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Hauptstadt
Tarnam
Herrscher Markgraf
Kalveram von Norrland- Brassach, Großmeister der Templer zu
Ankur
Das Landeswappen
Das
Landeswappen der Markgrafschaft Norrland-Brassach ist eine Vereinigung
dreier Wappen: Das Wappen derer vom Norrland, das Wappen derer von Brassach
und das Wappen des Ordens der Templer zu Ankur. Das Landeswappen ist gevierteilt
und mit einem Herzschild belegt. Der Herzschild zeigt auf rotem Grund ein
schwebendes, silbernes, von vier weiteren, kleineren Kreuzen bewinkeltes,
Krückenkreuz (Ordenswappen der Templer zu Ankur). Das rechte, obere
sowie das linke, untere Feld des Dreieckschildes zeigen in Silber einen
hersehenden, grauen Bullenkopf mit Nasenring (Familienwappen derer vom
Norrland). Wohingegen das linke, obere und das rechte, untere Feld in Blau
jeweils drei gleichgerichtete, steigende, goldene Panzerhechte 2:1 zeigen
(Familienwappen derer von Brassach).
Die geographische Lage
Auf den heligonischen Landkarten findet man die Markgrafschaft
Norrland-Brassach am nördlichen Rand des erforschten und besiedelten
Teils des Königreiches. Norrland-Brassach wird durch den Fluß
Brazach in links- und rechtsbrazachische Lehen geteilt. Die Ostra, ein
Zufluß des Brazachs, bildet die nördliche Grenze der Markgrafschaft.
Die Ländereien des Markgrafen grenzen lediglich an zwei der sechs
weiteren Landesteile des Königreiches Heligonia an. Die Nachbarn sind
das Herzogtum Ostarien mit der Erzmark, der Baronie Arnach und der Baronie
Nordmark im Südwesten und das Kronland Ligonii mit der Baronie Escandra
im Südosten. Nordöstlich liegt der mysteriöse Parimawald,
den die Einwohner der Markgrafschaft zumeist meiden. Im Nordwesten findet
man das ungastliche Ödland, dessen wilde Bewohner in den letzten zwei
Jahren ein echte Bedrohung für die Bevölkerung des heligonischen
Nordens darstellten.

Das Lehensgefüge
Die Ländereien der Markgrafschaft verteilen
sich auf die drei Baronien Dachsrode, Grauburg und Norrland-Brassach. Ausnahmen
bilden lediglich die Vogteien Corvesa, Eichenburg und Ostramünd sowie
die Ballei Hohentor, allesamt im Norden, die nicht zu einer bestimmten
Baronie gehören. Sie sind dem Markgrafen unmittelbar unterstellt.
Die im Süden gelegene Baronie Grauburg, bestehend aus den Provinzen
Grauburg, Thalion, Tharagonien und der Ballei Amien, wurde Baron Hagen
von Grauburg als Lehen anvertraut. Die Provinzen Ahren, Dachsrode und Rauhenfels,
die zusammen die westlichste Baronie der Markgrafschaft bilden, fallen
unter die Herrschaft Gilbert von Dachsrodes. Die Baronie Norrland-Brassach,
bestehend aus den linksbrazachischen Provinzen Bastien, Brassach und Brazfurt
und dem rechtsbrazachischen Norrland, wird vom Markgrafen selbst regiert.
Die Hauptstadt Tarnam
Tarnam, die Hauptstadt Norrland-Brassachs, ist die
größte und hektischste Stadt der Markgrafschaft. Diese Tatsache
verdankt sie mehreren Umständen: Zum einen hält der Markgraf
in Tarnam Hof, zum anderen laufen hier die wichtigsten Handelsstraßen
zusammen. Tarnam ist das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Markgrafschaft
und er Baronie Norrland-Brassach. Die große Stadt, die auf einer
Anhöhe liegt, wird durch ein ausgeklügeltes System aus Wällen,
Gräben und Mauern gegen das offene Land hin gesichert. Nur durch zwei
große, stark befestigte Stadttore oder durch die versperrbare Hafeneinfahrt
findet der Reisende Einlaß in die Hauptstadt der Markgrafschaft.
Einen natürlichen Schutz im Osten bildet der Fluß Brazach. Der
Hafen von Tarnam, einer der größten Häfen am Strom, ist
durch eine gemauerte Pier mit hohen, begehbaren Außenmauern eingefaßt.
