Helios - Bote
freies und unabhängiges Mitteilungsblatt des Landes Heligonia

Im 1. Helios n.A.III 31

Ausgabe 47

Kronkurier 

Aufruf an alle Baumeister und Architekten Heligonias

Wir, die Universität zu Tlamana, planen den Bau eines Zentrums zum Austausche und zum Diskurs unter den Adeligen, Geweihten, Geistlichen und Gelehrten Heligonias.
Für den Entwurf und die Gestaltung dieses Forums sind sämtliche Bauermeister und Architekten des Reiches aufgerufen, Vorschläge einzusenden, unter denen dann ausgewählt werden soll.
Zu beachten dabei ist, dass das Gebäude sowohl für den Aufenthalt der Abgesandten als auch den Austausch unter diesen geeignet sein soll. Das Gebäude soll ebenso funktionell wie auch seiner Bestimmung entsprechend gestaltet sein.

Entwürfe sind einzusenden an die Schreibstube der Universität zu Tlamana, ein Gremium bestehend aus Baronin Leabell und ranghohen Mitgliedern der Universität wird den Tagen des 1. Saarka im Jahre 31 n.A.III über den umzusetzenden Entwurf entscheiden..
Nähere Informationen können bei der Schreibstube der Universität angefordert werden.


Ogedenbund trifft sich in Wolfenfeld

In kleinem Rahmen traf sich kürzlich der Ogedenbund auf einer Jagdhütte in Korval. Der teilweise öffentlichen Sitzung wohnten mehrere Gäste bei, darunter auch Prinzessin Celia von Thal. Die Thaler Abordnung schilderte die gegenwärtige Lage beim Kampf gegen das Insektenvolk der Mantiden und bat um Unterstützung in Form von Saatgut und Nahrungsmitteln. Sofort erklärten sich die Mitglieder des Bundes bereit, alles Benötigte nach Sethnara zu senden, von wo es in die Niederlormark weitergeleitet werden soll. Magister Metabor wird den Tross begleiten, und Prinz Leomar bot seine persönliche Hilfe im Kampf an.
Baron Krator versicherte, dass in Zusammenarbeit mit der Ostarischen Marine der Fluss nach bestem Wissen gesichert werde und man nach verdächtigen Personen Ausschau halte, ebenso bestätigte Baronin Josephina, dass die Brücke von Sarniant und die Fähren genauestens überwacht werden, um ein Übergreifen der Mantiden nach Drachenhain zu verhindern.
Magister Metabor berichtete von der Entdeckung eines alten Helios-Schreines in Lindfurt, worauf sich mehrere Mitglieder spontan entschlossen, dem Fund einen Besuch abzustatten. Weitere Themen waren der Besuch des Primus in Gaeltacht und die Gefangennahme Jagons.
Unter den Thaler Gästen war auch Lordkanzler Vergenhans, der auf dem Adelstag einen Mitgliedsantrag gestellt hatte. Nach kurzer Beratung wurde dem stattgegeben und Herr Vergenhans in einer kleinen Zeremonie als neues Mitglied des Ogedenbundes aufgenommen und herzlich willkommen geheißen.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde schließlich ein neuer Rat bestimmt, dem nun folgende Adelige angehören: Foranan McDonough, Koldewaiht von Hautzensteyn, Josephina von Wolfenfeld, Leomar von Drachenhain, Krator von Rebenhain, Beorric von Welzen und Arana von Sedomee. Der Rat bestätigte Baronin Josephina in ihrem Amt als Sprecherin des Bundes.
Brennus Palimpsest


Bekanntmachung im Namen seiner Hochgeboren Fürst Bartha von Thal

In für die Niederlormark und ganz Thal schweren Stunden möchten wir unseren herzlichsten und tiefempfundenen Dank an all diejenigen aussprechen, die uns im Kampfe gegen die Mantiden aufopferungsvoll ihre Hilfe gewähren, sei es durch in der Niederlormark so dringlich benötigte Warenlieferungen, militärische oder finanzielle Unterstützung. Wir vermögen alle helfenden Hände nicht zu benennen, so überwältigend ist die Bereitschaft und der Zuspruch den wir erfahren.
Lasset uns versichern, dass wir die uns zur Verfügung gestellten Mittel weise einsetzen werden um die Niederlormark wieder erstarken zu lassen.  Wir werden alles in unserer Macht stehende aufbieten, um der Bedrohung der Mantiden in Thal Herr zu werden und die daraus erwachsende Ungemach für Heligonia abzuwenden.
Gegeben zu Hochanthen am 14. Tage des 2. Helios


Strukturreformen an der Universität Cambrück

Wie aus der Schreibstube der in Thal liegenden freien Universität Cambrück verlautbart wurde, hat Lordkanzler Vergenhans eine erste durchgreifende Reform an der vor zwei Jahren gegründeten Hochschule in Angriff genommen.
Zu den Gründen gab er selbst in einem Gespräch mit der Redaktion bekannt, dass seine Erfahrungen in den letzten Monaten ihm gezeigt haben, dass der ogedische Glaube wieder einen stärkeren Halt in der Gesellschaft benötige. Es sei nicht mehr tragbar, einfach nur zuzusehen, wie das Ceridentum in ehemalige ogedische Hochburgen eindringe und damit das Gleichgewicht des Königreichs ins Wanken bringe. Aus diesem Grund, so der Lordkanzler, sei die Universität Cambrück auch in den Ogedenbund eingetreten. Doch diese Handlung nach außen müsse eine Entsprechung im inneruniversitären Bereich finden. "Die Studenten", so der Vater Cambrücks, "müssen in diesen Zeiten fest an den alten Glauben halten."
Aus diesem Grund habe er beschlossen, einen religiösen Beirat von vier Geweihten einzurichten, die diese Aufgabe übernehmen sollten. Ferner wird der ogedische Glaube mit sofortiger Wirkung zum Pflichtfach für jeden Studenten der Universitas.
"Die Viere hatten und haben immer einen festen Platz in Thal. Im Herzen dieses schönen Landes gelegen, sei Cambrück seit Urzeiten ogedisch. Nun sei es an der Zeit, dem Glauben eine Feste zu errichten," bemerkte der Rektor abschließend.
Doch enthält das Reformpaket nicht nur diese Umgestaltung, sondern betrifft weiterhin auch verwaltungstechnische Belange. Lordkanzler Vergenhans, der in den letzten zwei Jahren sämtliche Rechtsgewalt für die Uni innehatte, gibt große Teile dieser Befugnis an den Dean der Hochschule ab. Dieser wird ab dem ersten Saarkamond die Rechtstellung eines Vogtes für die Ländereien innehaben. Damit entspricht die Universitas der Forderung einiger Heliosgeweihten, die eine Anfrage an Cambrück gerichtet hatten, wie die herrschaftliche Stellung des Lordkanzlers mit der Regel, dass Herrscher keine Heliosgeweihten sein dürften, zu vereinbaren sei. Nach der Umstellung wird Vergenhans weiterhin Oberhaupt der Universitas als Rechtsgemeinschaft sein, doch werden die herrschaftlichen Befugnisse auf den Dean der Universitas übergehen.

Gezeichnet Justus Grünbacher , Chefredakteur des Unikuriers Cambrück
Am 20. Tag des 2. Helios 31 n.A.III


 


Drachenhainer Herold

Ein unerwarteter Gast

Die Gefangennahme Jagon von Hochaskensteins löste in ganz Wolfenfeld Erleichterung und Genugtuung aus. Vermehrt wurde die allgemeine Freude noch durch ein Geschenk, dass Jefferindell von Jolbenstein Baronin Josephina übersandte: den Kopf des Verräters, sorgfältig eingepackt in eine Holzkiste. Ohne Zögern griff sie nach dem Schädel des Mannes, der seinem Bruder, dem Schlächter von Wiesensteig, einst Zuflucht gewährt hatte. Sie dankte den Jolbensteiner Gesandten im Namen Wolfenfelds für das kostbare Geschenk und äußerte den Wunsch, dass alle, die damals ihren Anteil am Untergang Wiesensteigs hatten, ihre Strafe ebenso ereilen würde. Auch mit den falschen Tränen der Lindfurter sei noch eine Rechnung offen. Die Kiste wurde dem Schinder übergeben, der den Kopf Jagons am Südtor von Sarniant befestigte, wo er seitdem das Ziel von Steinen und stinkendem Unrat ist.
Brennus Palimpsest


