![]() |
Fürstentum DrachenhainHerrscher: Fürst Leomar von Drachenhain Wappen: seit 27 n.A.III das alte „Halmarwappen“, feuerspeiender, goldener Drache auf schwarzem Grund Wahlspruch des Hauses Drachenhain: „Mit Sporn und Schneid!“ Im Herzen Heligonias liegt, gleich einem Kinde eingebettet im Arm der
Mutter, zwischen den Flüssen Brazach und Jolborn ganzhaft und unerschütterlich
das Fürstentum Drachenhain.
RegierungssitzHerrschaftsformSeit 27 n.A.III ist Drachenhain Fürstentum, zuvor war es eine Grafschaft gewesen. Die LehenDie Baronien Gaeltacht, Flaitney und Luchnar sind die Heimat der Hochlandbewohner, deren kultureller, wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt die Stadt Tairngire ist. Das Hochland verfügt über ein in Heligonia einmaliges Herrschaftssystem: Jeder Familienclan hat einen Abgesandten, der die Interessen des Clans vor dem jeweiligen Baron vertritt. Jeder Baron der Hochland-Baronien ruft in regelmäßigen Abständen die Clan-Obersten zusammen und lenkt gemeinsam mit ihnen die Geschicke des Landes. In alten Zeiten führten die Grafen von Drachenhain und die Clans des Hochlandes Krieg, den letzten Endes Drachenhain für sich entscheiden konnte. Inzwischen haben sich die Hochländer mit der Herrschaft derer von Drachenhain abgefunden - manche zählen die Drachentrutz ob des gleichen Höhenniveaus spaßhaft zum Hochland hinzu. Die im sogenannten Tiefland befindlichen Baronien sind Wolfenfeld, Rebenhain, Jolbenstein, Tatzelfels, die Antrutzen, Lindfurt, die Sichelmark, die Abtei Sankt Aluin und die Ballei Sengenberg. Bei einigen der Lehnsnehmer hat die Familie das Baronsamt schon seit mehreren Generationen inne und vererbt diese Vasallenschaft an den geeignetesten Nachfahren weiter. Jedem Baron ist es gestattet, sein Lehen nach eigenem Gutdünken an Vogte, Ritter oder dergleichen zu verteilen - ganz nach dem Prinzip des teilbaren Heliosbriefes. Die HerrscherfamilieLeomars Mutter Richiles verstarb im Jahre 13 n.A.III. Sie war Schwester des inzwischen ebenfalls verschiedenen Herzogs Uriel II. von Ostarien. Richiles gebar vor Leomar noch ein weiteres Kind, die Erstgeborene Prinzessin Syria Jaldis, Baronin von Tatzelfels. Waldemars Frau zog neben den Eigenen auch noch eine Reihe anderer Kinder auf. Als erstes ist Josephina von Drachenhain zu nennen, einziges Kind von Waldemars einzigem Bruder Wunjo, der bei einem Jagdunfall zu Tode kam. Da Josephinas Mutter schon früher verstorben war, nahm Richiles das Kind an ihren Hof. Seit ihrer Volljährigkeit regiert Josephina das Erbe ihres Vaters: die Baronie Wolfenfeld. Außerdem ist sie eine Hochgeweihte des Xurl. Zum Kreis der „Drachenhainer Kinder“ gehörte auch Angharad Elanor, die aufgrund der unrechtmäßigen Machtübernahme im Lande ihrer Väter, der ostarischen Baronie Emarania, durch die ketzerischen Helioceriden ihre Kindheit und Jugend im Drachenhainer Exil verbringen musste. Ihr Vater Baron Winfried von Emarania war ein enger Freund Waldemars gewesen. Die spätere Baronin von Emarania verstarb während einer Fehde mit Baron Krator von Rebenhain in einem Scharmützel. Richiles zog an Kindesstatt außerdem die Waise Wolfram auf, der alsbald den klerikalen Weg einschlug und in seinem Aufstieg erst Drachenhain, dann Heligonia den Rücken zukehrte und vor einigen Jahren im Ausland als bekannter Kirchenmann verstarb. Zur Familie gehörten außerdem der ehemalige Baron von Arnach, Bertrand und sein Bruder Maurice, deren verstorbene Mutter Annabell von Drachenhain Schwester des Fürsten Waldemar gewesen war. Beide Brüder gelten als verschollen, sie waren als Tüftler und obskure Wissenschaftler bekannt, keiner weiß was mit ihnen geschehen ist... HeerwesenIn der Hauptstadt Jolbruck sorgt zudem ein gut ausgebildetes Heer für einen reibungslosen Handel und die Sicherheit auf den Handelsstraßen entlang des Jolborn. Die Hohen Ämtero Der Drachenhainer Schwertführer (Insig: Drachenhainer
Schwert) ist im Kriegsfalle die Rechte Hand des Fürsten und nach ihm
oberster Befehlshaber, derzeit vakant.
GesetzgebungWirtschaftIm Tiefland betreibt man unterschiedlich erfolgreich Ackerbau und Viehzucht. Baronien, die an Brazach oder Jolborn grenzen, betreiben teilweise regen Binnenhandel. Abgesehen davon fertigen die Baronien separat verschiedenste Produkte von hoher Qualität. Beispielsweise liefern die Weinberge der Baronie Rebenhain das von Helios verwöhnte "Rebenhainer Traubenblut". Schlimme Unwetter und die verschiedenen Konflikte der letzten Jahre haben ihre fatalen Spuren hinterlassen. Das Land ist zwar durchaus fruchtbar, doch werden sich große Überschüsse voraussichtlich erst nach einigen Jahren anhaltenden Friedens erwirtschaften lassen. Wirklich Hunger leiden müssen im Grunde nur die Ärmsten der Armen, wobei die Tafel der einfachen Bauern alles andere als reich gedeckt ist. Einige schlechte Ernten und zwei bis drei kalte Winter würden sicherlich katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen. ReligionAnders jedoch verhält sich dies in einigen der Tieflandbaronien. Da der vormalige und langjährige Fürst des Landes Waldemar in jungen Jahren selbst dem ceridischen Glauben beigetreten war, unterstützte er das Ceridentum mit großem Eifer. Die Gründung mehrerer Abteien und einer Ballei ist auf dieses Bestreben zurückzuführen.. Dennoch blieb der Anteil der ogedischen und ceridischen Lehnsnehmer im Fürstentum immer in etwa gleich. Mehr als einmal hatte diese einseitige Regsamkeit des inzwischen Verschollenen Anlass für Streit gegeben, was letztendlich im großen Bruch zwischen Waldemar und seinen ogedischen Vasallen gipfelte. TierweltEinzigartig in Heligonia ist die Tatzelfelser Met-Biene. Das fleißige Insekt sammelt auf den ansonsten nutzlosen Wiesen und Heideflächen in Tatzelfels Nektar. Der Honig wird von den Imkern geerntet und nach geheimen Rezepten zum beliebten Met verarbeitet. In den Auen der Brazachdelta-Anrainer wie Jolbenstein und Lindfurt lebt der Lunsch-Blutegel. Die Heiler sammeln dieses für die Medizin so wertvolle Tier, indem sie mit nackten Füßen im Altwasser des Brazach waten und die Egel hernach abtrennen und in Gläsern aufbewahren. Jeder Medicus in Heligonia sollte über mehrere Lunsch-Blutegel verfügen, die vortrefflich zur Heilung allerhand Krankheiten eingesetzt werden können.
|