Der Binnenhafen läßt sich durch ein geschickt konstruiertes
Tor vollständig verschließen. Eine höchst respektable Leistung
der heimischen Baumeister und wohl einmalig im Lande Heligonia. Im
großen Hafenbecken finden die Boote der Flußfischer, Handelsschiffe
und auch zwei der vier schweren Darborkoggen sowie die erst im ersten Helios
des Jahres neunzig nach der Erleuchtung erworbenen zwei Schiffe der Herzog-Uriel-Klasse
Platz, die gemeinsam mit den beiden in Grauwiel stationierten Koggen die
Flußsicherung übernehmen.
Die Burg Brassach, Wohnstätte der Herrscherfamilie
in der Felsgruppe Hohenmark und unmittelbar neben der Stadt gelegen, gilt
als nahezu uneinnehmbar, da sie auf drei Seiten von Schluchten umsäumt
wird und der einzige Aufweg direkt von der Stadt aus über schmale,
aber gut geschützte, steile Serpentinen erfolgt. Gerüchteweise
soll es aber noch einen geheimen Ausgang aus der Burg geben: Einen Fluchttunnel,
dessen Zugang und Lage nur Mitgliedern der Herrscherfamilie bekannt ist.
Flüchtende, die die durch den Fels getriebenen Gänge benutzen,
sollen an einem sicheren Ort in der Hohenmark auskommen.
Die Herrscherfamilie und ihre Geschichte
Um die Geschichte der noch jungen Markgrafschaft
Norrland-Brassach und seiner Herrscher wiederzugeben, muß man zunächst
einen Blick auf die Geschichte der ligoniischen Provinz Norrland und der
ostarischen Baronie Brassach werfen, bevor diese mit den im Ödland
hinzugewonnenen Ländereien zu einem Lehen vereint wurden:
Die ligoniische Provinz Norrland
Bevor
das Norrland ein Teil der souveränen Markgrafschaft Norrland-Brassach
wurde, befand es sich bereits seit vielen Jahren in der Obhut derer vom
Norrland. Bevor Talen vom Norrland im Jahre siebenundachtzig nach der Erleuchtung
aus Alters- und Krankheitsgründen die Amtsgeschäfte an seinen
ältesten Sohn Kalveram übergab, regierte er die ligoniische Provinz,
die zur Baronie Escandra gehörte, nunmehr seit fünfundzwanzig
Jahren. Aus Dankbarkeit vertraute König Helos Aximistilius Tertius
seinem treuen Gefolgsmann Talen das Norrland am ersten Tag des ersten Helios
des Jahres zweiundsechzig nach der Erleuchtung als Erblehen an, da sich
Talen in den vielen Schlachten, die er als junger Mann für den König
schlug, mehrfach ausgezeichnet hatte. Zu allen Zeiten stand der Recke treu
und tapfer an der Seite seines Herrn und Königs. Zusammen mit seiner
Frau Elagar verließ Talen vor vielen Jahren den königlichen
Hof in Escandra, um seinem König von nun an als treuer Vasall im Norrland
zu dienen. Als Herrschersitz wählte Talen die Flußinsel Karan
direkt vor den Toren der Stadt Den-Cadain, wo er die Feste Norrgart bauen
ließ. Von dort aus plante der Norrländer nun das weitere Vorgehen,
denn in der Provinz war einiges an Aufbauarbeit zu leisten. Der frühere
Herrscher dieses Landstriches, der raffgierige Xanon, war nur auf eine
möglichst schnelle Ausbeutung des Landes aus und hatte sich nicht
sonderlich um die Zukunft des Lehens gekümmert. Die junge, ceridische
Familie war somit gezwungen, etliche Anstrengungen in den Wiederaufbau
und die Umorganisation der vorhandenen Strukturen zu stecken, die erst
Jahre später Früchte tragen sollten. Als besondere Maßnahmen
sollen hier nur die Ausbildung der Bauern zur Erhaltung der Wälder
und das Verbot der Brandrodung, diese war damals im Norrland üblich,
um möglichst schnell Ackerland für die stets wachsende Bevölkerung
zu gewinnen, erwähnt werden. In den folgenden Jahren konnten die Erträge
des Norrlandes und somit auch die Steuern für den König in Escandra
wieder auf ein angemessenes Maß angehoben werden. Auch gelang es
den Einwohner durch eine durchdachte Neupflanzung junger Bäume, alte
Wälder wieder entstehen zu lassen beziehungsweise neue Forste zu etablieren,
die einer weiteren Versteppung des Norrlandes, die Folge der intensiven
Ziegenwirtschaft unter dem verhaßten Xanon, Einhalt geboten. Diese
neuen Forste, dessen älteste Bäume nun über zwanzig Jahre
alt sind, haben inzwischen eine respektable Größe erreicht.
