 20

Gruppe C     S U N       Utze Punkte

Burai Breath    2 0 1  19 29
Luch'nari     1 0 2  22 27
Auswahl Ankur    2 1 0  7 19
Onkel Faisals Helden   0 1 2  10 12

Gruppe D     S U N       Utze Punkte

Lindwurm Lodenburg   2 1 0  28 40
Heldenmut Hüttstadt   2 1 0  14 26
Krönung Escandra   1 0 2  8 13
Herz.-Ostarische Marine  0 0 3  10 10

Viertelfinale:
Jolberger Schädelspalter   gegen   Luch'nari                  4:10
Die Markgräflichen  gegen  Heldenmut Hüttstadt   6:7
Burai Breath   gegen Jolbrucker Hafenbüttel  1:3
Lindwurm Lodenburg    gegen Sturm Betis   6:11

Halbfinale:
Luch'nari     gegen Heldenmut Hüttstadt  17:12
Jolbrucker Hafenbüttel   gegen  Sturm Betis   6:11

Finale:
Luch'nari     gegen Sturm Betis   7:11

Spiel um den 3. Platz:
Heldenmut Hüttstadt  gegen Jolbrucker Hafenbüttel  9:2 

Damit ergeben sich folgende Endplazierungen:

 Mannschaft   Heligoniapokalpunkte
1. Sturm Betis    50
2. Luch'nari     40
3. Heldenmut Hüttstadt   35
4. Die Markgräflichen   30
5.  Jolberger Schädelspalter  20
6.  Lindwurm Lodenburg   18
7.  Burai Breath    16
8.  Jolbrucker-Stadt-Patrouille  14
9.  Die stämmigen Buchen   7
10.  Landesmannschaft Dunkelstein 6
11.  Auswahl Ankur    5
12.  Thaler Gulden    4
13.  Krönung Escandra   3
14.  Onkel Faisals Helden   2
15.  Herz.-Ostarische Marine  1
16.  Jolbrucker Hafenbüttel  disqualifiziert
 

Handelsvertrag zwischen Drachenhain und Drackensteig ausgeweitet - Drackensteiger Soldaten für den Ödlandfeldzug

Shathana Silverhorn, Baronin von Drackensteig und Koldewaiht von Hautzensteyn als Botschafter Drachenhains trafen sich in Wingen, um den früheren Handels- und Zollvergünstigungsvertrag zwischen Drackensteig und Tatzelfels auf Drachenhain auszuweiten. Pervai Amer als Beauftragter für Handel und Wirtschaft in Drackensteig unterstützte die Gespräche. 
Die Drackensteiger Baronin vereinbarte mit dem Botschafter außerdem die Entsendung von 20 Soldaten, die mit Tatzelfelsern und  Luchnern zur Vorhut gegen die Ödländer stoßen werden. Diese Vorhut soll noch in diesem Mond den Jolborn hinauffahren, in Richtung von Kratorpolis und der Leomark.
 