Unruhe in Lindfurts Straßen

Die ersten Krieger der Niederlormark -Exkursion sind mit den Erzählungen über Mantiden über den Brazach gekommen. Die Bewohner Lindfurts waren froh, das diese nun vernichtet worden seien. Seit einigen Wochen kursiert aber ein Gerücht in der Stadt, dass Mantiden überlebten. Die Phantasie der Einwohner steigert sich zuerst stündlich. Von Knie hohen, kratzenden Kakerlaken bis Haushohen Insekten sprechen sie. Obwohl der Schulthais Arngot  von Hagenrich beruhigend zu den Bürgern sprach, strömten die Leute in den St. Eustasius Dom. Viele haben sich vorsorglich ein Weihwasserbecken und ein Ceridisches Kreuz neben die Tür genagelt. Reiche Bürger haben sich sogar ein Weihrauchschwenker gekauft, oder beherbergen einen Mönch. Als bekannt wurde, dass die Mantiden das Wasser scheuen, wurde zum St. Aquarius gebetet. Er hat den Lindfurtern schon einmal den Fluss gebändigt. Damals als die Stadt unter Wasser stand, kam er durch das Tor, betete innig, und binnen einer Stunde hatte der Pegel sein normales Maß wieder erreicht. Warum solle er diesmal nicht die gottlosen Kreaturen der Verdammnis im Brazach ertrinken lassen.
Als Alton von Fichtenhau, Baron zu Lindfurt mit seiner Gemahlin Anwara von Hagenrich, und seiner Nichte Euna von Fichtenhau vom Adelstag Heim kehrten, fanden sie eine Stadt in Aufregung vor. Nach kurzer Beratung mit den Schulthais, sprach er vom Neuen Hof, der Stadtresidenz des Barons, zum Volk.
 " Bürger und Bewohner Lindfurts!
Auf dem Adelstag in Oraneck wurde ebenfalls über die Mantiden gesprochen. Ob diese Kreaturen der Finsternis bereits die Niederlormark verlassen haben ist unklar. Die Teilnehmer der Exkursion haben in der Stadt von den Mantiden berichtet. Sicher wurde zu der Wahrheit auch Heldenruhm beigefügt. Angst und Übertreibung der Lindfurter hat zusätzliches bewirkt.
Noch haben wir aber keine Gefahr zu befürchten, denn diese Ausgeburten des Daimon haben vermutlich noch nicht einmal die weit entferne Niederlormark verlassen. Ich habe trotzdem die Hafenwacht angewiesen Schiffe aus Thal oder dem Süden bei der Löschung der Waren zu
überprüfen. Sobald ich zuverlässige Nachricht erhalte, dass diese Mantiden-Kreaturen am Brazach stehen, werde ich entsprechende Maßnahmen für den Schutz der Stadt und der Baronie anordnen.
Bürger und Volk von Lindfurt, ihr habt also keinen Grund, verängstigt zu sein. Betet für unsere Brüder und Schwestern in der fernen Niederlormark, und auch im übrigen Thal. Betet auch dafür, dass dieser Fluch von uns Heligoniern genommen werde."
Beruhigt von den Worten ihres Barons Alton von Fichtenhau kehrten die Bewohner zu ihrer Arbeit zurück. Kurze Zeit später ritten Boten mit der Rede an das Volk in die Baronie aus, um sie in den Städten und Dörfern kund zu tun.

6. im Mond der Erleuchtung, Jahr 94  n.d.E.
Kielbert Minzer, Schreiber des Stadtgeschehens


Expeditionsbericht vom Donnertal

Eine fremdländische Geschichte, die man derzeit, wenn man etwas Glück hat, in den Tavernen Rebenhains und Jolbensteins hören kann. Voller seltsamer Wesen und Begebenheiten, die zeigen, wie seltsam die Welt außerhalb der bekannten Grenzen zu sein vermag:

Im Norden der Mittellande im Donnertal wurden vor kurzer Zeit neue Siedlungsgebiete erschlossen, und das Land dort sollte urbar gemacht werden. Eine Sache von solcher Dimension weckte natürlich das Interesse der Ritter von Schwert und Pflug zu Rebenhain. Im Zuge der noch recht jungen Waffenbruderschaft zu dem freien Ritterorden des Lichts zu Jolbenstein, beschloss man, eine Abordnung von beiden Orden dorthin zu entsenden.
Die Reise selbst zu den Siedlungsgebieten erwies sich, wie schon erwartet, als nicht ganz ungefährlich. Immer wieder wurde die Abordnung von kleineren Gruppen Orks angegriffen, welche jedoch keine größere Gefahr darstellen.
Im Donnertal schließlich musste man feststellen, das die Orks auch dort das Befestigte Lager angriffen, in dem sich die Abordnung zusammen mit anderen Gruppen niedergelassen hatte. Im Laufe des ersten Abends kamen jedoch auch andere Ureinwohner des Donnertales, ein Bergvolk, das sich durch eine bemerkenswerte Ohrform von Menschen unterschied, ins Lager. Dieses Bergvolk schien den Bewohnern des Lagers friedlich und freundlich gesinnt, und man konnte erfahren, dass sie im Krieg mit den Orks lagen. Die heligonische Abgesandschaft wachte die ganze Nacht über das Lager, und musste in der Nacht noch häufiger die Orken davon abhalten das Lager zu stürmen.
Am nächsten Tag setzten die Orks ihre Angriffe fort und es kam an diesem Tag immer wieder zu Scharmützeln zwischen den Orks und den Lagerbewohnern.
Im Wald fanden die heligonischen Ritter ein paar merkwürdige Flaschen. Als die Männer diese Flaschen untersuchten, kam es trotz äußerster Vorsicht beim Untersuchen dazu, dass die Ginessenz, die sich in einer der Flaschen befand, einen der Ritter unter einen Bann stellte. Doch als aufrechte Ogeden wussten die Ritter was zu tun war um diesen Bann zu brechen. Die Männer machten ein Opferritual für die Viere, damit diese in ihrer großen Allmacht den Bann von dem Ritter nehmen mochten. Die Götter erwiesen sich als gnädig und zerschlugen den Bann.
Es begab sich, dass das Bergvolk einen jungen Mann aus dem Lager mit in die Berge nahm. Als er nicht zurückkehrte ging man zum Bergvolk hin um nach ihm zu sehen, doch das Bergvolk versicherte, dass dem jungen Mann wohl nichts passiert sei, und er sich wahrscheinlich nur irgendwo herumtreibe. Später stellte sich jedoch heraus, das der älteste des Bergvolkes, eine Art Schamane, den jungen Mann einem Monster zum Fraß vorgeworfen hatte. Der Älteste hatte seine Männer mit einem Gift sich gefügig gemacht, und diente so mit seinem ganzen Volk einem Blutdämon, der in einer Paralleldimension drauf wartete freigelassen zu werden.
Als es schon fast Abend war an diesem Tag, kam nun das Bergvolk und griff unter dem Einfluss des Ältesten das Lager an. In ihren Reihen war auch das Monster welches den jungen Mann gefressen hatte, eine Hydra mit drei Köpfen. Ein blutiger Kampf entbrannte, selbst als die Hydra besiegt war, kämpfte das Bergvolk weiter, und nur mit dem Segen der Viere konnte die Schlacht gewonnen werden. Doch trotzt der gewonnenen Schlacht war der Blutdämon schon so mächtig geworden, dass man damit rechnen musste, dass er in unsere Welt hinüber kommen würde.
Der Abend und die Nacht über, kam es immer wieder zu Angriffen der Orks, und auch Untote griffen nun an. Ein untoter Nekromant der dem Blutdämon diente, sandte seine Schergen aus, um das Lager anzugreifen, jedoch waren es nie genug, um dem Lager ernstlichen Schaden zufügen zu können.
Am nächsten Morgen zeigte sich der Nekromant, und man konnte ihm mit viel Geschick den gar ausmachen.
Doch kaum war diese Gefahr gebannt, da fiel der Blutdämon, über das Lager her, mit einer Meute schwächerer Dämonen. Auch in diesem Kampf waren die Viere bei den ogedischen Rittern aus Heligonia, und der Dämon konnte wieder in seine Dimension zurückgeschmettert werden.
Wenn man jetzt noch Einigkeit mit den Ork erringen kann, ist das Land bereit dazu besiedelt zu werden.