Die umsichtigen Maßnahmen der adligen Familie machten diese im Lande
beliebt, da sich durch die eingeführten Neuerungen auch die Lebensumstände
der Gemeinen erheblich verbessert hatten.
Im Jahr des Umzuges vom königlichen Hof
in die Provinz Norrland wurde Talens erster Sohn, Kalveram, am zwanzigsten
Tage der ersten Saarka geboren. Fünf Jahre später folgte der
Zweitgeborene Larn. Kalveram wurde von seinem Vater und Gisberus, dem pretoriusanischen
Abt von Den-Cadain, ceridisch erzogen. Seine Ausbildung vervollständigte
er am Hofe Baron Daron von Brassachs, wo er seine Pagen- und Knappenzeit
verbrachte. Schon in dieser Zeit galt Kalverams Interesse den Templern.
Am ersten Tag des ersten Helios neunundsiebzig nach der Erleuchtung erhielt
er den ersehnten Ritterschlag und trat sodann dem aufstrebenden Orden der
Templer zu Ankur als Ritterbruder bei. Der junge Norrländer verdiente
sich seine Sporen in der Reiterei des Ordens, wo er als Hauptmann eine
Einheit der Ulaken anführte. Nach acht Jahren des Dienstes berief
Konrad von Lodenburg, der Großmeister des Ordens, den ‚Sohn Ligoniis‘
zum Landmeister des Kronlandes.
Talens Erstgeborener übernahm im zweiten
Helios siebenundachtzig nach der Erleuchtung die Führung der Provinz,
da Talen, der nun bereits das stolze Alter von sechsundfünfzig Jahren
erreicht hatte, aufgrund zahlreicher Gebrechen nicht mehr in der Lage war,
die Provinz ohne Hilfe zu leiten. Kalveram wurde nun ‚Ritter und Herr vom
Norrland‘.
Am ersten Tage des dritten Helios achtundachtzig
nach der Erleuchtung heiratete der Templer Kalveram mit einer Sondererlaubnis
des damals amtierenden Großmeisters Conrad von Lodenburg und der
wohlwollenden Zustimmung König Helos Aximistilius Tertius, ihrer Hochgeboren
Herzogin Walluma und seiner Heiligkeit, dem damaligen Erzprimus Benedikt
Canesius, die edle Lenia von Brassach, Tochter des gefallenen Barons von
Brassach. Nachdem er zu Füßen Herzogin Wallumas den Lehenseid
geschworen hatte, war Kalveram nun als Baron von Brassach auch ein Vasall
des ostarischen Herzogshauses.
Mit dem dreiundzwanzigsten Tage des ersten Xurls
achtundachtzig nach der Erleuchtung steigerte sich der Einfluß des
Landmeisters Ligonii auf die Politik des Ordens der Templer zu Ankur noch
maßgeblich. Seit diesem Tag leitet Kalveram als Großmeister
die Geschicke des Ordens.
Die ostarische Baronie Brassach
Die
Familie derer von Brassach lenkte bereits seit Urzeiten die Geschicke in
der ostarischen Baronie. Die Ahnentafel der adligen Familie läßt
sich sogar bis zur Gründung Heligonias zurückverfolgen. Ein Ahn
selbst ist auch für die Namensgebung der Baronie und des Flusses verantwortlich.
Baron Daron von Brassach, der am sechsundzwanzigsten Tage des zweiten Helios
achtundachtzig nach der Erleuchtung bei einem Angriff der Ödländer
nahe dem Parimawald im Kampf fiel, war der letzte ‚echte‘ Brassache in
einer langen Reihe brassachischer Barone. Daron, der erstgeborene Sohn
Daroels, übernahm im Jahre achtundfünfzig nach der Erleuchtung
von seinem Vater die Zügel der Baronie und regierte seit der Amtsübernahme
nahezu dreißig Jahre zum Wohlwollen der herzöglichen Familie
in Ankur gerecht über das brassachische Volk.