Der Ödlandfeldzug - ein erster Bericht

Der informationshungrige Leser möchte stets einen unmittelbaren Eindruck von  aktuellen Ereignissen erhalten - gerade, wenn es um Berichte aus Krisengebieten  geht. Ich habe mich deshalb entschlossen, dem Heligonischen Boten eine Kopie dieser ersten Botschaft vom Zug in die Ödlande zu übersenden. Sollte dieser Bericht auf Interesse stoßen, werde ich auch die Folgebotschaften veröffentlichen lassen.
Koldewaiht von Hautzensteyn
Werter Herr Koldewaiht!
Als erstes möchte ich Euch noch einmal von Herzen dafür danken, dass Ihr mir ermöglicht habt, mich der ersten luchnischen Vorhut gegen die Ödländer anzuschließen. Ihr ahnt nicht, wieviel mir das bedeutet. Beweist es mir doch, dass wenigstens Ihr das Vertrauen in mich nicht verloren habt.
Mehr noch muss ich Euch oder den Göttern danken für den Kämpen, der unseren Trupp von 20 Mann anführt. Flannagan Orskilbreth Mad´Uaine ist ein strenger aber gerechter Mann, der sich keinen Deut darum schert, dass ich kein Luchner bin. Wohingegen die Anderen eher Abstand von mir halten, einige nennen mich verächtlich Euren Protegé oder belächeln mich als Tiefländer. Einzig ein gewisser Madog Mad`Ruadh hat sich etwas mit mir angefreundet. Soweit ich ihn verstanden habe, ist er ein entfernter Verwandter meines Freundes Llevin Mad´Ruadh.
Doch was erzähle ich Euch von meinen privaten Problemen. Ihr wollt sicher wissen, was es Neues zu berichten gibt. Nun, ich denke, von den Vorbereitungen für den Feldzug brauche ich Euch nichts zu erzählen. Derlei Dinge sollten Euch geläufig sein. Doch lasst Euch gesagt sein: Die erste Vorhut kann sich sehen lassen. Ich zähle Rebenhainer, Drachentrutzer, Tatzelfelser und Ritter des Weißen Wassers. Mir deucht, ich habe meinen Freund Lazarre unter ihnen gesehen. Doch da ich mich scheute, ihn anzusprechen, verlor ich ihn wieder aus den Augen. Später dann, als wir den Jolborn hinaufsegelten, fand ich die Weißwasser-Ritter auf einem anderen Schiff wieder, ebenso wie die Tatzelfelser Fußtruppen, so dass es mir nicht mehr möglich war, mich Lazarres zu versichern.
Die Wochen der Vorbereitung zogen sich dahin. Mit der Zeit machte sich eine kaum merkliche Unruhe unter den Kriegern breit, bis es endlich soweit war, dass die Schiffe ablegten. Aber auch zu Wasser ließ die Ungeduld nicht nach, sie schien vielmehr noch zuzunehmen, denn auch dort schienen wir doch alle zur Untätigkeit verdammt, während wir doch wussten, dass unsere Anwesenheit in der Leomark dringend erforderlich war. So wurde der kurze Aufenthalt in der Baronie Jolberg auch eher ungnädig von den Männern aufgenommen. Als es endlich weiterging, konnte man den Gesichtern deutlich die Erleichterung anmerken. Doch schon bald sollten wir jäh gestoppt werden.
Es war am Mittag des 2 Tag des 3. Helios, als mich eine unerklärliche Unruhe erfasste. Alles in mir schien vor Anspannung zu kribbeln. Zuerst dachte ich, mein magisches Talent wolle sich wieder Bahn brechen. Ihr wisst ja, dass mir Cawadoc bei unserem Kampf aus Versehen das Amulett abriss, das meine unausgebildeten magischen Talente bändigen soll. Natürlich trage ich es seit dem Vorfall wieder - dank Llevin, der so klug war, es bei unserer Flucht mitzunehmen. Doch ich war mir seitdem unsicher, ob es noch seine Wirkung besitzt oder ob es nun nicht allein mein Wille ist, der die Magie in mir bändigt.
Die Unruhe und die Angst ergriff jedenfalls so stark von mir Besitz, dass ich mir endlich ein Herz fasste und mit Flannagan darüber sprach. Er hörte sich meine Worte mit stoischer Miene an. Fast schien es mir, dass er mich zuerst mit einem barschen Wort zum Schweigen bringen wollte, doch er blieb still und strich sich nachdenklich mit der Hand übers Kinn. Schließlich schickte er mich in den Bug des Schiffes, um dort Aussschau zu halten - allein die Götter konnten wissen wonach.
Dort stand ich dann mit dem Gesicht im Wind, die Gischt zu meinen Füßen, und die Anspannung in mir schien mit jedem Herzschlag zu wachsen, bis ich dachte, ich müsse darüber bersten. Dann sah ich sie.
Zuerst wusste ich das, was ich erblickt hatte, nicht einzuordnen. Dann hörte ich den Ausguck einen entsetzten Schrei ausstoßen und Augenblicke später wurde das Schiff von hektischem Treiben erfüllt. Befehle wurden gebrüllt, Taue gelöst und befestigt. Doch ob nun die Segel gerefft oder gesetzt wurden, ob die Ladung gesichert und die Krieger unter Deck verbannt wurden, nahm ich nicht wahr. Ich sah nur diese riesige Welle, die wie ein blutdurstiges Ungeheuer den Jolborn herab auf unsere Schiffe zustürzte.
Es war schon gegen Abend, doch die schmutziggraue Dunkelheit, die hinter der Welle den Himmel verdunkelte, stammte nicht von der hereinbrechenden Nacht. Sie war Teil von etwas anderem, das ich nun immer deutlicher fühlen konnte. Von etwas Mächtigem, das die Welle voranstieß, sich immer höher auftürmen ließ, höher als die Masten unserer Schiffe - in einem gischtendem Weiß, das sich aus flüssig gewordener Finsternis heraus aufbäumte. Dann hörte ich sie.
Es war ein fernes Brüllen und Tosen, das aus unzähligen Mündern zu kommen schien, wie das anschwellende Flüstern einer riesigen Menschenmasse. Lauter werdend mit jedem Herzschlag und jedem Schritt, die die vernichtende Woge heranrollte. Bis das Lärmen der Welle mein ganzes Bewusstsein ausfüllte und die schwarzen Wasser wie eine Mauer vor uns aufragten.
Ganz nah konnte ich jetzt die perlende Gischt sehen, die sich wie von einem inneren Leuchten erfüllt von dem dunklen Wasser abhob. Fast glaubte ich, die Worte zu verstehen, die dem ohrenbetäubenden Brüllen zugrundelagen. Und einen Herzschlag lang glaubte ich eine Hand zu sehen, riesengroß und blutverschmiert, die sich durch die Woge nach uns ausstreckte, um uns und unsere Schiffe zu zerschmettern. Dann ergriff die Welle unser Schiff.
Als die Wassermassen sich brüllend anschickten, auf uns herniederzustürzen, begriff ich endlich, in welcher Gefahr ich schwebte, dort vorne allein im Bug. Blind griff ich nach einem Tau, das an der Reling befestigt war und schlang es mir um den rechten Unterarm. Keinen Moment zu früh, denn schon brach die Welle krachend über uns zusammen.
Von einem Herzschlag auf den nächsten bestand meine Welt nur noch aus kaltem, dunklem Wasser. Der Boden wurde mir unter den Füßen weggefegt. Nur das Tau verband mich noch mit dem Schiff. Das Geräusch von berstendem Holz und tosendem Wasser hüllte mich ein. Ich japste nach Atem, fühlte wie das Schiff wie von einer Titanenfaust getroffen zuerst ins Wasser getaucht wurde, um dann wieder emporzuschießen. Senkrecht fast, als wolle es eine Felswand erklimmen. Gleichzeitig schüttelte das Schiff das Wasser ab, so dass ich hustend und spuckend nach Luft ringen konnte. Nur um im nächsten Augenblick wieder hinabgetaucht zu werden in die kalten Fluten.
Wie lange es dauerte, bis unser Schiff die Welle endlich hinter sich gelassen hatte, kann ich nicht sagen. Es können nur Augenblicke gewesen sein, doch mir erschien es wie eine Ewigkeit. Ich schäme mich nicht zu sagen, dass meine Knie zitterten wie die einer alten Frau, als die Woge uns endlich aus ihrem Griff entließ. Mir fröstelte, der zuvor laue Abend war einer grauen Kälte gewichen, die die Welle anscheinend begleitet hatte. Mein rechter Arm machte sich mit heftigen Schmerzen bemerkbar, und als ich das Tau abwickelte, sah ich, dass es blutige Striemen auf meiner Haut hinterlassen hatte, die blauviolett unterlegt waren, so gewaltig war die Wucht der Elemente gewesen.
Langsam zu mir kommend, sah ich mich um. Der Anblick war trostlos. Unser einst so stolzes Schiff glich einem Trümmerhaufen. Von einem Mast war nur noch ein Stumpf übrig, am anderen fehlten fast alle Segel. Große Teile der Reling waren herausgebrochen, die anderen Schäden konnte ich gar nicht ermessen. Es kam mir wie ein Wunder vor, dass wir nicht zerschmettert worden waren wie ein Spielzeug unter dem Fuß eines Riesen. Doch unser Kapitän schien alles im Griff zu haben. Matrosen eilten über Deck und kümmerten sich schon um die größten Schäden.
Leicht benommen tappte ich in Richtung des Niedergangs zu den Unterkünften, wo wir untergebracht waren. Als Flannagan mich bemerkte, sah er mich an wie ein Gespenst. Mit zornigem Gesicht packte er mich am Arm. Als er jedoch merkte, wie meine Beine unter mir nachzugeben drohten, drückte er mich grob auf eine Bank und verlangte von mir einen Bericht.
Inzwischen war mir klar, weshalb ich so erschöpft war und was die mächtige Welle erzeugt hatte. Mächtige Magie war hier gewirkt worden, um unseren Feldzug aufzuhalten und unsere Vorhut zu zerschmettern. Magie, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Ihre Nachwehen bedeckten noch immer den Weg, den sie genommen hatte, und machten mich müde und benommen.
Als Flannagan meinen Verdacht hörte, nickte er bestätigend. "Ich dachte mir etwas ähnliches", brummte er. Dann fragte er mich, ob ich magiebegabt sei und nach kurzem Zögern bejahte ich. Er fluchte etwas, was ich nicht verstand und schickte mich an Deck, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Von den anderen Schiffen war weit und breit nichts zu sehen.
Der Kapitän ließ am Ostufer des Flusses den Anker werfen, so dass wir dort ungestört die Nacht verbringen konnten. Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, war wohl jeder an Bord dankbar, diesen neuen Tag erleben zu dürfen. Eine Zählung der Mannschaft bestätigte, was ich schon befürchtet hatte: Wir hatten nicht wenige Verluste zu beklagen, insbesondere unter den Seeleuten. Mit gedrückter Miene machten wir uns an die Ausbesserungsarbeiten, bis wir endlich am übernächsten Tag, mit einem Mindestmaß an Segeln bestückt, wieder Fahrt aufnehmen konnten. Unser Kapitän hatte beschlossen zurück in den Jolberger Hafen zu segeln. Mit den Schäden am Schiff und der reduzierten Mannschaft war an eine Weiterfahrt nicht zu denken.
Unterwegs stießen wir dann auch nach und nach auf die anderen Schiffe. Keines von ihnen befand sich in einem besseren Zustand als das unsere, eines war gar so leckgeschlagen, dass wir es zurücklassen mussten und seine Besatzung auf die anderen Schiffe aufgeteilt wurde. Tage später erreichten wir endlich den Jolberger Hafen. Wie Landstreicher liefen wir in dem Hafen ein, den wir vor so kurzer Zeit mit stolzgeschwellter Brust und vollen Segeln verlassen hatten.
Kaum angekommen, zitierte Flannagan mich zu sich und machte sich mit mir auf den Weg zu Krator von Rebenhain, dem Anführer unseres Feldzuges. Mir war klar, dass es unumgänglich war, dass ich diesem von meinen Beobachtungen und Vermutungen hinsichtlich der Welle berichtete. Dennoch war mir ganz elend bei dem Gedanken, dass ich Baron Krator gegenübertreten sollte, unter dessen Augen ich in diesem Frühjahr zum Ritter geschlagen worden war. Fast hoffte ich, man würde uns nicht vorlassen, doch der Baron von Rebenhain schien uns schon erwartet zu haben.
Als ich den Raum mit den Karten und den anderen Befehlshabern betrat, wurde mir klar, dass Flannagan natürlich ebenfalls zum Befehlsstab gehörte und hier ein und ausging. Da trat auch schon der Baron von Rebenhain auf mich zu. Ich bemerkte das Aufblitzen des Erkennens in seinen Augen, doch er redete mit mir, als hätten wir uns noch nie gesehen. In knappen Worten berichtete ich ihm, was ich wusste. Er hörte sich alles geduldig an, dann schien er ein wenig zu grübeln, bis er mich endlich fragte, was auch Flannagan mich schon gefragt hatte - inwieweit ich magiebegabt sei. Ich antwortete ihm wahrheitsgemäß, dass der Prior mein Talent als recht hoch eingestuft hatte, dass ich jedoch noch keine vollständige Ausbildung erfahren habe. Er nickte dazu, dann war ich entlassen.
Nun sitzen wir also hier und harren der Entscheidungen der hohen Herren. Wie ich hörte, spricht man darüber, einen zweiten Versuch auf dem Landweg zu starten. Die Vorbereitungen, die allerorten getroffen werden, scheinen dies zu bestätigen. Mir soll es recht sein. Hauptsache, es geht endlich voran. Denn wenn auch mein Schwertarm momentan noch etwas lädiert ist, brenne ich doch darauf, endlich in den Kampf zu ziehen. 
Seid gewiss, dass ich mich wieder bei Euch melde, sobald es Neuigkeiten zu vermelden gibt. Richtet bitte meinem Freund Llevin meine besten Grüße aus, so Ihr ihn seht und sagt ihm, er solle sich nicht mehr allzu viel Zeit lassen, um sich dem Ödlandfeldzug anzuschließen. Sonst kommt er gar zu spät, weil die Vorhut den Kampf schon entschieden hat. Denn wenn er nach Ruhm und Ehre sucht, dann kann er hier bestimmt viel davon erringen.