notiert von Hagenberk Dumdrösel, der kein Amt aber gute Ohren hat


Werter Herr Koldewaiht,

da ich aufgrund einer Verletzung in Xurl-Saleenia festgehalten werde, finde ich endlich genügend Zeit, um Euch zu berichten, wie es mir geht. Wie ich Euch in meinem letzten Schreiben bereits mitteilte, hat mich Prinz Leomar in seine Dienste genommen, um die Grenzen der Leomark für ihn zu sichern. Also will ich Euch kurz berichten, was ich in der Zwischenzeit getan habe.
Zunächst haben wir die südlichen Gebieten der Leomark auf der Suche nach Ödländern durchforscht, sichteten in der Ferne jedoch nur ein einziges Mal Staubaufwehungen, die auf einen Trupp hätten schließen lassen. Die Motte an den Grenzen zum Ödland fanden wir zerstört und verlassen. Nur die verwesten Leichen der erschlagenen Wachmannschaften entdeckten wir in ihrem Innern, allesamt Opfer eines Kampfes. Wie bestatteten sie in allen Ehren.
Die Anlagen zeigten ein wahres Bild der Verwüstung, kein Stein stand mehr auf dem anderen, als hätten die Ödländer den gesamten Bau systematisch durchsucht. Wertgegenstände, wie Schmuck und Waffen wurden dabei jedoch liegen gelassen. Es will mir scheinen, dass die Ödländer überall nach ihrem Heiligtum suchten, weshalb sie auch Xurl-Saleenia vernichteten. All diese viele Toten für einen einfachen Trog! Ach, hätten wir doch nur früher geahnt, was sie von uns wollten, hätten wir uns doch nur mit ihnen verständigen können ...
Doch genug davon. Will ich Euch doch nicht mit meinen Schuldgefühlen belästigen. Nur die Träume, wisst Ihr, sie verlassen mich nicht: die Todessschreie der Kameraden, das Blut und der Gestank nach verbranntem Fleisch, als Xurl-Saleenia fiel. Ich lerne damit zu leben. Wundere ich mich doch nur, weshalb ich je weiter wir uns von Xurl-Saleenia entfernten stattdessen immer öfter von einem Mann in rotem Wappenrock träumte, der mir den Rücken zudreht. Er kommt mir bekannt vor, aber ich weiß nicht woher. Ein Atemholen für mich im gewohnten Reigen der Alpträume. Mag die Zeit auch jenes Rätsel lüften.
Danach führte uns unsere Erkundungsritte in den Norden. Nach zwei Tagen schon stießen wir hier auf einen niedergemetzelten Trupp der Ödländer. Wilde Tiere müssen die Wilden gejagt und angegriffen haben. Doch selbst der widerborstige Wilbert, ein erfahrener Wildgänger und Pelzjäger konnte auf dem steinigen Boden keine Spur entdecken. Dieser Wilbert ist ein Meister seines Faches, wenn er sich auch zusehends als Last erwies, da er einen Teil der Männer gegen mich aufzuhetzen versuchte. Doch das ist eine andere Geschichte, die sich inzwischen erledigt hat.
Ein paar Tage später entdeckte Wilbert eine Wildspur, zu groß für einen Wolf aber zu klein für einen Bären. Wieder ein paar Tage später fanden wir erneut einen Trupp niedergemachter Ödländer. Wieder schien der Verursacher jenes unbekannte Tier gewesen zu sein. Angesichts dieser Erkenntnis konnte ich die Angst in den Gesichtern und dem Verhalten meiner Männer lesen. Ich muss gestehen, dass auch mir klamm ums Herz wurde, wollte ich doch nicht, dass erneut Männer unter meinem Kommando den Tod fanden. Ich habe daraufhin veranlasst, dass des nächtens die Wachen verstärkt wurden. Wilbert lachte mich aus: Ich sei ein Feigling, da ich nicht versuchte, das Raubtier zu erlegen. Ich schwöre Euch, Herr Koldewaiht, es war das erste mal in meinem Leben, dass ich einen Mann fast nieder geschlagen habe. Wie ich es geschafft habe, ihm ruhig die Stirn zu bieten und die Hatz zu verbieten, ist mir bis heute ein Rätsel.
Dann hörten wir des Nachts ein großes Tier ums Lager huschen. Um der Panik Herr zu werden, ließ ich die Männer daraufhin zu viert Wache halten, doch nichts geschah. Wenn uns auch alle am nächsten Tag das Gefühl beschlich, dass wir beobachtet und verfolgt wurden. Aber selbst Wilbert konnte keine Spuren entdecken. Wir erreichten bald darauf den Platz, an den die Ödländern ihren unseligen Trog gestellt hatten. Als hätten die Götter mir noch einmal meine Schuld vor Augen halten wollen, wiewohl es nicht nötig ist, denn meine Träume sorgen dafür, dass ich es nie vergessen werde. Seltsam genug nur war, dass wir den Trog dort unbewacht fanden. Müsste darin doch eigentlich das von der Sonne verdorrte Fleisch entleibter Ödländer liegen. Mehr noch: Wie kann es sein, dass der Gegenstand, der Hunderten von guten Männern das Leben kostete, verlassen in der Öde liegt! War etwa alles nur eine Laune dieser Wilden? Wollten sie uns etwa nur zum Narren halten?
Götter, wie ich sie in diesem Moment hasste, für das, was sie uns angetan hatten. Gnade ihnen, wenn ich jemals wieder einen von ihnen zu sehen bekomme! Er wird mit seinem Blute dafür bezahlen müssen, so wie wir damals mit dem unseren für ihre Laune bezahlen mussten. Das schwöre ich Euch!
Allein, das Vergnügen wurde mir nicht beschert. Nur das Gefühl verfolgt zu werden, wurde ab diesem Zeitpunkt immer stärker. Dann sah ich das Biest, nein, ich ahnte es, erspürte es, ein Schatten, halb Löwe halb Wolf, verfolgte uns, um uns zu töten. Ich befahl den Männern daraufhin, künftig zusammen zu bleiben. Ihren Gesichtern konnte ich entnehmen, dass dies den meisten nur recht war. Doch am übernächsten Morgen war Wilbert samt seinem Pferd verschwunden. Nachdem ich seine Parteigänger befragt hatte, die mit ihm zusammen die letzte Wache hielten, spuckte einer von ihnen vor mir aus und höhnte, da ich nicht Manns genug sei, die Bestie zu stellen, sei Wilbert losgeritten, um dies an meiner Stelle zu erledigen.
Ich schäme mich nicht, Euch zu gestehen, dass ich dem Mann in meinem Zorn eine Ohrfeige versetzte. Waren wir doch nun gezwungen aufgrund Wilberts Disziplinlosigkeit und des Verrats seiner Freunde an diesem gefährlichen Ort zu verharren, um auf den Missetäter zu warten! Ich hieß dem Trupp, sich zum Kampf bereit zu machen, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Doch als Wilbert am Nachmittag immer noch nicht aufgetaucht war, sah ich mich gezwungen, die Suche nach ihm aufzunehmen. Ich konnte ihn nicht im Stich lassen, war er doch trotz allem meiner Obhut anvertraut.
Die Männer zu einem kampfbereiten Haufen angeordnet, verließ ich sie daraufhin und fand Wilbert wenige Meilen entfernt. Sein Pferd hatte ihn abgeworfen, wobei er sich zwei offene Brüche an beiden Beinen zugezogen hatte. Ich gestehe, dass ich nicht sonderlich zimperlich mit ihm umging, als ich seine Knochen einrenkte und die Wunden verband. Doch zeigte er sich im Gegenzug auch wenig dankbar für seine Rettung. Vielmehr höhnte er, dass es nur widrige Umstände gewesen seien, die ihn daran hinderten, der Bestie den Garaus zu machen. Und nicht Feigheit - wie bei mir. Sein Pferd sei an allem schuld, es müsse etwas gewittert haben, als er gerade eine Mahlzeit aus seiner Satteltasche zu sich nehmen wollte. Götter, ich schlage keinen Verletzten, aber hier war ich nahe davor.
Sein Anblick schien jedoch seine Anhänger zur Vernunft gebracht zu haben. Als ich mit ihm auf meinem Pferd zu den Männern zurückkehrte, hörte ich von ihnen keine Widerworte mehr. Egal, wie laut Wilbert auch tönte, sie schnitten ihn auf dem Rückweg nach Xurl-Saleenia und waren endlich willens meinen Befehlen Folge zu leisten. So wunderten sie sich zwar, muckten aber nicht, als ich in den folgenden Nächten je ein Drittel der Truppe kampfbereit Wache halten ließ. Ich wusste, dass die Bestie uns nicht entkommen lassen würde.
Wenige Tage bevor wir Xurl-Saleenia erreichten, war es dann soweit. Ich erwachte, weil ich ihr Kommen spürte. Noch während ich nach meinem Schwert griff, rief ich Alarm und eilte der Stelle in unserem Rund entgegen, wo ich sie in meinen Träumen auftauchen sah. Verdutzte Blicke empfingen mich, als ich den Männern befahl, ihre Bögen und Armbrüste anzulegen. Dann stürmte die Bestie auch schon auf uns zu. Ein Dutzend Geschosse trafen sie, steigerten ihr Grollen zu einem wütenden Fauchen, bevor sie mit der Wucht einer Sturmramme in meinen Trupp hineinfegte. Blut regnete auf mich nieder, Todesschreie gellten in meinen Ohren. Es schien mir mit einem Mal, als ob das Schicksal mich verhöhnte. Ein unbändiger Zorn erfüllte mich, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich schrie, was es war, weiß ich nicht mehr, und stürzte mich auf die Bestie, fühlte, wie sie mich mit ihren Krallen traf, dann versank alles in einem blutigen Nebel.
Ich kam erst wieder zu mir, als meine Männer die Überreste der toten Bestie von mir herunterzogen. Eine seltsame Scheu lag in ihren Augen, keiner wagte mit mir über das zu reden, was geschehen war. Ich selber habe keine Erinnerung daran, gleichgültig wie sehr ich mich auch noch immer darum bemühe - der blutige Nebel hüllt alle Bilder in ein schauriges Licht und lässt keine genaue Betrachtung zu. Allein ich wage es auch nicht, einen meiner Männer danach zu fragen, hieße dies doch, zuzugeben, dass ich es nicht weiß.
Dann zogen wir die traurige Bilanz: ein Drittel meiner Männer war gefallen, ein weiteres Drittel schwer verletzt, der Rest nur leicht. Nur Wilbert war ungeschoren davongekommen. Ich selber war aufgrund diverser tiefer Kratz- und Bisswunden nicht in der Lage, alleine zu gehen, wenn ich mich angesichts der Situation, aus der mich meine Männer bargen, auch wunderte, dass ich überhaupt noch lebte. Eine Untersuchung des Untiers zeigte uns, dass es sich um einen verwilderten Kampfhund der Ödländer handeln musste, fanden wir doch ein zerrissenes Geschirr von ödländischer Machart auf seinem Rücken.
Die Leichen unserer toten Kameraden auf die Rücken der Pferde gebunden, kehrten wir mit dem Kadaver mehr tot als lebendig in die Siedlung zurück, wo wir angesichts der Bestie wie Helden empfangen wurden. Nachdem ich Samuel von Turlach meinen Bereicht erstattet hatte, bat ich ihn, Wilbert in die Küche zu versetzen, sobald seine Verletzungen ausgeheilt sind. Ich bin nicht willens, ihn weiterhin zu meinen Männern zu zählen. Den Rest ließ ich ob ihres Mutes im Kampf gegen die Bestie belobigen.
Sobald ich endlich wieder ein paar Schritte ohne einen Stock machen kann, werde wir unsere Erkundungstrupps wieder aufnehmen. Meine Männer sind mir seit dem Vorfall blind ergeben. Selbst diejenigen, die neu hinzugekommen sind, um die Verluste auszugleichen, die wir erlitten haben, begegnen mir mit einer gewissen Scheu, fast möchte ich sie Ehrfrucht nennen. Die Zeit mag zeigen, was es damit auf sich hat.
Nun schließe ich, da mein Magen mich daran erinnert, dass er gefüllt werden möchte und ich werde mich mit meinen Krücken in den Hauptsaal begeben, wo wir allabendlich gemeinsam das Mahl einnehmen.