In der langen Geschichte der Baronie hatte immer
der erstgeborene Sohn die Nachfolge des regierenden Barons angetreten.
Da ihm seine Frau Elane lediglich eine Tochter gebar, die Mutter verstarb
bei der Geburt Lenias, und für Daron die Tochter stets das höchste
Gut war, war er bemüht, sie glücklich und wenn möglich auch
zu Gunsten der Baronie zu verheiraten. Kalveram vom Norrland, Landmeister
Ligonii der Templer zu Ankur und Ritter und Herr vom Norrland, warb um
die Gunst Lenias und wurde von ihr erhört. Auch Daron stand dem Werben
Kalverams äußerst wohlwollend gegenüber. So sah er in dem
jungen Mann, den er seit vielen Jahren kannte, einen würdigen Nachfolger.
Neben dem Umstand, daß Kalveram seine Lenia wirklich liebte, würde
eine direkte Verbindung der Baronie Brassach mit der Nachbarprovinz zur
Rechten die wirtschaftliche Situation im Lande noch verbessern können.
Nach dem Ableben Darons und der Heirat Kalverams
und Lenias ging das Amt des Barons von Brassach auf den Ritter und Herrn
vom Norrland über. Seit dem ersten Tage des dritten Helios achtundachtzig
nach der Erleuchtung regiert somit ein Sproß derer vom Norrland die
Baronie am Fluß Brazach.
Die Baronie Brassach mußte sich in den
letzten zwei Jahren einer harten Prüfung stellen: Nachdem zunächst
die Templer-Ballei Feuerbach im Norden Dunkelsteins von unbekannten Kräften
angegriffen worden war, begann in den ersten Tagen der ersten Poëna
siebenundachtzig nach der Erleuchtung mit dem grausamen Überfall auf
das Dorf Karden auch in Brassach ein Krieg, der über viele Monate
hinweg die gesamte Baronie geißeln sollte: Der Ödlandkrieg!
Da man zu Anfang dieses Konfliktes nicht wußte, wer für die
systematische Ermordung aller Dorfbewohner Kardens verantwortlich war,
führte Daron von Brassach eine Aufklärungseinheit im Auftrag
des Herzogs über die nördliche Grenze seiner Baronie, um Licht
in das Dunkle zu bringen. Von einer großen Horde Ödländer
überrascht, fiel der alte Herr bei der Verteidigung eines improvisierten
Lagers am Rande des Parimawaldes am sechsundzwanzigsten Tag des zweiten
Helios achtundachtzig nach der Erleuchtung.
Einen Monat später überschritt ein
großes Heer der Ödländer die Nordgrenze der Baronie Brassach
und fiel in Ostarien ein. Zwei weitere Dörfer unterlagen dem
Ansturm der brutalen Barbaren, die die Einwohner töteten und die Häuser
niederbrannten. Von den schonungslosen Angriffen der Wilden überraschend
getroffen und durch den Tode Darons geschockt, wollte es den brassachischen
Verteidigern und ihren Verbündeten in den ersten Monaten des Ödlandkrieges
nicht gelingen, den Einfall der Horden in das zivilisierte Heligonia aufzuhalten.
Nachdem man vergeblich versucht hatte, Brazfurt, die nördlichste Stadt
Brassachs, zu halten, drangen die Ödlander immer tiefer in die ostarische
Baronie ein. Bis zum Ende der Xurl-Monate fielen so weitere Städte
und Dörfer in die Hand der Invasoren. Und nur vereinzelte Erfolge
gelangen den brassachischen Truppen. Erst die kalten Saarka-Monate des
Jahres achtundachtzig nach der Erleuchtung brachten den Vormarsch der Ödländer
zum Erliegen. Die Kampfpause nutzten die Verteidiger Brassachs, um ihre
Truppen neu zu ordnen, sie mit vor Monaten durchgeführten Aushebungen
aufzufrischen und in günstigere Positionen zu bringen. Als die Kälte
wich, eröffneten die Ödländer bei Dahnen ein zweite Front
und bestürmten die Baronie von Neuem. Doch diesmal waren die Verteidiger
gut vorbereitet. Im dritten Poëna-Monat des Jahres achtundachtzig
nach der Erleuchtung gelang dann durch Aufbietung aller möglichen
Kräfte die Wende im Kampf gegen die unzivilisierten Wilden des Nordens.