Ich schließe mit den besten Wünschen an Euch und in treuer Freundschaft,

Euer Arandis von Schwarzensteyn

Anschlag auf die Herzoglich-Ostarische Marine

In Brüggen, dem Flottenstützpunkt der Ostarischen Marine in Drackensteig, wurde auf die dort stationierten beiden Schiffe der Herzog-Uriel-Klasse  (4. Geschwaders der Brazachflotte) ein Brandanschlag verübt. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen müssen die Täter so vorgegangen sein: Gegen Ende der dritten Nachtwache wurden die beiden Ruderblätter vom Wasser aus mit Holzkeilen blockiert. Die Täter verschafften sich  Zugang zu den Schiffen und töteten vermutlich die Ankerwachen, deren Leichen aber noch nicht gefunden wurden. Dann legten sie auf der „Sirium Silverhorn“ Feuer. Als der Brand bemerkt wurde, war es für das Schiff bereits zu spät. Alle Löschversuche schlugen fehl, die Flammen begannen bereits auf die „Benedict Canesius“ überzugreifen. Der Hafenkommandant, Kapitän Harbert von Rotzingen–Kasau, rang sich dazu durch, das Schiff aufzugeben und es zur Vermeidung weiteren Schadens mit Booten in die Mitte des Hafens zu ziehen. Wegen der blockierten Ruderanlage geriet die „Sirium Silverhorn“ jedoch außer Kontrolle und trieb auf eine Sandbank, wo das Feuer bis zum Morgengrauen sein Vernichtungswerk fortsetzte. Der Brand auf der „Benedikt Canesius“ konnte schließlich mit Hilfe der Zivilbevölkerung gelöscht werden, die entstandenen Schäden machen jedoch eine umfassende Reparatur notwendig. Am gegenüberliegenden Brazachufer wurde am nächsten Tag ein gut versteckter Fischerkahn entdeckt, in dem man den leeren Dukatenbeutel eines der vermißten Matrosen fand. Kommandant Rotzingen-Kasau unterrichtete sofort Generalzeugmeister Jareck von Jolberg über diese besorgniserregenden Vorgänge, die Ermittlungen gehen derzeit in alle Richtungen.
 

Das Herzogtum wappnet sich gegen den unbekannten Aggressor

Der Brandanschlag von Brüggen, welcher, solange Unklarheit über den Urheber herrscht, wohl als mögliche Kriegserklärung an das Herzogtum Ostarien gedeutet werden muß, veranlaßte die Ostarische  Admiralität dazu, die gesamte Brazachflotte vorerst in Alarmzustand zu versetzen. Außerdem wurde von Ankur her, wo bereits mit dem Bau eines neuen Schiffes begonnen wird, sofortiger Entsatz nach Brüggen gesandt. Weiterhin wurden sogleich schärfere, neuartige Sicherheitsvorkehrungen für alle Ostarischen Marinestützpunkte erlassen, über deren exakte Natur jedoch nichts verlautbart wurde. Sofort nach Erhalt der Unglücksbotschaft, entsandte der Erste Seeherr mehrere erfahrene Inspektoren des Marinekurierdienstes nach Brüggen, um in dieser Sache für Klarheit zu sorgen. Gerüchten zufolge erhielt Stützpunktkommandant Rotzingen-Kasau bereits eine Vorladung nach Ankur, wo er sich vor der Admiralität persönlich verantworten müssen wird.

Fürstlicher Thaler Hofchronist

Neueste Meldung:
Kurz vor Redaktionsschluß erreichte den Boten folgende erschütternde Meldung:

Prinzessin Celia entführt!

Unglaubliches ereignete sich in Hochanthen: Mitten aus ihrer Leibgarde heraus wurde Prinzessin Celia von Thal auf offenem Marktplatze entführt! Die Prinzessin befand sich mit zehn Mann Bedeckung auf dem Wege zur Baustelle der neuen Universität, als auf dem belebten Marktplatz einige Gaukler und die sie umgebende Menschenmenge die Straße versperrten. Während sich die Wache bemühte, den Weg frei zu bekommen, musterte Prinzessin Celia inzwischen die Stände und begleitete schließlich interessiert eine Händlerin zu deren Seidenstoffen. Mehrere Männer der Leibwache folgten ihr, als plötzlich die Pferde scheuten, da die Gaukler mit brennenden Fackeln zu jonglieren begannen. In dem ausbrechenden Tumult verlor man in der Menge die Prinzessin kurz aus den Augen. Wenige Momente später war die Lage wieder unter Kontrolle, doch Celia von Thal blieb trotz angestrengten Suchens unauffindbar. In beispielloser Schnelligkeit ließ Hauptmann Weizenkeim die Stadttore schließen und jeden, der Hochanthen verlassen wollte, streng kontrollieren. Gleichzeitig wurden mehrere Verdächtige verhaftet und verhört. Gesucht wird noch die Händlerin, die ein dunkelgrünes Bürgergewand und ein weißes Haargebinde trug. Die drei Gaukler haben inzwischen gestanden, von einer unbekannten Person für eine Aufführung zu dieser Zeit und an diesem Ort Geld erhalten zu haben. Hauptmann Weizenkeim, der zuerst noch auf eine eigenwillige Eskapade der Prinzessin hoffte, schließt inzwischen nicht mehr aus, daß es sich um eine sorgfältig geplante Entführung handelt, es sei jedoch noch keine Lösegeldforderung eingetroffen. Man werde alles daransetzen, Celia von Thal so schnell wie möglich zu finden und sie unversehrt zurückzubringen.
 

Feierliche Vertragsunterzeichnung!

Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Thal und Darian!