Gehabt Euch wohl, mein teurer Freund!
Euer Arandis


Bischof Ceridian Aegidio dem Krankenlager entstiegen -

dennoch große Not im Bistum Drachenhain!

Wenn am 20. Tag des Heumondes ein St. Aluiner Mönchlein so etwa zur neunten Stund in der Früh seine Klosterabtei verlassen und sich erst am Abend desselben Tages wieder dort eingefunden haben sollte, dann wird sich der Arme bei seiner Heimkehr wahrlich eingehend am Kopfe gekratzt und entweder an seinem eigenen Verstand oder dem all seiner Brüder gezweifelt haben. Mir selbst war das Glück - oder vielleicht besser das Unglück - beschieden, an diesem wegweisendem Tag für das Ceridentum in Drachenhain, die geweihten Mauern von St. Aluin nicht verlassen zu haben und somit Zeuge von all dem was da war gewesen zu sein. Ich will nun offen - und ohne etwas zu verschweigen oder zu beschönigen - sprechen:

Es war etwa die achte Stunde am Morgen, als aus dem Zimmer des schwerkranken Bischofs von Drachenhain, ein noch junger Bruder herausgestürmt kam und mich, der ich auf meinem Schemel schlief, - blind vor Freude - einfach über den Haufen rannte. Weder ein Wort der Entschuldigung, noch des Bedauern kam über seine Lippen. Da geriet ich in großen Zorn, packte den Mann an seiner Kutte und erkundigte mich, was denn um des Einen Willen nur mit ihm Tölpel los sei. Er schien aber einfach durch mich hindurchzublicken und wiederholte immerfort nur den einen Satz: "Er spricht wieder, der Bischof spricht wieder!" Ich gestehe, ob dieser Antwort blieb auch mir zunächst die Spucke weg. Schnell ließ ich den Jungen los und gab meinem Meister im Nebenraume Bescheid. Während der andere seine erfreuliche Kunde unter seine ebenso frohlockenden Mitbruder brachte, sahen wir hurtig nach dem Bischof, der doch seit seinem Schlaganfalle - Monde ist es nun her - nicht mehr ein einziges Wort gesprochen hatte. Auf dem Weg in die Kammer schoss mir dann auch so allerlei durch den Kopf: Waren es die Kräuter des Meisters, die Wechselbäder oder diese kleine Missgestalten von Lunschblutegel der Baronin von Jolbenstein die Ursache für diese überaus rasche Gesundung gewesen. Im Zimmer bewahrheitete sich nicht nur die Aussage des Mönches - als "man" nämlich unser Kommen mit einem erfreuten "Guten Morgen!" quittierte - sondern mehr noch sahen wir Bischof Ceridian Aegidio auf seinen eigenen Beinen stehend, sich den langgewordenen Bart scheren. Man kann ermessen, wie überrascht und froh mein Meister und ich in diesem Augenblicke waren, wenn man nur weiß, dass es vor wenigen Tagen noch um das nackte Überleben unseres Patienten ging. Weinend lagen wir uns in den Armen, bis nach wenigen Augenblicken mit gestrenger Miene schon der Prior Vitus hereinkam. Im Konvent hatte sich die freudige Nachricht offenbar gleich einem Lauffeuer verbreitet und selbst den betenden Vitus erreicht, der sich zur Stunde eigentlich allein und in Askese in seiner Kammer befunden haben musste. Mit schneidenden Worten wies er uns beide an zu gehen, um sofort die anderen Mitglieder des Bischofsrates herbeizuholen. Ich nehme an, es ist den vergangenen Stunden und Tagen der großen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zuzuschreiben, dass der Prior sich nicht sichtbar erfreute, sondern nur handelte. Waren doch restlos alle Menschen unter diesem Klosterdache gewahr geworden, weil Sorgen sich Vitus um die Frage Bischofsnachfolge machte. Grad so, als wäre er allein für Gedeih und Verderb des Bistums verantwortlich. Also eilten die anderen vier hohen Herren schnell herbei. Dem Bischof indessen verlangte es nach einer ganzen Platte deftiger Wurstspezialitäten, einem Krug Rotwein und einem Kratzstock - was uns allen zu diesem Zeitpunkt nur allzu verständlich vorkam. Da man unter den Räten große Sorge um die so plötzlich wiedererstarkte Gesundheit des Bischofs machte, hieß man meinen Meister und mich die Kammer nicht mehr zu verlassen. So wurden wir unverhofft Zeuge der nun folgenden Ratssitzung, die für uns alle sicherlich auf ewig im Gedächtnis haften bleiben wird! Mit allem gebührenden Respekt traten Vitus und die anderen - unter ihnen Pater Zussmond, Pater Riccardus und Pater Ankbert - an den Bischof heran und befragten ihn eindringlich nach seinen Vorstellung um seine Nachfolge. Ceridian Aegidio zeigte sich bei diesem Thema anfangs wie gewohnt wortkarg und zierte sich, dann aber schien er ebenso die Notwendigkeit einer klaren Aussage einzusehen und sprach im Brustton der Überzeugung die folgenden Worte: "Ditonius, der soll es einmal sein!". Anfangs wurde vielen der Anwesenden die Tragweite dieser Worte offenbar nicht klar, sie versuchten dem Bischof die Geschehnisse der letzten Monde in Erinnerung zu rufen. Doch das einzige, was dieser dazu zu sagen hatte, war ein gelangweiltes: "Ach wirklich, wie sonderbar!" Ansonsten schien der Bischof nicht wirklich beteiligt. Letztlich dämmerte es auch dem letzten: Bischof Ceridian Aegidio war senil geworden!

Haplo Havalan, Medicusgeselle des Meisters Bertil Fottoli

Vorbereitungen für die Wiederweihung des Heliosschreins in Jolbruck

Die Bäcker schwitzen vor glühenden Backöfen, die Fischer angeln Tag wie Nacht mit den erlesensten Ködern und zarte Hände wischen den Staub von Flaschen, deren Inhalt vor Jahrzehnten gekeltert wurde...
All dies nur, weil vor einigen Monden in der Academia Elionera ein uralter Heliosschrein gefunden wurde - offenbar eines von vier wichtigen Heiligtümern, die unter der Herrschaft Fürst Waldemars oder bereits davor in Vergessenheit gerieten. Baronin Jefferindell Karelia hat bereits vor Monden verfügt, dass der Fund mit einer prächtigen Eröffnungsfeier gebührend gewürdigt wird. Die Festivitäten stehen nun unmittelbar bevor und es werden hochrangige Gäste erwartet, darunter mehrere Hochgeweihte und Drachenhainer Barone.


Kopf hoch, Hochaskensteiner - und ein letztes Mal nach Wolfenfeld

Der ehemalige Baron Jagon von Hochaskenstein wurde Ende vergangenen Jahres als Führer einer Rebellenbande in Lindfurt aufgegriffen. Baron Alton von Fichtenhau, vormals Abt Ditonius und immer noch Herrscher von Lindfurt, übergab den Erzschurken Baronin Jefferindell Karelia von Jolbenstein zur freien Verfügung, da er ihr mit seinen Übergriffen auf Jolbenstein den meisten Schimpf angetan habe.
Nun hat die Baronin eine Entscheidung getroffen. Hoch zu Roß blicken die Augen Jagons nach Wolfenfeld, wo der Sippenfrevel mit dem Überfall seines Vetters auf das Dorf Wiesensteig begann. Mit Freude wurde der Hochaskensteiner von Josephina von Drachenhain empfangen. Auch Alton von Fichtenhau begrüßte die Entscheidung der Baron von Jolbenstein.
Der Körper Jagons verblieb in der Baronie Jolbenstein. Nachdem man ihn mit dem Schwert vom Kopf abgetrennt hatte, wurde er vor den Toren Jolbrucks verbrannt.


Dies zur Warnung!

Seit einigen Jahren scheinen die Drachenhainer vergessen zu haben, wer sie einmal gewesen sind. Viele kennen ihre ogedischen Wurzeln nicht mehr, oder verleugnen sie. Ihnen voran der alte Herrscher, der selbstgefällig auf seinem Thron schläft. Viele der alten, geweihten Orte werden nur noch selten von Gläubigen besucht und mit der Zeit verschwinden sie im Dickicht der Zeit. Doch ist dies nicht das Schlimmste was den geheiligten Plätzen widerfahren kann, denn die Mystik bleibt trotz allem erhalten. Weitaus erschreckender ist die Tatsache, dass sich immer wieder ceridische Bauten auf den alt angestammten heiligen Orten breit machen.
An dieser Stelle möchte ich meiner Empörung Luft machen, denn allerorts hinterlassen die Anhänger des Ketzerglaubens ihre Zeichen. Sie entweihen Poënas Leib und verwüsten ihre Schönheit. Der Pilgerzug, angeführt von einem blinden Eiferer, durchstreift das Land wie ein Heuschreckenschwarm, der unablässig anschwillt. Seit der Zug des Verderbens den ersten Schritt nach Drachenhain gesetzt hat, beobachte ich ihn und mein Zorn gegen sie wächst unablässig.
Die kindische Sitte der Pilger, ihr Ketzerzeichen, ihre Namen und das Datum ihrer flüchtigen Anwesenheit in Bäume zu ritzen, verärgert mich nicht nur, sondern beleidigt mich zudem. So konnten sie ihre Hände nicht von der alten Eiche lassen, die mir und meinem Schwestern seit Generationen als Ritualplatz dient. Der Zorn der Göttin möge auf sie herabfahren, schrie ich mit geballten Fäusten in den Himmel. Ein Zeichen Saarkas ließ nicht lange auf sich warten: Sturmböen fuhren durch ihre Reihen, aus heiterem Himmel tauchten heftige Winde auf, die eisigen Regen mit sich brachten. Die Unseligen suchten auch noch Schutz unter dem von ihnen geschundenen heiligen Baum! Erschrocken stoben sie auseinander, als die Zweige brachen und der Stamm mit aller Wucht auf sie herniederfuhr. Einer von ihnen trug den verdienten Tod davon und wurde von den anderen mit einem schrecklich jämmerlichen Gesang betrauert, als sie sich ängstlich davonschlichen.
Ich blickte noch einmal vom Hügel aus auf sie hinab, dankte der Göttin für ihr Zeichen und ging weiter meiner Wege. Ich fühlte die Kraft Saarkas stärker als je zuvor und wusste, was ich nun zu tun habe: ich werde in Drachenhain umherziehen und meine Schwestern um mich sammeln. Keiner der verblendeten Anhänger des Ketzergottes wird es je wieder wagen eines unserer Heiligtümer auch nur zu berühren!
Die Göttin sei mit Euch!
Saleena


Eylhardt von Esclarmond verschwunden!

