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Gaeltachter Küche

Gekocht wird in Gaeltacht gut, deftig und gerne. Die Frauen müssen oft große Mengen für ihre schwer arbeitenden Männer zu bereiten, die auf ein stärkendes Mahl nach der harten Arbeit warten. Die gaeltachter Küche ist nichts für den Feinschmecker aus Betis, denn hier bekommt man große Portionen, die gut schmecken und die Lebensgeister zurückbringen.

Was Fleischgerichte angeht, hat Gaeltacht das wohlschmeckende Hochlandrind zu bieten. Das Rindsfleisch ist in ganz Heligonia bekannt und wird bis in den fernen Süden verkauft und manchmal sogar nach übersee. Die Gaeltachter bereiten sich daraus meist einen deftigen Rindsschmorbraten, zu dem eine Soße aus Pfefferminze gereicht wird. Aber auch in feiner Schafsbutter angebraten, ist das Rindfleisch ein Gaumenschmaus. Dazu gibt es allerdings selten eine Soße, sondern meist ein kräftiges Weizenbrot.

Auf den großen Weideflächen tummeln sich die Schafherden, die das gute gaeltachter Lammfleisch liefern. Gaeltacht lebt und steht mit den Schafen. Aus den weißen Wollknäueln stellen die Hochländer ihre Grundnahrungsmitte, wie Milch, Käse und Fleisch her. Die Käsekunst wird sehr groß geschrieben und fast ein jedes Dorf, ja sogar fast jeder Weiler stellt seinen eigenen, ganz speziellen Schafskäse her. Die Hirten nehmen den Käse mit auf die Weide, um eine Vesper einzulegen, aber auch in der Kochkunst spielt er eine große Rolle.

Ansonsten gibt es an fleischiger Nahrung im kargen Hochmoor nur noch das Moorhuhn, das vor allem von den Priesterinnen der Saarka mit Zugabe von seltenen Pilzen zubereitet wird. Das Moorhuhn hat einen leicht erdigen Geschmack, den die Sporengewächse noch verstärken.

Rezepte

Lammeintopf
800 g Lamm - Schulter
5 EL Öl
1 Zwiebel(n)
1 Zehe/n Knoblauch
300 g Möhre(n)
1 Knollensellerie
1/4 Kopf Weißkohl
150 g Lauch
1 Liter Rinderbrühe
250 g Kartoffeln, geschälte
1 EL Petersilie, gehackte
1 Prise Kümmel
1 Prise Thymian, Muskat, Salz und Pfefer

Lammfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden, Zwiebel in Strefien, Kartoffel in klein Würfel schneiden (1 Kartoffel beiseite legen), Kohl und Lauch grobblättrig schneiden. In erhitztem öl das Fleisch anbraten. Zwiebel, zerdrückten Knoblauch und Gemüse ohne die Kartoffeln beigeben, mitschmoren lassen, mit Brühe aufgießen, mit Kümmel, Muskat, Thymian, Salz u. Pfeffer abschmecken. 1 Stunde bei leichter Hitze kochen lassen. Dann Kartoffelwürfel beigeben u. Noch eine Viertelstunde weiterkochen lassen. Die beiseite gelegte Kartoffel fein raspeln und kurz vor dem Servieren den Eintopf damit binden. Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Drei in Einem
1 Schafsmagen
1 Schafsleber
1 Schafsherz
200 g Nierenfett vom Schaf
1 kleiner Becher Hafermehl
3 Zwiebeln fein gehackt
1 Tl; Salz
Je 1/2 Tl Muskat und Pfeffer und Chayenne
1 kleiner Becher Brühe

Waschen Sie den Schafsmagen und entfernen Sie überschüssige Hautlappen und überschüssiges Fett. Reiben Sie es ihn mit Salz ein und lassen Sie ihn mehrere Stunden in Salzwasser einweichen. Dann von innen nach außen umstülpen ("auf links drehen").

Zwischenzeitlich legen Sie die Leber und das Herz in kaltes Wasser und bringen das dann zum Kochen. Dann die Hitze reduzieren und den Topf mit einem Deckel abdecken. Für 30 Minuten köcheln lassen. Das Herz klein hacken und die Leber grob zerkleinern. Jetzt das Hafermehl unter Rühren in einer Pfanne goldgelb rösten.

Alle Zutaten incl. der Brühe und des Nierenfetts mischen und in den leeren Magen einfüllen. Achten Sie bitte darauf, dass der Magen nur zu 2/3 gefüllt ist, weil sich das Hafermehl noch ausdehnen wird. Füllen Sie den Schafsmagen zu stark, wird er Ihnen später explodieren. Die Luft sorgfältig herausdrücken und fest zunähen oder zubinden.

Nachdem Sie den Magen nun vollständig bedeckt in einen Topf mit Wasser getan haben, kochen Sie ihn bei kleiner Hitze und ohne Deckel über drei Stunden. Füllen Sie hierbei verdampfendes Wasser ständig nach. Wenn sich die Hülle aufbläht, stechen Sie ein paar Mal mit einer Nadel oder Gabel hinein.

Plazieren Sie den Haggis ohne Fäden auf einer Platte in der Mitte des Tisches. Er wird mit einem Löffel serviert. Dazu gibt es üblicherweise "neeps and nips", weiße Rüben zerstampft, einen Schluck Whisky und Kartoffelbrei.