Lange Zeit schon sind die Beziehungen zwischen der Grafschaft Darian und dem Fürstentum Thal nicht die Besten. Die Irritationen um die erstaunlich gut gefälschten Funde des Bernsteinzimmers ließen das Klima zwischen den Ländern auf einen Nullpunkt fallen. Auf beiden Seiten wurde mit dem Säbel gerasselt und in Thal war man auf alles vorbereitet und führte sogar Manöver durch. Mit anderen Worten, man war nur knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt. 
Doch nun reichen sich die beiden Länder die Hand. Auf das Betreiben von Thal hin fanden Verhandlungen von Unterhändlern statt, die mit der Unterzeichnung des Vertrages durch Fürst Bartha von Thal und Graf Dedekien von Darian einen glücklichen Abschluß finden. Zum ersten mal seit Schließung der Thaler Botschaft während des Bürgerkrieges von Walmera, also vor über hundert Jahren, eröffnet das Fürstentum wieder eine Botschaft in Darian. Durch die ständige Vertretung in Darian möchte man die Fehler der Vergangenheit in Zukunft vermeiden. Die guten Absichten der Grafschaft unterstrich seine Hochwohlgeboren Graf Dedekien durch die großzügige Überlassung eines Küstengrundstückes in der von Thal gewünschten Größe "auf Ewig". Einen entsprechenden Heliosbrief, der die Grundlage der neuen Botschaft im Norden des Landes sein wird, überreichte der Graf feierlich seiner Durchlaucht.
Am Abend wurden die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit einem Bankett und einem Thaler Maskenball gefeiert. 
Ritinus Federschwinger,
Schreyber des hochanthener Hofes

Unterirdische Höhle gefunden / weiterer Vorstoß bisher unmöglich

Sethnara, den 16. Tag des 3. Helios
Nach dem Erdbeben, das vor wenigen Monaten die Provinz Hochwalden erschütterte, hatte man einen kleinen Krater an der Westseite der Camspitze entdeckt. Aufgrund dieses Fundes vermuteten die Gelehrten ein unterirdisches Höhlensystem im Inneren des Berges. Viele Tagen und Wochen wurde gegraben, um einen Zugang zu diesen Gängen und Tunneln zu erschaffen.
   Heute konnte endlich der lang ersehnte Durchbruch erzielt werden. Doch was man fand, stieß auf geteilte Gefühle. Zum einen freute man sich unbändig, hatte man doch endlich einen Zugang zu der unterirdischen Höhle geschaffen. Leider muss aber von einer weiteren Untersuchung zunächst abgesehen werden, da aus dem Inneren der Höhle Gase austreten. Bisher konnte die Art des Gases noch nicht bestimmt werden; es kann noch nicht einmal mit Bestimmtheit gesagt werden, ob das Gas giftig ist oder nicht.
   Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, ist es bis auf weiteres Verboten, die Höhle zu betreten, da von einer Gefahr von Leib und Leben ausgegangen werden muss.
 

Anschlag auf den Baron der Niederlormark

Gar dunkle Subjekte trachten unserem geliebten und heldenhaften Baron nach dem Leben! Vor wenigen Tagen ritten Seine Hochwohlgeboren Friedrich von Ilmenau in Begleitung seiner holden Schwester Irmgard und seines Beraters Gero Voigtländer zum Markte nach Diwergast. Die Menschen drängten sich auf dem Marktplatze, um einen Blick auf den Baron zu erhaschen, als plötzlich ein Verkaufsstand umgerissen wurde. In der entstandenen Verwirrung stürzte sich ein schwarz gekleideter Mann auf den Berater des Barons und riss ihn vom Pferde. Schon war jedoch die Leibwache seiner Hochwohlgeboren heran und überwältigte den Attentäter nach heftiger Gegenwehr. Im selben Augenblicke erklang laut die erschrockene Stimme unseres geliebten Herrn: Ein Armbrustbolzen hatte die linke Schulter Seiner Hochwohlgeboren gestreift und steckte nun in der Straße! Baron Friedrich von Ilmenau griff sich entsetzt an die blutende Wunde, wurde totenbleich und sank in sich zusammen. In dem großen Geschrei, das nun entstand, war es für die Wachen nahezu unmöglich, zum betreffenden Hause vorzudringen, aus dessen Fenster geschossen worden war. Dennoch gelang es der tapferen Leibwache, auch des feigen Schützen habhaft zu werden. Beide Männer wurden zusammen mit dem verwundeten Baron in das Stadtschloss gebracht. Ein strenges Verhör erbrachte, dass die Attentäter einem Aufruf im letzten Heliosboten gefolgt waren. Es sei ihnen dort eine Belohnung von insgesamt 1500 Dukaten versprochen worden. Baron Friedrich von Ilmenau, der sich inzwischen wieder auf dem Wege der Besserung befindet, äußerte sich zuerst bestürzt, aber als Voigtländer lauthals rief: "Wenn das alles ist, was sie zu bieten hat, dann müssen wir uns wirklich keine Sorgen machen!", gewann er etwas Farbe zurück. Von den Anwesenden verstand keiner diese rätselhafte Bemerkung. Handelte es sich etwa um Neider, die unserem geliebten Herrn seinen Entdeckerruhm missgönnten? Die beiden Attentäter wurden jedenfalls am nächsten Morgen gehängt und somit ihrer gerechten Strafe zugeführt.
 

Die Fürstliche Thaler Garde 

zusammen mit dem Herzöglich Ostarischen Heer im Manöver 

Hochwalden, den 15. Tag der 1.Xurl
Wie jedes Jahr stand auch dieses Mal am Beginn der Xurl-Monde das große Manöver der Fürstlichen Garde von Thal auf dem Dienstplan. Zum ersten Mal überschritt man hierbei die Grenze des Fürstentums, um zusammen mit dem Herzöglich Ostarischen Heer zu üben. Man hatte sich insgesamt zwei Wochen Zeit genommen, um gemeinsam seine Schlagfertigkeit unter Beweis zu stellen. Die Übung wurde hierzu in zwei Hauptabschnitte aufgeteilt. Zum einen die Verteidigung des Fürstentums und der Herzogtums auf dem Landweg, zum anderen die des "Herzog-Uriel-II-Atoll" auf See. Die Zusammenarbeit der beiden Streitkräfte führte in beiden Übungsabschnitten zu hervorragenden Ergebnissen. Hierzu der Kommentar von Major Kammerbauer, Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit :
"Die gemeinsame Übung der Fürstlichen Thaler Garde und des Herzöglich Ostarischen Heeres stellt für uns einen Meilenstein in der gebietsübergreifenden Zusammenarbeit dar. Neben der praktischen Durchführung wurden gemeinsam von dem Thaler Generalstab und der Ostarischen Heeresführung zahlreiche Taktiken auf dem Papier durchgespielt. Die Atmosphäre zwischen den beiden Streitkräften hat ein freundschaftlichen Niveau erreicht, so dass ein solches Manöver sicher kein Einzelfall bleiben wird."
Für den Thaler Generalstab
Hartmut Hohlbein
Schreiber der Garde von Thal

Gefällt es Dir zuhaus nicht mehr, dann geh zum Herzöglichen Heer
Herzöglich-Ostarische Rekruten-Registratur-Behörde, Schustergasse 227 b, Ankur

Gemeiner Diebstahl im Sommerschlösschen

Eine böse Überraschung erlebte der Niederlormarker Hof, als er zu den letzten schönen Tagen des vergehenden Sommers zum geliebten Sommerschloss reiste. Der Tross mit dem wertvollen Hausrat, den Wandteppichen und der Jagdwaffensammlung war bereits einige Tage vorher eingetroffen, da bei der Ankunft des Hofstaates schon jede Bequemlichkeit zur Verfügung stehen sollte. Nun rannte ein völlig aufgelöster Diener auf Seine Hochwohlgeboren zu, fasste an seinen Steigbügel und berichtete mit brüchiger Stimme, dass das Schloss in der vergangenen Nacht ausgeraubt worden sei. So wären um Mitternacht zwölf bewaffnete Männer und eine schwarz gekleidete Frau eingedrungen und hätten begonnen, die Gemächer auszuräumen. Da sie fast lautlos arbeiteten, wären sie erst nach längerer Zeit von einem Diener entdeckt worden. Es habe sich ja noch keine nennenswerte Zahl von Wachen hier befunden, und so konnte man ihnen wenig Widerstand entgegensetzen. Schließlich seien die Räuber mit mehreren schwer beladenen Wagen verschwunden. Zornesrot verprügelte Seine Hochwohlgeboren Baron Friedrich von Ilmenau den Diener mit der Reitgerte und schickte eine starke Abteilung seiner Leibwache den Dieben hinterher. Die Wagenspuren verloren sich aber an den Ufern des Brazach. Seine Hochwohlgeboren bedauern unter anderem den Verlust kostbarer Wandteppiche, antiker Möbel und mehrerer wertvoller Hirschfänger. Die Edle Irmgard von Ilmenau dagegen war einer Ohnmacht nahe, als sich herausstellte, dass sich neben einer mit ihren Perlenketten gefüllten Spieldose auch das berühmte Silbergeschirr ihrer Großmutter unter den geraubten Gegenständen befand. Herold Gero Voigtländer ließ inzwischen weitere Nachforschungen anstellen und rechnet mit Hinweisen aus der Bevölkerung.
 