Beim Gipfeltreffen zwischen den Vögten und dem Baron Luchnars, war Eylhardt der erbittertste Widersacher des Barons. Nur eine Woche hernach wurde er zum letzten Mal gesehen und ist nun seit zwei Monden nicht mehr aufgetaucht. Seine Familie schweigt sich gegenüber Fragen beharrlich aus, wirkte aber zu keiner Zeit besorgt, so dass allgemein von einer bewussten Abwesenheit ausgegangen wird. Auch Eylfred von Esclarmond, als Botschafter Koldewaihts von Hautzensteyn auf der Drachentrutz am ehesten auf Seiten des Barons anzuordnen, wusste keine Klärung zu bringen.
Einige Clansangehörige mutmaßen, dass von Esclarmond einen Waffengang plant und forderten, die Präsenz der "Herde", die das Land schützt, an den Grenzen zu verstärken. Die Ceann Cuath hielten sich aber in der Öffentlichkeit bedeckt.
Danrrad von Tuachall, ebenfalls Gegner des Barons unter den Vögten, gab an, nichts über Eylhardts Aufenthalt und Pläne zu wissen. Von Koldewaiht von Hautzensteyn selbst war kein Kommentar zu erhalten.


Ylvi Dora MadUaine von Soilach bei ihrem Clan

Im Alter von gut zwei Monden unternahm die kleine Tochter von Liolyn MadUaine und Gisrod von Soilach erstmals mit ihrer Mutter eine Reise ins tiefe Clansgebiet ihrer Vorfahren mütterlicherseits. Nach dem Willen ihrer Eltern und ihres Landesherrn soll Ylvi Dora für die Zukunft Luchnars und die Rolle der Tieflandabkömmlinge stehen und diese Reise ist ein weiteres Zeichen dafür, dass dieses Vorhaben gelingen kann.


Freude im ganzen Hochland über Abberufung Richards von Streitberg

In Gaeltacht herrschte überwiegend laute Freude über den "Aufstieg" des Barons unter die Streiter des Einen und den damit verbundenen Abstieg aus dem Hochland. Dem folgte ein Echo im gesamten Hochland. In Luchnar feierten die Clans an den Abendfeuern lauthals die Rückkehr Gaeltachts unter die echten Hochlandbaronien. Dieser griffige Ausdruck ist zwar einerseits nicht ganz passend und andererseits verfrüht, jedoch bläst dem Ceridentum ohne die schützenden Hand Richards sicher ein noch härterer Wind entgegen.



Herzögliche Ostarische Hofgazette

Lodenstadt

Die in diesen Zeiten des Friedens in Ostarien befremdlichen Geschehnisse auf dem Marinestützpunkt der Emaranseeflotte gehen weiter. Nach der bereits berichteten Erhöhung des Schutzzaunes wurden nun im ganzen Hafenviertel die Wachen der ostarischen Marine deutlich verstärkt und speziell in der Nähe der Flottenwerft bleibt seit längerem keiner, ob Bürger oder Beamter, unbeobachtet. Auch die Baustofftransporte, die bereits in den Frühlingsmonden deutlich zunahmen, brachen nicht ab. Trotz alle dem ist noch immer nicht klar, was aus all dem guten Holz entstehen soll, dementiert die Admiralität doch, dass die Emeranseeflotte aufgestockt werden soll. Mehr noch, alle offiziellen Stellen der ostarischen Marine in Lodenstadt beteuern immer wieder, dass im Flottenhafen alles so wäre wie immer. Doch fragt sich der mitdenkende Leser, wer denn nun das Falsche berichte. Die Sprecher der Marine oder die eigenen Augen. Offensichtlichstes alles Beispiele: Im letzten Mond waren immer wieder Schussversuche mit Schiffsgeschützen zu beobachten. Es war aber nicht so, dass die vor Anker liegenden Schiffe ihre Bewaffnung auf Übungsziele im See richteten, wie es früher öfter der Fall war. Die Pfeile und Brandgeschosse wurde aus einem Bereich innerhalb der Werft abgefeuert und dienten bei weitem nicht immer der Zielübung. Oft flogen die Geschosse weit in den See hinaus, als wollte man die Reichweite der Geschütze testen. Und diese war geradezu erschreckend groß. Eine Anfrage besorgter Lodenstädter Bürger ob der Vorgänge wurde bis heute nicht beantwortet und der Verzug der Antwort wiederum wurde mit verloren gegangenen Formularen begründet. Und das Mitten in Ostarien! Doch ungewöhnliche Vorgänge erfordern auch ungewöhnliche Maßnahmen und so fand sich in einer finsteren Hafenkaschemme ein ostarischer Seesoldat, der nach ungezählten Krügen Grog bereit war, über die Vorgänge zu sprechen. Die meisten Beschreibungen von Seeungeheuern, komischen ausländischen Seeleuten und Piraten aus Quellstedt und Telnaron dürfen wohl ins Reich des Seemannsgarnes geschoben werden. Doch ein Name tauchte immer wieder auf: "Projekt Utzgolf". Der wackere Trinker konnte nicht viel dazu berichten, nur soviel, dass sich im Marinehafen wohl immer wieder Nicht-Ostarier herumtreiben, die mit dem Projekt zu tun hätten und dass es sich um ein gewaltiges Wasserfahrzeug handeln soll. Deutlich größer, als es die Docks zu fassen vermögen. Wie dieses Ungetüm aber erbaut werden soll und um was es sich genau handeln solle, das wusste unser nicht genannter Freund nicht zu sagen. Es bleibt also abzuwarten und zu beobachten, was die nächsten Monde bringen mögen.