Die Anfang der dritten Poëna auf breiter Front begonnene ‚Große
Heligonischen Offensive‘ unter Führung des Generalzeugmeisters von
Ostarien, Jareck von Jolberg, und des im dritten Helios neu ernannten Barons
von Brassach, Kalveram vom Norrland, brachte den gewünschten Erfolg
an der brassachischen Front. Die Ödländer wurden zurückgedrängt
und in der ‚Kesselschlacht von Brazfurt‘ vernichtend geschlagen. Neues
Land wurde nördlich der alten Landesgrenze des Herzogtums Ostarien
für König und Reich in Besitz genommen. König Helios Aximistilius
Tertius, äußerst zufrieden mit den Leistungen des Barons von
Brassach, verlieh Kalveram für seine Verdienste um die Nordgrenze
des Reiches die Corenus-Feldmedaille Erster Klasse.
In den Tagen der großen Bedrängnis
standen die Einwohner des Norrlandes geschlossen an der Seite ihrer brassachischen
Freunde: Reguläre Einheiten setzten nach Brassach über,
kämpften Seite an Seite mit den ostarischen Soldaten, junge Männer
meldeten sich freiwillig zum Kriegsdienst, Flüchtlinge wurden aufgenommen,
Verwundete versorgt und Hilfslieferungen, die Nahrungsmittel, Waffen und
Geld umfaßten, zusammengepackt und nach Brassach geschickt.
Allerorts nahm man im Norrland am Schicksal der Baronie Brassach Anteil.
Durch Blut und Schweiß festigte sich somit das freundschaftliche
Band zwischen dem Norrland und Brassach.
Die Markgrafschaft Norrland-Brassach
Seit dem zwölften Tage der ersten Saarka neunundachtzig
nach der Erleuchtung bilden nun die ehemalige ligoniische Provinz Norrland
und die einstige ostarische Baronie Brassach zusammen mit neuen Ländereien,
die man nördlich der alten Landesgrenze Brassachs für König
und Heligonia in Besitz genommen hat, die Markgrafschaft Norrland-Brassach.
Einen entsprechend lautenden Heliosbrief erhielt Markgraf Kalveram aus
den Händen seines Königs. Kalveram vom Norrland änderte
daraufhin seinen Namen in Kalveram von Norrland-Brassach.
Mit der Ausrufung der Markgrafschaft ging eine
umfassende Neuordnung der Ländereien einher. So entstanden infolgedessen
die drei Baronien Dachsrode, Grauburg und Norrland-Brassach. Die alte Baronie
Brassach hörte auf zu existieren, da die Provinzen Caronia (heute
Ahren), Thalion, Amien und Grauburg nun unter die Herrschaft des Barons
zu Caronia und des Barons von Grauburg fielen, Tharagonien Provinzstatus
erhielt und die verkleinerte Provinz Brassach ein Lehen in der Baronie
Norrland-Brassach wurde. Die beiden Adligen schworen am ersten Tag der
zweiten Saarka neunundachtzig nach der Erleuchtung ihren Vasalleneid zu
Füßen des Markgrafen. Nach den Wirren des Ödlandkrieges
sollte nun endlich wieder Ruhe in die Ländereien Kalverams einkehren.
Aber es kam anders.
Noch von den schrecklichen Ereignissen des Ödlandkrieges
geschwächt, mußten sich Land, Volk und Herrscher am zwölften
Tag der ersten Poëna des Jahres neunundachtzig nach der Erleuchtung
einer neuen, schwierigen Herausforderung stellen: Anholt von Brassach,
der Cousin des verstorbenen Daron und frisch gebackene Baron zu Caronia,
sowie Rhoderich von Thalion, erster Ritter der Provinz Thalion, brachen
an eben diesem Tage ihren Vasalleneid und erhoben sich gegen die rechtmäßige
Herrschaft des Markgrafen. Mit der Neuordnung der Ländereien hatte
sich der alternde Rhoderich eine Verbesserung seiner persönlichen
Lage erhofft.
Kalveram aber besann sich der Taten Rhoderichs
und versagte dem Ritter von Thalion, der schon unter Baron Daron zu Kritik
und Ungehorsam neigte, den Aufstieg. Um den ‚Quengler aus dem Wald‘, wie
man Rhoderich hinter vorgehaltener Hand am Hofe nannte, besser unter Kontrolle
zu halten, unterstellte Kalveram die Provinz Thalion dem Baron von Grauburg.