Die Xurlmonde in Thal

Poëna kündigt ihn schon mit ihren überreichen Geschenken an. Die warmen Monde sind vorüber und Helios übergibt des Zepter der Jahreszeiten an Xurl. Überall im Fürstentum sieht man nun schon die abgeernteten Stoppelfelder und die Bauern wenden sich nun ihren Obstgärten zu, um Äpfel und Birnen zu ernten. Zwar sind sie reichlich, doch hat der Hagel vor wenigen Wochen bei einem der Ungewitter viele von Ihnen beschädigt und so wird ein gut Teil der Apfelernte für Saft und Most hergenommen. 
Die Götter waren gnädig und segneten die harte Arbeit der heliosgefälligen Thaler. Wenn die Ernte dann bald eingefahren sein wird, nur noch der späte Futterthine für das Fleckvieh und der Winterweizen sind auf den Feldern, werden zum 14. des zweiten Xurl wieder überall die herrlichen Poëna- und Erntedank-Altäre blühen. Dann werden farbenfrohe Bilder aus den Früchten des Feldes, die wie Mosaike gelegt werden vor den Tempeln der Poëna zum Dank ausgebreitet. Schon jetzt bereiten sich die Priester und Priesterinnen auf die Prozessionen vor. Diese führt an den abgeernteten Feldern vorbei. Die Felder werden gesegnet um ihnen eine erholsame Winterruhe nach einem ertragreichen Jahr zu ermöglichen. Dies steht im Gegensatz zur Frühjahrsprozession, bei der die Felder aus diesem Winterschlaf dann wieder erweckt werden. 
Vor dem Poënatempel in der Mitte des Dorfes ist dann der Altar mit den Früchten geschmückt. Diese werden gesegnet und den Vieren geopfert. Sind alle Zeremonien beendet wird das Herbstfeuer entzündet und das Erntedankfest wird von allen festlich und feierlich begangen. Da an diesem Tage niemand hungern soll, werden alle eingeladen und nehmen an den großen Banketten Teil. Es wird gegessen und getanzt bis in den frühen Morgen.
Ritinus Federschwinger
 

Einladung zum Holzfällerwettbewerb

Sethnara, den 10. Tag des 1. Xurl
Ab dem 23. Tag des 2. Xurl findet in Hochwalden ein Holzfällerwettbewerb statt, zu welchem ich hiermit herzlich einlade. Die teilnehmenden Mannschaften sollten aus mindestens fünf Personen bestehen und Erfahrungen in der Holzbearbeitung besitzen. Die verschiedenen Wettbewerbe setzen sich aus verschiedenen Themengebieten zusammen, wie z.B. Holzfällen, Flößen, Holzbearbeitung, um nur einige zu nennen. Ich würde mich freuen, viele Mannschaften ich Sethnara begrüßen zu dürfen.
Ansgar von Berath
Freiherr von Hochwalden 


Betiser Tribüne

Die unverzichtbare Liste des guten Geschmacks

Was sich schickt
-Sturm Betis
-Ramon Maria Canonero
-Herzog Angilbert I. und Regentin Walluma
-Schwanensee Schwimmbad
-ein ganz besonderes Jubiläum
Und was nicht
-Utzganspielverderder
-seitenlange Gedichte mit minimalem Inhalt
-ausnehmend ortsfremde Piraten
-Anderswelten
-verlustig gehen

Stadtgeschehen

Georg am Armi zeigte sich erfreut über den Turniersieg von Sturm Betis. Auf die Frage ob das erfolgreiche Abschneiden auch der von ihm entworfenen Spielbekleidung zu verdanken sei antwortete er: "Nun ja,  sie sahen schon grandios aus!"
Nach einer ausgiebigen Rundreise durch ceridische Baronien und Klöster im ganzen Land erfreute das Wunderkind Bonifazio nun auch wieder die Betiser Bürger. Die Experten sind sich einig: Seit der Offenbarung in Gregorsruh ist seine Stimme noch klarer und göttlicher als je zuvor.
Gänzlichst uneigennützig nimmt Abt Ceridian Aegidio von St.Aluin seit dem ceridischen Kirchenkonvent Massen von Betiser Bürgern in der Stadt die Beichte ab. Wie lange er diese barmherzige Tätigkeit noch auszuführen gedenkt ist ungewiss.
 

Bürger des Monats

Abermals wird in diesem Monat Ritter Ramon Maria Canonero, Ehrenkapitän der Ostarischen Marine, zum Bürger des Monats ernannt. Er erwies sich bei den Offenen Ostarischen Utzganmeisterschaften als wahrer Held des Utzgansportes und ist nach diesem grandiosen Turnier wohl auch der zukünftige Utzganspieler des Jahres. Er führte seine Mannschaft "Sturm Betis" zum Titel und wurde von Herzog Angilbert I. von Ostarien nach dem Turnier zum Ritter Ostariens geschlagen und erhielt außerdem den Rang eines Ehrenkapitäns der Ostarischen Marine.
 

Gunst und Kunst - Was die Heligonier am liebsten hören

  1(2) Ostarische Utzgannationalmannschaft - "Utzgan ist unser Leben"
  2(1) Die Buß-Brüder - "Beichten, Beichten, Beichten"
  3(-) Gesangsverein der Duellsportgruppe Ligonii-Süd - "Handschuée"
  4(3) Findabair Spinnentöter (begleitet vom Emeranseeflottenchor) - "Pfefferinselreggae"
  5(5) Barde Grützi - "Nial aus Angaheym"
  6(4) Die Wüstenlerchen - "Bärte"
  7(9) Salah ben Anwar nur ed'Din - "Burai Breath"
  8(-) Belgabor - "Das heligonische Rätsel" 
  9(-) Freunde des Utzgan - "Schade, Büttel, alles ist vorbei!"
10(7) Wunderkind Bonifazio - "Oh, Du mein Einer"
 

Der Handelsprophet

Tageskurse
Aurazith 1 heligonische Unze  1 Dukaten und 5 Kreuzer
Heilung leichter Wunden        2 Groschen und 3 Kreuzer
Met 1 Flasche                       6 Kreuzer
Parfum 0,1l                           3 Dukaten und 6 Groschen
Seidenstoff 1m2                    4 Dukaten und 8 Groschen
 

Aufgrund der Offenen Ostarischen Utzganmeisterschaften, welche viele Nachahmer vor allem im Amateurbereich zum Utzgan spielen motivierte, stiegen in den vergangenen Wochen die Preise für Dienstleistungen im Gesundheitsbereich merklich. Auch die Metverbrauchsmengen stiegen aufgrund der vermehrten sportlichen Betätigung (Gründe: Feiern, Frust vergessen,...) an, was den Händlern eine zeitweilige Verteuerung des Produktes erlaubte.
 