Fürstlicher Thaler Hofchronist

Euer Hochgeboren, werter Fürst Bartha,


ich schreibe Euch hier nicht nur in meinem Namen, sondern spreche auch für die Anwesenden Herren, den geschätzten Kilian Weizenkeim, Hauptmann der Garde zu Anthan und auch für seine Hochgeboren, Hektor von Eichenstein, Baron der Lormark.
Ich möchte euch denn nun vom Kriegszug in der Niederlormark berichten, so wie sich die Geschehnisse aus meinen Augen zutrugen. Und auch wenn das Wort Kriegszug hart gewählt ist und wie eine gewaltsame Eroberung klingt, so ist es doch das rechte Wort, denn es war eine gewaltsame Eroberung.
Nach den Berichten des Ansgar von Berath, die Euch ja wohl bekannt sind, befahlt ihr sowohl Baron Hektor, nebst Hauptmann Weizenkeim und auch meine Person auf Burg Ipptalblick. Es gibt aus jener Zeit wohl auch nichts, was ich euch berichten könnte, was ihr auch nicht schon wüsstet. Und so soll denn meine Beschreibung auch erst mit dem Abmarsch unserer Truppen aus der Burg beginnen.
Unser Ziel war Hirschenbach. Die Stadt war der letzte bekannte Aufenthaltsort der Barons der Niederlormark, Friedrich von Illmenau und eben in jener Stadt wollten wir uns auch mit dem Zug treffen, der von Beorric von Wulfenstein und Sihran von Tolens angeführt wurde. Lange wurde der Zug geplant und es wollte auch alles wohl geplant werden. Aus politischer Sicht war es vordringlichstes Ziel, ein Lebenszeichen des Barons zu finden. Gleichzeitig musste aber auch die Not der Bevölkerung gelindert werden und zu guter letzt mussten so viele Güter mitgeführt werden, um die Teilnehmer des Zuges voll und ganz zu versorgen. Mit Hilfe aus dem Lande konnten wir nicht rechnen. Über alle dem drohte aber auch noch die Bedrohung durch die Mantiden. Keiner wusste, ob diese Wesen nur auf Burg Ipptalblick beheimatet waren, oder ob sie mehrere Nester hatten. Da der Zug aber von erfahrenen Recken geführt wurde, war die Entscheidung schnell gefunden. Der Zug sollte hauptsächlich eine Streitmacht sein. Nachdem das Land gesichert wäre, könnten dann die Hilfsgüter ohne Gefahr nachgeführt werden. Ich bitte Euer Hochgeboren, mich nicht falsch zu verstehen. Wir hatten durchaus Güter für die Bewohner des Landes bei uns, aber eben nur so viel, dass die militärische Schlagkraft nicht wesentlich durch die zusätzliche Last geschwächt war. Es wurden auch intensive Gespräche mit jedem geführt, der auf Ipptalblick mit den Mantiden zu tun hatte. Ein übersehenes Detail konnte hier verheerende Folgen haben. Zudem wurde noch beschlossen, nicht direkt nach Hirschenbach zu reiten. Auf dem Weg lag das Städtchen Truestett, welches es zu sichern galt. Niemand wollte beim Vorrücken eine potentielle Bastion des Feindes im Rücken haben. Für manchen mag das alles übertrieben klingen, aber es zeigte sich leider, dass auch all dies nötig war.
Viel Leben war auf der Festung, als wir dort waren und der Zug, den wir lenkten war sehr stattlich zu nennen. Milizionäre, Soldaten, Landsknechte, Schützen und Ritter, alles in allem um die 300 Männer und Frauen unter Waffen folgten uns in den Süden der Baronie und der Tross hatte mit Sicherheit noch einmal die gleiche Größe und die abgehaltene Heerschau war beachtlich. Von den anwesenden Recken sollten nur so viele auf Ipptalblick bleiben, wie zur Verteidigung der Burg notwendig war, von der aus Ansgar von Berath den Nachschub lenkte. Und bei den stattlichen Wällen der Burg waren nicht viele Mannen zu ihrem Schutz nötig.
Des Morgens brachen wir also auf, geradewegs auf Truestett zu. Der Ritt dauerte nur wenige Tage, doch war es in dieser Zeit geradezu gespenstisch still. Die Häuser und Höfe, an denen wir vorbeikamen waren verlassen und keine Menschenseele war zu entdecken. Ob aber die Bevölkerung den Mantiden zum Opfer gefallen war, oder ob sie sich wie die Vogelfreien in der Nähe von Ipptalblick in die Wälder geschlagen hatten, war nicht zu erkennen. Es war aber auch keine Zeit, das zu ergründen, wie für so vieles das noch geklärt werden muss.
Bald standen die Mauern des wehrhaften Städtchens. Truestett war auf einem sanften Hügel gelegen und von einer Mauer mit Türmen umgeben. An der höchsten Stelle des Hügels reckte eine kleine Burganlage ihre Türme in den Himmel. Eine Stadt, wie es so viele hat in den thaler Landen.
Ein Bote ritt vor, um sich kundig zu machen und er teilte uns bei seiner Rückkehr vom Tor mit was er gesehen und war wir befürchtet hatten. Das Tor stand offen, die Wachen waren wohl genährt und genossen ihr Bier. Sie berichteten, dass das Land von Räubern und Vogelfreien heimgesucht wurde, dass aber der Vogt und seine 4 Beraterinnen alles in der Stadt unter Kontrolle hätten. Es war wie auf Burg Ipptalblick. Auch Truestett war anscheinend in den Klauen der Mantiden. Aber wir konnten wir eindringen, ohne gleich die Klauen der Insektenwesen zu spüren zu bekommen? Wir besannen uns darauf, dass die Mantiden in Ipptalblick anscheinend die Kranken verschmähten und ließen aus unserem Heerhaufen Kranke und leicht Verwundete zusammensuchen. Dieser zusammengewürfelte Trupp sollte sich als offizielle Gesandtschaft ausgeben und von dem mitgebrachten Hilfsgütern berichten, die in die Stadt gebracht werden sollten. Natürlich sollten diese Herren auch die Augen offen halten und uns von allem berichten, was sie sahen. So geschah es.
Der Trupp kehrte nach einigen Stunden zurück, allerdings kamen 3 Männer weniger, als wir aussandten. Die anderen berichteten, dass es ihnen so gut beim Vogt und den Geweihten gefiel, dass sie in der Stadt auf unsere Ankunft warten wollten. Der Rest der Beschreibung war so wie erwartet. Der Vogt wurde von den 4 Geweihten umgarnt, die sich nur kurz um die Gesandten kümmerten, aber um die nicht mehr zurückgekommenen länger als um die anderen. Anscheinend war ihr Leiden nicht schlimm genug gewesen, um sie vor dem bösen Zauber der Damen zu schützen. Wie aber auch zu erwarten, wurde das Angebot, die Lebensmittel in die Stadt zu bringen, nur zu gerne angenommen.
Das war die Chance, die wir brauchten und der Schlachtplan war längst ersonnen. Unser Heerhaufen setzte sich in Bewegung und wurde bereitwillig eingelassen. Die Gier nach Nahrung war wohl größer als die Vorsicht. Als aber unsere Nachhut am Tor war, schlugen wir los. Die Nachhut besetzte das Tor, um einen Rückzug ermöglichen. Außerdem wurden die Gebäude um das Tor besetzt. So hatten wir eine Brückenkopf in der Stadt. Drei größere Truppen drangen dann tiefer in die Stadt ein, jeweils angeführt von Baron Hektor, Hauptmann Weizenkeim und meiner Wenigkeit. Jeder von uns hatte neben seinem Schwert noch einen hölzernen Knüppel, die aus den Wäldern geschnitten worden waren. Auf Ipptalblick stellten sich die Bewohner als Schutz der Mantiden in den Weg der Helfer. Selbiges geschah auch hier. Da wir aber nicht gute thaler Bürger niederstrecken wollten, schlugen wie die vom Zauber gebundenen mit den Keulen bewusstlos und fesselten sie. So manches Leben wurde so gerettet, wenn auch auf grobe Art und Weise. Immer weiter drangen wir vor und der Kampf wogte hin und her. Doch unser überraschender Angriff zeigte Erfolg, der Feind hatte damit nicht gerechnet. Und als der letzte Insektenkrieger fiel, waren kaum 3 Stunden vergangen. Doch ach, auch ein Viertel unserer Mannen war verwundet, manche sogar Tod. Aber die Gefahr war noch immer nicht gebannt, denn in der Stadt wurden Löcher gefunden, die Zum unterirdischen Bau der Wesen führten. Die besten Recken wurden zusammengerufen und man drang ein. Damit hatten die Wesen völlig überrumpelt. Wir machten so manchen Mantiden zum Gefangenen und die anderen fielen schnell unter unseren Klingen. Endlich fanden wir auch die Kammer der Königin und auch ihr Widerstand war bald gebrochen und das Wesen sank Tod dar nieder. Der Bericht, den wir nach Ipptalblick sandten, brachte den dort anwesenden Gelehrten gute Kunde. Der Vogt? Gefangen! Die Geweihten? Gefangen! Einige der Mantiden selbst? Gefangen! Nur die Königin als wichtiges Objekt war tot, aber das war bei weitem mehr als auf Ipptalblick, wo ja alles interessante ein Fraß der Flammen wurde und die Gelehrten bei der Erkundung der Wesen nicht weiterkamen. Hier sollten sie alles haben, was sie brauchten.
Der Abend rückte näher. Die Mauern wurden von unseren Soldaten besetzt, ein Lazarett war schnell eingerichtet und eine Feldküche geöffnet. Vor wir nach Hirschenbach weiterzogen gab es noch einiges zu tun und wir wollten unseren Männern einige Tage Ruhe und Erholung gönnen.
Doch die Ruhe währte nicht so lange wie erhofft. Am zweiten Tag nach der Befreiung der Stadt griff die Torwache einen völlig entkräfteten Boten auf, der von Baron Beorric von Wulfenstein aus Hirschenbach geschickt worden war. Anscheinend waren die Truppen der Barone von Welzen und Tolens überrascht worden und nun in arger Bedrängnis. Nach allem, was der Reiter erzählte, stand es schlecht um das Schlachtenglück der beiden Herren und jedes zu spät kommen von Hilfe würde ihren sicheren Tod bedeuten. Eine Stunde später waren alle unverletzten Recken auf den Beinen und unterwegs nach Hirschenbach. Es war ein Gewaltmarsch, aber keiner beklagte sich und so kamen auch bald die Mauern von Hirschbach in Sicht. Die Stadt war deutlich größer als Truestett. Bis hier vor das Tor war Schlachtenlärm aus der Stadt zu hören, die Tore aber waren geschlossen. So hielten also die lormarker Bogenschützen die Mauer frei vom Feind, während der Rest das Tor bestürmte. Doch es war kein windig zusammen gezimmertes Hoftor. Es war ein schweres Eichenholztor, welches einer thaler Stadtmauer würdig ist und wir hatten alle Mühe es zu öffnen. Gerade jetzt, wo doch die Zeit so knapp war. Dann geschah ein kleines Wunder. Baron Beorric hatte anscheinend von unserer Gegenwart Kunde erhalten und ein kleiner Trupp seiner Leute war zum Tor durchgedrungen, um die Riegel zu öffnen. Es ging alles Schlag auf Schlag. Die Mantiden konzentrierten sich so auf die eingeschlossenen thaler Truppen in der Stadt, dass unser Eindringen noch überraschender war als in Truestett. Das Gefecht währte nicht lange und auf unserer Seite war kaum ein Verlust zu beklagen. Der Preis auf der Seite der Barone von Welzen und Tolens aber war furchtbar. Nur einer oder zwei von Zehn hatten den Kampf überlebt. Baron Beorric war schwer verwundet und Baron Sihran war völlig vom bösen Zauber der Mantiden umgarnt. Die leblosen Insektenleiber waren zahllos und schnell wurden Scheiterhäufen vor der Stadt aufgetürmt, um das Gewürm zu verbrennen. Es wird noch lange dauern, bis die schrecklichen Spuren des geschehenen in der Stadt getilgt sind und im Moment kann ich noch nicht einmal ergründen, wie die beiden Barone in diese Lage kamen. Beorric liegt noch immer im Krankenbett und Sihran leidet noch unter den Nachwirkungen der Hexerei der Geweihten. Doch bin ich mir sicher, dass auch sie euch bald berichten werden.
Ich für meinen Teil werde wohl in den nächsten Wochen hier bleiben, um den Wiederaufbau der Stadt und des Landes und auch die Versorgung der Bevölkerung zu organisieren. Die Umgebung werde ich weiter erkunde, um die letzten Nester der Mantiden auszuräuchern. Und natürlich werde ich auch ein weiteres Ziel nicht aus den Augen lassen: Den Verbleib des Barons der Niederlormark zu ergründen.
So wünsche ich euch Glück und Gesundheit.
Den Vieren zu Gruße!