Der alternde Rhoderich, nicht bereit, sein Knie vor dem jüngeren Hagen
von Grauburg zu beugen, überredete nun Anholt von Brassach gegen den
Markgrafen vorzugehen und sich selbst die markgräfliche Krone auf
das Haupt zu setzen. Die Verschwörer sicherten sich die Unterstützung
anderer heligonischer Herrscher, verpflichteten aus unterschlagenen Verteidigungsmitteln
Söldner und sammelten insgeheim ihre Truppen. Mit dem Vorteil der
Überraschung nahmen die Verräter einige Städte und Burgen
und zogen in Richtung Tarnam.
In den kommenden Wochen zeigte nun wieder der
Krieg sein schreckliches Antlitz in Norrland-Brassach, bis am siebzehnten
Tage des zweiten Helios der Putsch mit dem Sturm und der Einnahme der seit
Wochen belagerten Stadt Caronburg, der letzten Zuflucht der Umstürzler,
sein endgültiges Ende fand. Anholt von Brassach gelang, obwohl man
die Provinzhauptstadt Caronias vollständig abgeriegelt hatte, die
Flucht. Rhoderich, den man schon einige Wochen zuvor gefangengenommen hatte,
nahm sich im Kerker das Leben, um sich nicht vor dem Markgrafen verantworten
zu müssen. Die Provinz Caronia und die Stadt Caronburg wurden in Ahren
und Ahrenburg umbenannt, damit niemand mehr an den verräterischen
Baron zu Caronia erinnert werde. Markgraf Kalveram berief Gilbert von Dachsrode
zum neuen Herrscher der westlichen Baronie, die fortan Dachsrode hieß.
Die Zukunft der Markgrafschaft und des Geschlechtes
Norrland-Brassach scheint heute gesichert, da Lenia ihrem Gatten am einundzwanzigsten
Tage des dritten Helios neunundachtzig nach der Erleuchtung Zwillinge gebar:
Daron, der erstgeborene Sohn, wird in späteren Jahren die Nachfolge
seines Vaters antreten. Die Aufgaben seiner jüngeren Schwester Kara
sind noch ungewiß. Allerdings sieht man schon jetzt die Möglichkeit,
Kara mit dem Stammhalter eines bedeutenden heligonischen Adelsgeschlechtes
zu verheiraten.
Die gemeinsame Landesverteidigung
Neben der Seestreitmacht, bestehend aus vier schweren
Kriegskoggen und zwei Schiffen der Herzog-Uriel-Klasse, wird die Markgrafschaft
Norrland-Brassach durch Fußvolk und Reiterei gesichert. Die Markgrafschaft
verfügt in Anbetracht ihrer Nähe zum Ödland und der daraus
resultierenden ständigen Bedrohung über ein stehendes Heer von
mehr als eintausend in der Kriegskunst ausgebildeter Mannen. Die Soldaten
versehen ihren Dienst in unterschiedlichen Einheiten. Je nach Größe
der Baronie, der jeweiligen Provinz oder Vogtei ist der regierende Baron,
Ritter oder Vogt verpflichtet, seinen Anteil am Gesamtaufgebot der Markgrafschaft
Norrland-Brassach zu stellen. Die Anzahl der aufzubietenden Mannen ist
in den norrland-brassachischen Militärstatuten genau festgelegt. Die
Balleien der Templer zu Ankur auf markgräflichem Hoheitsgebiet genießen
hier einen Sonderstatus, da sie fast ausschließlich von dort stationierten
Truppen des Ordens verteidigt werden. Dem Markgrafen, der seit dem dreiundzwanzigsten
Tage des ersten Xurls des Jahres achtundachtzig nach der Erleuchtung als
Großmeister die Geschicke des Ordens der Templer zu Ankur bestimmt,
stehen eine äußerst stattliche Anzahl Templer zur Verfügung,
die im Falle der Fälle an der Seite ihres Großmeisters mit gesatteltem
Roß, Schild, Stoßlanze und Schwert oder auch zu Fuß in
die Schlacht ziehen, um das Königreich Heligonia, die Markgrafschaft
Norrland-Brassach und ihre Balleien zu verteidigen. Im Ödlandkrieg
stritten die Templer für Ostarien und Brassach an allen Fronten.