Neues Lokal glanzvoll eröffnet

Eine Überraschung erlebten die Betiser Bürger, als am Nachmittag des 1. Monatstages das Eingangsschild über der Tür des neuen Lokales beim Theater (wir berichteten) angebracht wurde: In großen rotgoldenen Lettern war darauf „Phönix“ zu lesen. Sollte es sich dabei um ein Gegenstück des bekannten Hauses in LasSogaz handeln? Die Tage zuvor waren unter den aufmerksamen Augen der Anwohner rotgepolsterte Sessel, Kerzenleuchter, darianische Teppiche, sorgfältig verpackte Kisten und Truhen und zahllose erlesene Möbelstücke im Inneren verschwunden. Eine Passantin meinte verärgert: „So ein teurer Schuppen wird das wieder, das kann sich unsereins sowieso nicht leisten, da essen zu gehen!“ „Ein ordinäres Bordell ist das, mehr nicht!“ schimpfte eine Frau aus dem ersten Stock. „Alles nur schöne Fassade!“ 
Am Abend dann die glanzvolle Eröffnung: Alles, was in Betis Rang und Namen hatte, war offenbar eingeladen worden. So traf man Ratsherren mit ihren Gattinnen ebenso an wie Persönlichkeiten der Halbwelt. Einzig und allein Mamma Nelli fehlte. Sie blieb wohl aus Protest gegen das Konkurrenzunternehmen fern, obwohl Geschäftsführerin Tessa Falkenhagen, geschmackvoll in Seide gekleidet, versicherte, daß man sie selbstverständlich eingeladen habe. Sie erklärte sich zudem überraschenderweise zu einer Führung durch das Haus bereit und zeigte uns die geschmackvoll eingerichteten Spielzimmer und Separees. In den oberen Gängen befinden sich die Geschäftsräume und einige repräsentative Salons. Die Zimmer jedoch, die eine Übernachtungsmöglichkeit boten, waren so verschwindend gering, daß bei uns nicht der Eindruck entstand, hier würden Sanaistöchter ihrem Geschäft nachgehen. Unserer Frage nach dem Besitzer wich sie wiederum aus, es handle sich um eine einflußreiche Persönlichkeit Heligonias, deren Ruf keinen Schaden nehmen solle, und man möge doch darauf Rücksicht nehmen (in Betis sprechen die Gerüchte bereits von Graf Dedekien, dem Baron von Carajon oder gar  Fürst Waldemar, der auf der Suche nach einer sinnvollen Altersbeschäftigung sei...) Währenddessen feierte die Gesellschaft im großen Saal, der von zahllosen Kerzen erhellt war, die glanzvolle Eröffnung mit erlesenen Weinen, exzellentem Essen, Musik und Tanz. Als Höhepunkt des Abends hatte Tessa Falkenhagen sogar Wunderkind Bonifazio für einen kurzen Auftritt gewinnen können, was mit begeistertem Applaus honoriert wurde. Eine gelungene Gala zum Einstand und reiches Publikum, einzig das Geheimnis um den Besitzer wird wohl noch länger ungelöst bleiben.
 

Betis ist Ostarischer Meister!!!

Ein grandioser Augenblick war es, als Regentin Walluma die Siegerehrung vornahm und Ramon Maria Canonero, dem Kapitän von Sturm Betis, die aurazithene Utzganscheibe überreichte. Auch der Doge war persönlich vor Ort um der Mannschaft seine Freude über den Turniersieg auszudrücken. Und der Moment, in dem Canonero mit beiden Händen die Siegerauszeichnung in den Himmel erhob und deutlich machte daß er niemals an dem Turniersieg seiner Mannschaft gezweifelt hatte, wird wohl in die Geschichte des Utzgansports eingehen. Mit dieser Geste erinnerte er an das Wunder vom 14.Tag des 2.Helios, als beim Schreiben von Autogrammen eine güldene Utzganscheibe über Canoneros Kopf auftauchte, einige Momente dort verweilte und dann wieder verschwand. Nach der Siegerehrung begann eine rauschende Feier in einem Ankurer Gasthaus. Jeder der sich auch nur im geringsten mit der Mannschaft freute, war herzlich zum mitfeiern eingeladen und so sammelte sich im Laufe des Abends und der Nacht eine große Anzahl Menschen, unter ihnen auch einige extra zum Turnier angereiste Betiser, um diese Siegesfeier unvergeßlich zu machen. Auch die Spieler der Herzöglich Ostarischen Marine waren bei den Feierlichkeiten anwesend,  verbindet die beiden Mannschaften doch eine sehr enge Freundschaft, insbesondere unter ihren Anhängern. Ebenfalls mit von der Partie waren Spieler der  Luch'nari, dem Finalgegner von Sturm Betis.
Am nächsten Tag machte sich die Mannschaft auf, um mit dem Schiff über den Brazach nach Betis zu gelangen.
Und dann war es soweit: Der Ostarische Meister Sturm Betis erreichte die freie Reichsstadt, fuhr den Corenus-Kanal entlang und legte direkt am Helos-Platz an. Die Häuser entlang des Corenus-Kanals waren festlich in den Betiser Farben geschmückt und aus den Fenstern wurden der Mannschaft Blumen als Zeichen des Willkommens zugeworfen. Der Helos-Platz war dicht gedrängt mit Bürgern die endlich ihre siegreichen Helden sehen wollten. Die Stadtgarde, natürlich in Gala-Uniform, stellte sich in zwei Reihen auf, um eine Allee zu formen durch welche die Spieler  das Rathaus erreichten, von dessen Balkon aus sie dem Volk die aurazithene Utzganscheibe als Zeichen des Ostarischen Meisters präsentierten. In diesem Moment brach in der Menge ein solcher Jubel aus wie es ihn wohl nur selten zuvor in Betis gab. Die ganze Nacht wurde in der Stadt gefeiert und überall waren Strophen des bekannten Liedes "Utzgan ist unser Leben!" zu hören.
 

Verkauf

Aus einer Zwangsversteigerung stehen zur Zeit auserlesene Stücke zum Verkauf:
Ein Schreibtisch mit Wurzelholzintarsien, um 210 vor A.III.,
Eine Rhyana-Skulptur, um 360 vor A.III.,
Ein Wandteppich " Krönung von Corenus I.", um 135 vor A.III.,
Eine Armbrust, mit Silberbeschlägen verziert, Jagdmotive,
Ein großer Humpen aus Silber, vermutlich Teil eines umfangreichen Services,
Eine mit Septhonit und Polydian verzierte Halskette, um 60 vor A.III.,
und andere Kunstobjekte. 
Besichtigung und Verkauf bei Muhaid al Okkem, Betis
 

Papyros des Südens - Sedomeesische Neuigkeiten

Der letzte Dieb ist gerichtet

So hast Du Dein Schicksal empfangen, Letzter der Übeltäter. Genau ein Jahr nach dem Diebstahl fischten wir aus dem Jolborn an seiner Mündung in die See den Rädelsführer des Raubes und er trug ebenfalls das Abbild der Katze, weder in Linien noch in Blutergüssen, sondern von spitzzähnigen Fischen in den Leib gefressen. Sein Gesicht konnte keine Reue mehr zeigen, auch keine Angst oder Verzweiflung, denn es ruht im Magen der schuppigen Vollstrecker des Urteils, die aber nicht daran verderben werden. Sie sind Diener der Göttin und die Göttin wird verhindern, daß je einer von ihnen sich in unseren Netzen verfängt oder auf unseren Märkten verkauft wird.
Die Mondkatze jedoch befand sich nicht bei ihm. So wird sie verschachert worden sein in Betis' finstersten Winkeln. Niccolo Corvese, Doge von Betis, wir fordern Euch nicht auf, nach dem Kleinod zu forschen, denn dies liegt zuvörderst in der Göttin Hand. Doch solltet Ihr etwas erfahren oder sollte die Göttin gar einem Eurer Leute die Gnade schenken, die Mondkatze zu finden, erwarten wir, daß Ihr Euch unverzüglich mit Freigräfin Arana von Sedomee oder mit den Tempel von Jalamanra in Verbindung setzt.
 

Wegweiser zur Erleuchtung

So vernehmet gläubiges Volk!