Gegeben zu Hirschenbach,
am 10 Tag des 3. Poena
Cornelius von Langenau
Freiherr zu Niedereck
Hauptmann des Thaler Heeres


Auszüge aus dem Kriegstagebuch des  Beorric von Welzen über die Ereignisse in Hirschenbach


6. Tag, 2. Poena:
Depesche von Fürst Bartha in Tolens eingetroffen. Befinde mich nach dem Ritterschlage Sihrans ebenfalls noch dort. Nachricht betrifft Niederlormark. Sammelbefehl in Sethnara. Sihran wird eigenes Kommando von 50 Reitern führen. Das also wird seine erster Auftrag als Ritter sein!

8. - 10. Tag, 2. Poena:
Aufbruch nach Wulfenstein. Mit 100 Mannen leichter Reiterei Weiterreise nach Stehnara.

Order Barthas:
Unter Führung von Prinz Anselm wird Grenze zur Baronie Güldental und die Stadt Divergast gesichert. Prinzessin Celia soll Hilfslieferungen in die Niederlormark von Sethnara aus sicherstellen. Mit Sihran zusammen mit der Aufgabe betreut, Hirschenbach und Umgebung zu sichern. Vielleicht ist auch etwas über die von Ilmenaus in Erfahrung zu bringen. Baron Hektor von Eichenstein,  Cornelius von Langenau und Kilian von Weizenkeims Truppen sollen mit uns in Hirschenbach zusammentreffen.

11. - 12. Tag, 2. Poena:
Weg nach Hirschenbach führt durch Waldgebiete. Reise verläuft ruhig - viel zu ruhig, geradezu unheimlich! Die kleinen Ansiedlungen in der Niederlormark sind verlassen, die Häuser leer und Felder nicht bestellt.

13. Tag, 2. Poena:
Ankunft in Hirschenbach. Keine Thaler Truppen in Sicht. Befehl Barthas lautete warten. Müssen uns also einrichten. Stadtvogt in Vertretung derer von Ilmenaus empfängt uns in Begleitung von vier Frauen. Frauen stellen sich als Geweihte vor. Umschwärmen den Stadtvogt wie Motten das Licht. Was hier für Sitten herrschen!
Sihran und mir großzügige Quartiere zugewiesen. Zwei Gebäude am Marktplatz. Beziehen sie mit jeweils 20 Mann. Rest der Truppen lagert in der Umgebung. Erste Nachforschungen über den Verbleib von Ilmenaus erfolglos.
Abends zum Stadtvogt eingeladen. Trotz Nahrungsknappheit in der Niederlormark lässt er fröhlich auftischen. Dieses Bild passt gar nicht zum bedauernswerten Zustand des Landes! Sihran scheint großen Gefallen an den Geweihten zu finden. Spricht den ihm dargebotenen Getränken kräftig zu. Bin selbst eher abgestoßen von dem aufgesetzten Verhalten.

Lärm im Morgengrauen. Kampfgeräusche auf dem Marktplatz. Unsere Truppen werden von insektenähnlichen Wesen angegriffen. Müssen uns im Haus verbarrikadieren und tatenlos zusehen wie unsere Mannen dahingeschlachtet werden. Kein Kontakt zu Sihran! Versuche Boten zu den nächsten Thaler Truppen durchzuschleusen. Können uns nicht mehr lange halten. Während eines kurzen, heftigen Ausfalls schlüpfen Boten hinaus. Hoffentlich kommt wenigstens einer durch...
Halten durch bis in die Nacht... wieder Angriffe... verliere bei jedem Ansturm weitere Männer... es ist aussichtslos... habe nur noch wenige Mannen bei mir... beginne letzte Zeilen an meine Gemahlin zu schreiben...


Im Morgengrauen in der Ferne Truppenbewegungen. Bei den Vieren... es sind die Thaler Truppen. Machen uns für letzten Ausfall bereit. Stadttor muss geöffnet werden. Dem Tode ins Auge blickend und mit letzter Kraft dringen wir vor. Erleide selbst schwere Verwundung am Bein. Können mit Müh und Not das Tor öffnen. Thaler Truppen stürmen herein und machen Insektenwesen nieder. Den Vieren sei Dank... gerettet! Bis in den letzten Winkel ihrer unterirdischen Baue werden die Wesen verfolgt. Finde Sihran wohlauf. Er scheint unter den Nachwirkungen der Getränke der "Geweihten" zu leiden. Er wird mit einer starken Eskorte zu einem Ogedenschrein gebracht, damit er Ruhe und Genesung finden kann. Muss selbst erst ins Feldlazarett.



Sethnara, den 20. Tag des 2. Helios 31 n.A.III

Erste Hilfslieferungen für die Niederlormark

In den vergangenen Wochen konnten von Sethnara aus die ersten Hilfslieferungen mit Lebensmitteln, Herbstsaatgut und sonstigen Hilfsgütern Anthan in Richtung der Niederlormark verlassen. Dank der hohen Spendebereitschaft sowohl in Thal als auch in ganz Heligonia konnte das Organisationskomitee unter der Leitung von Prinzessin Celia von Thal, Freifrau Fendra von Aueneck und Freifrau Roxana von Beraht eine große Menge an Hilfsgütern sammeln, die dazu dienen soll, die Not der niederlormarker Bevölkerung zu lindern. Auch erste Hilfskräfte, die den Wiederaufbau der Niederlormark unterstützen sollen, begleiteten die Trosse an ihre Bestimmungsorte, um dort bei allen anfallenden Arbeiten zur Hand zu gehen.
Prinzessin Celia von Thal als Sprecherin des Komitees zeigte sich in einer öffentlichen Rede in Sethnara zuversichtlich angesichts der erfreulichen Fortschritte der Hilfsaktionen und sprach noch einmal allen großzügigen Spendern und allen Helfern sowohl in Sethnara als auch vor Ort in der Niederlormark ihren Dank, auch im Namen des Fürsten und des Volkes von Thal, aus. Zudem erinnerte sie daran, dass die derzeitigen Fortschritte nicht vergessen lassen sollten, dass auch weiterhin die tatkräftige und großzügige Mithilfe aus allen Teilen Heligonias vonnöten sein wird, um nicht nur den Frieden im Kampf gegen die noch nicht gebannte Gefahr durch die Mantiden zu erhalten, sondern auch den dringend notwendigen Wiederaufbau der Niederlormark schnell voranzutreiben und den Strom der grundlegenden Hilfe an Lebensmitteln und sonstigen Hilfsgütern nicht versiegen zu lassen, bis eine selbständige Versorgung der Bevölkerung wieder gewährleistet sein wird.

Das Komitee zur Koordination der Hilfslieferungen wird seine Arbeit in Sethnara bis auf Weiteres fortsetzen. Spenden sind weiterhin stets willkommen und an das dortige Bureau zu richten, das auch gerne jederzeit zu Auskünften bereit ist.

Tilmann Eschenburger, Stadtschreiber zu Sethnara




 

Betiser Tribüne


  

Stadtrat beschließt Vorbereitungen für Pilgerzug

Der Hohe Rat der freien Reichsstadt Betis hat in Anbetracht des erwarteten Pilgerzuges folgende Maßnahmen beschlossen:
1. Um eine gute Zusammenarbeit zu ermöglichen wurde der Führer des Pilgerzuges, Prior Adrian, zu einem Besuch beim Hohen Rat und beim Dogen eingeladen.
2. Vor den Toren der Stadt soll ein Zeltlager mit allen benötigten Einrichtungen für die erwarteten Menschenmassen errichtet werden, um die Pilger dort angemessen unter-zubringen.
3. In der Stadt und an den Stadttoren werden die Ordnungskräfte verstärkt, um weiterhin den reibungslosen Ablauf des Stadtlebens zu garantieren.
4. Es wird kurzfristig ein Amt für "Fremden- und Pilgerverkehr" eingerichtet, welches mit Hilfe von Informationsständen und umherlaufenden Mitarbeitern den Pilgern die Orientierung in der Stadt erleichtern soll.

Die unverzichtbare Liste des guten Geschmacks

 

Was sich schickt Und was nicht
      Pilgerzüge
·    Tlamanette
·    Laientheater
·    Verfeinertes Rauchkraut
·    Umstürzende Bäume
·    Strategisches Unentschieden
·    Diebstahl
·    Die Pforten dicht machen


Der Handelsprophet


 
Tageskurse
Aurazith 1 heligonische Unze 1 Dukaten und 5 Kreuzer
Einfache Unterkunft im Gasthaus 3 Kreuzer
Kerze 5 Kreuzer
Tabak (Jolbensteiner) 1 kg 6 Groschen 7 Kreuzer
Tabak  1 kg
4 Groschen 5 Kreuzer

Der Aurazithkurs bleibt weiter auf hohem Niveau. In Betis und dem näheren Umland steigen die Preise für Gasthaus-Unterkünfte, was sich durch den in der freien Reichsstadt erwarteten Pilgerzug erklären lässt. Der mit diesem Pilgerzug einhergehende hohe Kerzenverbrauch für rituelle Zwecke lässt auch für dieses Produkt den Preis klettern. Der Kurs für Tabak aus Jol-benstein steigt nach den Berichten über dessen vorzügliche Qualität in unbekannte Höhen. Darunter haben selbstverständlich die Rauchkrautprodukte aus anderen Regionen in Form eines Preisverfalls zu leiden.