Wir, Pacellus, nunmehr 18. Primus der Ceridischen Kirche, möchten hiermit all jenen Unseren Dank ausprechen, welche Uns bei Unserer Wahl ihre Stimme geschenkt und somit ihr Vertrauen zum Ausdruck gebracht haben. Wir werden Uns redlich darum bemühen, jenes Vertrauen nicht zu enttäuschen und das Uns gegebene Amt zum Wohle der ceridischen Glaubensgemeinschaft und zur Mehrung und Festigung derselben einzusetzen.
Desweiteren sei hiermit in diesem Sinne folgendes kundgetan, :

I. Jeder Ceride verwende von nun an den Vastusianischen Kalender, mit allen Monatsnamen und Wochentagen, wie sie von Vastus I. festgelegt wurden. Ein jeder Priester, möge die neuen Namen in seiner Gemeinde lehren und verbreiten, welche da sind:
 
 

Mond der Erleuchtung Vastustag
Heumond Eustasiustag
Erntemond Gregorstag
Reifemond Maccalustag
Rebenmond Pretoriustag
Kargmond Gessiustag
Frostmond Hilariustag
Eismond
Mond der Besinnung
Saatmond
Fastenmond
Wonnemond

II. Von nun an gebe es eine Rubrik für ceridische Belange und Neuigkeiten im Helios-Boten. Dies ist bereits geschehen.

III. In jeder Bibliothek Heligonias sollen frei erhältlich und für jeden Interessierten zugänglich, Exemplare des Hilariums und des Luxariums bereitgestellt werden. Weiterhin soll für jede ceridische Gemeinde ein Exemplar der heiligen Schriften angeschafft werden. Die Scriptorien der Klöster sind bereits angewiesen, eifrig Abschriften zu fertigen.

IV. Es soll eine ceridische Universität gegründet werden, auf daß vor allem den Geistlichen, aber auch allen anderen Gläubigen ein ungehindertes Studium der Schriften offenstehe. 

V.  Hilfe und Unterstützung sollen vor allem die Glaubensgemeinschafen im Fürstentum Drachenhain und in Betis erhalten, da ihnen diese von ihren ogedischen Nachbarn meist nicht gewährt wird. 

VI. Die Inquisition wird sich von nun an auf ihre ursprünglichen Werte und Aufgaben zurückbesinnen und sich weitgehend um Angelegenheiten kümmern, welche die ceridische Glaubensgemeinschaft betreffen.

VII. Ein jeder Geistlicher, der sich dazu berufen fühlt, möge sich auf die Suche nach dem Tor der Unschuld machen. Es mache sich allerdings nur derjenige auf den Weg, der in seiner derzeitigen Position abkömmlich ist, oder für einen geeigneten Stellvertreter gesorgt hat.

So sei es im Namen des Einen!
Ihro Heiligkeit
Pacellus
Primus der Ceridischen Kirche

Ein Aufruf an meine ceridischen Brüder

un sind schon einige Monde vergangen, seitdem der Eine uns das Grab des Aspitanius offenbarte und somit unseren Erzprimus Pacellus schon bei seiner Weihung erhöhte wie noch keinen Heiligen zuvor. Was damals Segen war, wird immerdar Segen bleiben - und doch scheint es, als habe sich damals ein Mißton in den himmlischen Choral eingefressen, als habe ein Hauch von krötigem Umbra versucht, das Taufwasser zu trüben. Ohne Erfolg, zweifelsohne, und doch können die Kundigen Spuren jener Verunreinigung lesen. Es scheint nämlich, Wissen sei in Hände geraten, denen es nicht zugebührt. 
Unreine Hände sind es, die sich seiner bemächtigten, denn sie gehören Ungläubigen - nicht solchen, die in frommer Einfalt darauf harren, vom Einen erleuchtet zu werden, sondern frechen Hexen und kläffenden ogedischen Kötern. Ergaunert haben sie sich dieses Wissen, indem sie sich einschlichen auf dem Heiligen Konvent und die Ekstase der weihevollen Stunde mißbrauchten, um mit geifernden Zungen und lauernden Bocksohren die Geheimnisse des Einen zu erschmecken und in den Kot zu ziehen. Nun wird der Eine verhüten, daß ihnen das gelingen möge, dennoch sind jeder Hauch Seines Odems und jede Grille, die da für Ihn zirpt zu kostbar, als daß die Nattern und Echsen sie auch nur erahnen mögen. 
So weiche, widernatürliche Schlange, ob du dich nun OfH nennst oder Hexengeschmeiß und wage es kein einzig Stündlein mehr, die Erde, da der Eine spricht und sprach, mit deinem Brodem und dünstenden Stank zu beflecken!
Ihr aber, meine Brüder im Glauben, bleibet wachsam und trachtet stets danach, das Böse, das einem eklen Wurm gleich sich stets vom besten Paradiesapfel am meisten verlocket fühlt, in Euren Kreisen zu erspüren und unerbittlich zu vertilgen vom Antlitz Heligonias, denn um so rascher wird alle Aufrechten hell umglänzen das Licht des Einen, der da spricht: Ich bin der Weg zur Erleuchtung! Möge Pacellus selbst es sein, dem es vergönnt ist, die Letzte Heilige Brandfackel an den letzten pestig faulenden Schrein zu legen, der die Vollkommenheit der Welt vor den Augen des Einen besudelt!
Adeodatus, Schriftgeleherter und Wanderprediger

Gebet des Dankes, aus dem Hilarium

Das Wasser, 
das wir trinken,
Dem Einen sei’s gedankt!
Die Früchte, die wir essen,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Die Luft, die wir atmen,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Sonne und Feuer, die uns wärmen,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Sterne, die den Weg uns weisen 
 Dem Einen sei’s gedankt!
Das Heim, das uns schützt,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Der Acker, der uns nährt,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Das Vieh, das uns hilft,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Die Weisheit, die wir erhalten,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Das Leben, das uns gegeben,
 Dem Einen sei’s gedankt!
Danket dem Einen, 
 Er gibt es den Seinen!

Der Tanzbär

Geneigte Leser, werte Waidleut und Schreiberlinge – das Jagdbuch!

Ein allerletztes Mal noch wollen wir Eure geschätzte Aufmerksamkeit auf das hochvorzügliche Jagdbuch lenken, das von Seiner Durchlaucht, Fürst Waldemar von Drachenhain, angeregt, nun bis zum Adelstage endlich fertiggestellt sein wird. Letzte Gelegenheit für Euch also daran teilzuhaben! 
Doch Obacht! Einsendungen werden nur noch bis zum 1. Tag des 3. Xurl diesen Jahres - sozusagen: dem 1. Kargmond – berücksichtigt. Also, Schreibkiel zur Hand und sputet Euch!
Nochmals Euch in aller Kürze zur Wiederholung der weitgefasste Leitgedanke des Breviers: 
Über das Waidwerk, dessen Ausübung nebst anverwandter Themen. Die Niederschriften können gleichermaßen von interessanten Anekdoten, wie von spannenden Hatzgeschichten handeln. Ebenso ist es gleich, ob Ihr von Euren Erfahrungen als Schwarz- Rot- oder Niederwildjäger berichtet, oder ob Ihr erinnernswerte Märchen zur Jagd oder Rezepte zur Zubereitung noch wisst und mit uns teilen wollt – ganz wie‘s beliebt! 
Um allen Wartenden indessen die Zeit bis zur Herausgabe des Büchleins nicht allzu lang werden zu lassen, leset hier den kurzen Auszug einer bereits aufgenommen, besonders spannenden Geschichte aus Luchnar. Vielleicht mag sich sogar der eine oder andere Leser von dieser Lektüre beseelen lassen, selbst auch ein Manuskript einzusenden – dann nur zu! 
Meister Schillwunk Radeweyd, Drachenhainer Hofberichterstatter 