Bürger des Monats

In diesem Monat entschied die Jury, den Betiser Händler Fabrizius Gutknecht, Ruhe er in Frieden, post mortem zum Bürger des Monats zu erklären. Mit seiner selbstlosen Tat, das ei-gene Leben für das eines anderen zu opfern sei er ein leuchtendes Beispiel für alle Betiser Bürger. Diese Tat, so betonte die Jury, solle einem Jeden, unabhängig vom Glauben, zu denken geben.


Betiser Sprichwort

Suche den Schlaf, wenn Du liebst,
scheue ihn, wenn Du sprichst
und fürchte ihn, wenn Du regierst.

Gunst und Kunst

Was die Heligonier am liebsten hören
 
1 (1)    Die Vogelfreunde - "Kerze im Wind"
2 (6)    Wunderkind Bonifazio - "Jucheisasa!"
3 (2)    Die letzten Fernwanderer - "Es braucht nur zwei wie uns"
4 (-)     Sie könnten Giganten sein - "Spinne"
5 (8)    Leonardo - "Viva Ostaria! "
6 (5)    Sie könnten Giganten sein - "Am Ende der Tour"
7 (-)     Jean-Pierre - "La belle Leabell"
8 (3)     Johann Bar - "Verletzt"
9 (4)     Drachenhainer Jagdchor - "Der weisse Hirsch"
10(7)    Rebenhains Romantische Räuber - "Laß mich Deine Gugel sein für eine Nacht!"

Stadtgeschehen

Gerüchten zufolge plant der Stadtrat gemeinsam mit den Baronen des Hochlandes eine Wie-derholung der vor Jahren so erfolgreich verlaufenen Hochlandtage in Betis. Dort sollen erneut Land und Leute, Kultur und Waren des Hochlandes präsentiert werden. Ein Termin für dieses Spektakulum ist allerdings noch nicht bekannt.
Spektakulärer Utzgan-Transfer: Istvan Zornefelder, der ostarische Spieler der schlicht "die Mauer" genannt wird, steht informierten Kreisen zufolge kurz vor einem Wechsel zu "Sturm Betis". Verantwortliche der Mannschaft wollten sich dazu nicht äußern, bestätigten jedoch die Absicht, sich personell zu verstärken.


Wegweiser zur Erleuchtung

Die heilige Queste - Das nächste Ziel

Die Suche nach dem Tor der Unschuld ist eines der bedeutendsten Ereignisse unserer Zeit. Der Eine hat uns sein Werkzeug gesandt - der erblindete Prior Adrian. Er wird uns den Weg weisen und das Ziel wird unser aller Lohn sein. Zu loben sei auch der ritterliche Mut des Barons von Gaeltacht, der ohne zu zögern sein Leben der heiligen ceridischen Kirche widmet und Bruder Adrian begleitet. Mit ihnen pilgern nun schon viele Gläubige, Arme wie Reiche, barfüßig und im Büßergewande, jedoch frohen Gemütes mit einem Gebet auf den Lippen. Schon von der Ferne kündet der Schall ihrer Lieder von ihrem Kommen.
Doch hat böses Hexenwerk die Freude des heiligen Zuges getrübt. Nahe der Südgrenze von Gaeltacht ruhten sich die Gläubigen im Schatten eines großen Baumes aus, als plötzlich aus heiterem Himmel heftige Winde auftauchten, die von eisigem Regen begleitet wurden. Alle wurden von dem Hagelkörnern gepeinigt, außer Bruder Adrian, der von einem Schein aus Licht umgeben war und keine nasse Stelle auf seinem Leibe hatte. Auf einem nahen Hügel hörten die Pilger plötzlich das wahnsinnige Schreien eines Weibes, als im gleichen Augenblick der Baum zerbarst und auf die frommen Menschen herniederging. Fabrizius Gutknecht, ein Händler aus Betis, stürzte sich sogleich auf den blinden, frommen Mann, um ihn vor den schweren, herabstürzenden Ästen zu schützen. Der Leib des Händlers war Schutz und Schild für Bruder Adrian, der unversehrt aus einem Dickicht von losgelösten Ästen und Teilen des Stammes geborgen wurde. Der tapfere Fabrizius jedoch fand den Tod. Er gab sein Leben für ein höheres Ziel und starb mit einem Lächeln auf den Lippen, bevor er seine letzten Worte hauchte: "Bringt meinen Leichnam nachhause ... nach Betis." Bruder Adrian sprach ein Gebet für den Märtyrer, erhob sich und sprach zu den Gläubigen: "Nehmt dies als Zeichen des Einen. Unsere Queste soll uns nach Betis führen."
Die Pilger hoben den Toten auf, trugen ihn auf ihren Schulter und stimmten ein Loblied auf den Einen an, um weiter ihres Weges zu ziehen. Das böse Hexenweib indes war nicht mehr auszumachen und hatte sich, ihrer Schandtat wohl bewusst, davongeschlichen.

Möge ein jeder, der dem heiligen Zuge begegnet den nötigen Respekt erweisen, den Pilgern Speis und Trank reichen und einen Platz richten, wo sie ihr Haupt betten können, um dann frisch gestärkt weiter zu ziehen. Wer sich im Streiten versteht, der gebe dem Zug eine Wegstrecke des Geleits. Denn merket: euer Seelenheil wird im frommen Dienen für den Einen gewahrt und genährt.
So sei es!


Lied vom Ritter Benedikt (Gedichtet von Heinrich dem Stettener)


Einst zogen in wildes Land,                          die Ritter stolz und fein
Und als sich ein gutes Zelt fand,                  da kehrten sie gern ein
Herr Benedikt war sehr geschickt                 er füllte sich gleich das Horn
Die Ritter all in frohem Schall                       sie tranken Met und Korn

Doch bald kamen dunkle Gesellen               die wollten feindlich tun
Die Streiter mit Äxten gleich fällen                die Armbrust durft nicht ruhn
Herr Benedikt war sehr geschickt                 gern nahm er den ersten Schuß an
Die Heilersfrau hat die Brust geflickt             darnieder lag der Mann

Herr Benedikt lag nun im Zelte                     ein Nachthemd nur trug er
Er zitterte wegen der Kälte                           da kam Geschrei daher
Herr Benedikt war sehr geschickt                 Er rettete Friedrich den Wanst
Ein Schuß mit Mut trifft doppelt gut              die Feinde hatten Angst

Am nächsten frühen Tage                            ging er dann in den Wald
Der Durst ihn da übel plagte                        er fand ein Fläschen bald
Herr Benedikt war sehr geschickt                 Er trank einen Gin bis zum Grund
Da wurd jedem Mann ein Wunsch getan      ja dienen ist gesund

Der Fluch aber war bald gebrochen            den Vieren seis gedankt
Denn schon kam Gefahr angekrochen        Ein Drache sich einfand
Herr Benedikt war sehr geschickt                er hieb die Augen entzwei
Der Drache schielt, der Feind er flieht         Der Kampf war nun vorbei

Die Ritter sie zogen bald heimwärts             ins schöne Jolbenstein
Beim Ritt sprachen sie manchen Scherz     und sangen Lieder fein:
"Herr Benedikt ist sehr geschickt                 Er füllt das Horn bis zum Rand
Er nimmt den Schuß schießt ohn Verdruss er hat einen Gin gekannt."


Termine

19.09. - 21.09.03       Phaenomenon III: Romantique 1820 in der Alten  Mühle bei Dinkelsbühl
17. 10. - 19.10.03      Phaenomenon IV - Absinthique 1929 in Bopfingen bei Aalen
12.12. -14.12.03        Helicon 26 Bardentreffen im Schloß Einsiedeln
02.04. - 04.04.04       Helicon 27 auf Burg Wildenstein

Wichtig! Redaktionsschluss für den nächsten Boten!

Der nächste Helios-Bote erscheint zum Barden-Con am 12. Dezember 2003. Der Redaktionsschluss für Ausgabe 48 ist der 31. November 2003, damit wir die Boten noch fertigbekommen. Artikel, die uns erst nach Redaktionsschluss erreichen, können daher möglicherweise nicht mehr aufgenommen werden.
Wenn genügend Artikel für ein Portal eintreffen, so wird auch wieder die Gelehrtenzeitschrift erscheinen. Auch hier gilt der gleiche Redaktionsschluss.
Beachtet bitte wie immer, dass auch die Regio-Spielleitungen noch Zeit brauchen, die Artikel ihrer Regionen zu sammeln!!!
Wer einen wichtigen Artikel schon früher auf der Heligonia-Seite veröffentlicht haben möchte, wende sich bitte an die jeweilige Regio-Spielleitung.

© Copyright Inés &  Marc Hermann

Berichte von Susanne Arbogast, Jochen Brenner, Arnulf Breuer, Thilo Döring, Kilian Frey, Marc Gebauer, Inés Hermann, Petra E. Jörns, Daniela Lochner, Günther Merk, Katrin Puwalla, Julia und Andreas Riedlinger, Leif Scheuermann und Anna Ungureanu
Lied von Frank Prietz