DIE STERBENDE JAGD

Sie glaubten, noch einen Schrei zu hören und ein leises Knurren. Dann war Stille. Erowna begann zu schluchzen. „Ist er...“
„Ja“, sagte Lluan hart. „Hweylan ist tot.“
Der erfahrenste Jäger des Trupps spähte mit ausdruckslosem Gesicht hinaus in die Dunkelheit. Der Schnee fiel weniger dicht als zuvor. Verfluchter Schnee! Er allein hatte sie daran gehindert, einen sichereren Ort für die Nacht zu finden als diese Felsbank, erhaben zwar und für einen Wolf nicht leicht zu erklimmen – aber es hatte gereicht. Das war es aber nicht, was Lluan irritierte.
Hweylan war ein guter Jäger – gewesen. Doch er hatte den Wolf nicht einmal rechtzeitig wahrgenommen, um einen Warnruf auszustoßen. Aufgewacht waren sie durch Erownas Schrei, um noch einen schweren Körper vom Fels herunterspringen zu sehen, der etwas nach sich zerrte. Erst dann hatten sie Hweylans verklingenden Schrei gehört. Lluan schüttelte den Kopf. Es war nichts mehr zu sehen im Schneetreiben. Es war nichts mehr zu ändern. Hweylan war sein Bruder gewesen.
Rathborn trat zu ihm und reichte ihm einen Schlauch. Lluan nahm einen tiefen Schluck und atmete durch. 
„Es muß ein Riese gewesen sein“, sagte Rathborn. „Der Pfotenabdruck ist größer als meine Hand.“
„Er war größer als jeder andere Wolf und er war leiser und schneller als jeder andere Wolf und sein Name... nein, seinen Namen kann ich nicht sehen“, und sie benötigten einen Moment, um zu begreifen, daß es Erowna war, die da sprach. Sie wandten sich ihr zu. 
„Du blutest ja“, sagte Lluan überrascht. Über Erownas Stirn zog sich ein schräger, blutiger Strich vom Haaransatz auf der rechten Stirnseite bis zu linken Augenbraue. Einzelne Tropfen hatten senkrechte Bahnen gezogen, eine davon lief über Erownas Nasenflügel bis in den rechten Mundwinkel. Sie schien es nicht zu bemerken.
„Ownachi...“ Megis, die bisher wie betäubt am Feuer gesessen war, erhob sich und nahm Erowna in die Arme und Erowna, die normalerweise auf die Koseform ihres Namens mir einem Fluch oder einem Rippenstoß reagiert hätte, schmiegte sich weinend an die Brust der Älteren. Diese zog ein Tuch aus ihrer Umhangtasche und tupfte Erowna über die Stirn. Rathborn reichte ihr wortlos den Lederschlauch und Megis spritzte Whiskey über das Tuch, tupfte erneut über die Wunde. Erowna keuchte. „ Es ist die Wunde einer Kralle“, sagte Megis, „aber einer einzigen“, und in ihren Augen stand zu lesen: Warum hat er sie so verwundet, dann aber Hweylan gerissen? Wie kam er an Hweylan vorbei? Was für ein Wolf war das?
Erowna begann zu sprechen. „Er war größer als jeder andere Wolf und er war leiser und schneller als jeder andere Wolf und sein Name... sein Name war (...)
 
 

- Nachruf -


Ein ehernes Ziel, wonach er gestrebt;
Ein eherner Gott, für den er gelebt;
Ein eherne Frau, mit der er gewettet;
Ein ehernes Grab, in das er gebettet.

Er ging in den Wald, um Thalwacht zu finden;
Er ging in den Wald, den Fluch zu verwinden;
Er ging in den Wald, um dort zu sterben;
Er ging in den Wald, unsterblich zu werden.

Die Wette um Thalwacht war wirklich ein Scherz,
Und Karr, unser Jäger, verschwand unter Schmerz,
Bereit sich zu opfern, für Euer wohl.

Aus Scherz wurde Schmerz, welch drastischer Wandel,
Und ihr nun die Siegerin in diesem Handel,
Doch wirkt dieser Sieg verlogen und hohl.

- Loki -

 
 

Bazaar Darians

Rede des Grafen Dedekien an sein Volk

Gehalten am 17. Tag des 1. Xurl des 28. Jahres der glanzvollen Herrschaft unserer allerweisesten Majestät König Helos Aximistilius des III.:
"Mein Volk!" (Die Menge, außer sich vor Freude über die Ehre, von ihrem Herrscher abermals vom Mittagsbalkon des Palastes am Redonsplatz zu Darbor derart persönlich angesprochen zu werden, jubelte gar ausgelassen)
"Unlängst erst im Poënamond kündete ich euch von all dem Neid und der Mißgunst, mit der uns unsere Nachbarn entgegentreten, denn reich ist unser Land, und ebenso reich seid auch ihr, oh Bürger Darians!" (Die Menge applaudierte überschwenglich)
"Dank des Verhandlungsgeschicks eures gnädigen Herrschers sind nun jedoch zumindest die Verwicklungen mit der Thaler Herrschaft um die Fundstücke aus dem alten valmeranischen Bernsteinzimmer beigelegt, so daß einer politischen Annäherung unserer Reiche nichts mehr im Wege steht!" (Vereinzelte Beifallsbekundungen, der Graf bemühte sich, schnell fortzufahren)
"Seine Durchlaucht, Fürst Bartha von Thal, zeigte sich einsichtig, und so wird nach einer über hundertjährigen Periode der gegenseitigen Ressentiments wieder eine Thaler Botschaft in unserem geliebten darianischem Sande errichtet werden! Schon bald werden uns Handel und Verkehr noch reicher machen!" (Zaghafte Hurrarufe aus den Arkaden des Bazaars)
"Die Botschaft soll", seine Hochgeboren stockte und geruhte sich für einen Moment rückwärts auf den Vorhang zuzubeugen, hinter dem sich wie immer sein Großwesir verbarg...
"Ahm, an der einsamen Küste nördlich von Al-Safani unweit der Kupferbingen errichtet werden, wo wir dem Fürsten von Thal in unserer unendlichen Gnade ein großzügiges Grundstück auf ewig überschrieben haben." (Die Menge palaverte zustimmend, der Graf, etwas unsicher, winkte huldvoll)
"Zur Feier dieses besonderen Ereignisses soll am nächsten Heliostag vor der Stadtmauer ein Fest mit Burairennen und Ochsenfleisch stattfinden!"
Das Ende der Rede des Grafen konnte wegen der überschwenglichen Sympathiebekundungen seiner Untertanen leider nicht dokumentiert werden und wird für die Geschichtsschreiber somit für immer verloren bleiben. Der Rest jedoch wurde noch am selben Tag von den Verkündigungstürmen in der ganzen Grafschaft verbreitet.


 

Termine

12.01. - 14.01.01   5. Heligonischer Adelstag auf Burg Wernfels
23.02. - 25.02.01  Helicon 16.1 "Universitätsgründung in Thal" 
                              im Landschläßchen Rockenbach 
23.03. - 25.03.01  Helicon 17  auf Burg Wildenstein
24.05. - 27.05.01  Helicon 18 im Schwarzhornhaus bei Schwäbisch Gmünd
21.09. - 23.09.01  Helicon 19 am Georgenhof
 

Aufgemerkt!
Der Helios-Bote Ausgabe 36 wird voraussichtlich zum Adelstag erscheinen. Artikel für diese Ausgabe bitte bis spätestens 28.12.00 an die heligonische Schreibstube schicken.
Talimee


© Copyright Stefan Rampp, Anton Balluff, Inés &  Marc Hermann

Berichte von Guido Brand, Arnulf Breuer, Julia Fischer, Henning Frank, Oliver Friese, Petra Jörns, Sylvia Koch, Daniela Lochner, Heike Öfele,  Benjamin Rampp, Andreas Reicke, Andreas Riedlinger, Leif Scheuermann, Eike Simon, Markus Spree  und Melanie Walker