Im äußersten Notfall werden auch die
Bauern, Handwerker, Fischer und Händler zum Dienst an Schwert und
Schild gezogen, sofern sie sich nicht durch eine Kriegsabgabe freikaufen
können oder eine Freigabe aufgrund persönlicher Wichtigkeit erhalten
haben. Um ihnen das für einen solchen Notfall notwendige militärische
Grundwissen zu vermitteln, werden die Gemeinen bis zum vollendeten vierzigsten
Lebensjahr für zwei oder drei Wochen im Jahr zum Militärdienst
verpflichtet und entsprechend ihrer Begabung ausgebildet.
Gesetzgebung und Rechtsprechung
Kalveram von Norrland-Brassach achtet, wie auch
schon vor ihm sein Vater Talen und sein bereits verstorbener Schwiegervater
Daron, auf die genaue Einhaltung der von König Helos Aximistilius
Tertius vorgegebenen Gesetze. Die Rechtsprechung des Markgrafen, seiner
Barone und deren eingesetzte Vertreter basiert somit auf Grundlage der
königlichen Halsgerichtsordnung. Allerdings nimmt sich die Herrscherfamilie
das Recht heraus, bestimmte für die Markgrafschaft notwendige Sonderverordnungen
auszugeben. Diese Regionalgesetze stehen aber keinesfalls im Widerspruch
zu dem in der Halsgerichtsordnung manifestierten königlichen Willen.
Alle Sonderverordnungen werden dem König unverzüglich durch einen
Boten bekanntgegeben und bei dessen Ablehnung wieder außer Kraft
gesetzt. Für religiöse Verstöße gilt in allen Balleien
der Markgrafschaft zudem noch das ceridische Kirchenrecht.
Brauchtum in Norrland-Brassach
Neben
der Erlangung der Unabhängigkeit der markgräflichen Ländereien
vom Herzogtum Ostarien und vom Kronland Ligonii werden der Geburtstag des
Königs, der Geburtstag des Markgrafen, die Jahreswende, das Erntedankfest
sowie die Fertigstellung und Einweihung des Doms zu Tarnam festlich begangen.
Die Baronie Dachsrode feiert zudem den Geburtstag ihres Barons. In Grauburg
werden neben dem Geburtstag Hagens noch das alle drei Jahre stattfindende
‚Königsschießen‘ und das alljährliche ‚Baumstammreiten‘,
zwei Volksfeste, die sich großer Beliebtheit in der gesamten Markgrafschaft
erfreuen, gefeiert.
Die Religion
Wie auch das jeweils regierende Herrschergeschlecht,
so ist der gesamte Adel und das gemeine Volk Norrland-Brassachs nahezu
vollständig in den letzten fünf Jahrzehnten zum Ceridentum konvertiert.
Dies liegt sicherlich auch daran, daß die ceridischen Herrscher auf
beiden Seiten des Brazachs stets sehr beliebt waren und somit eine Vorbildfunktion
erfüllten.
Die ceridische Geistlichkeit verstand es in den
Stammländern der Markgrafschaft zudem, das Volk für die neue
Religion zu gewinnen, in dem man ihre Herzen für den Einen öffnete
und ihnen die Inhalte der Religion vorlebte. Niemand kam auch nur auf die
Idee mit Feuer und Schwert im Norrland oder in Brassach zu missionieren.
Obwohl die Ceriden Norrland-Brassachs im Allgemeinen als tolerant gelten,
sind sie dennoch durch und durch von ihrem Glauben überzeugt.
Im Laufe der Zeit sind in nahezu allen Landesteilen
der Markgrafschaft große Kirchen gebaut worden. Weitere Gotteshäuser
werden alsbald in den neu hinzugewonnenen Ländereien entstehen. Neben
den liebevoll gestalteten Kirchen, Klöstern und Kapellen in den alten
Provinzen und Balleien sei als besonderes Bauwerk der Dom zu Tarnam erwähnt,
der nach langer Bauzeit erst im Jahre sechsundachtzig nach der Erleuchtung
fertiggestellt und von dem damaligen Erzprimus der ceridischen Kirche,
seiner Heiligkeit Benedikt Canesius, eingeweiht wurde. Die Kirchen und
Klöster in Norrland-Brassach werden zum überwiegenden Teil von
Priestern des Pretoriusaner- oder des Templer-Ordens betreut. Insbesondere
am Heliostag und zu den Feiertagen strömen die Gläubigen Norrland-Brassachs
in die Häuser des ‚Einen‘, um ihm zu huldigen.
In der Markgrafschaft bekennen sich nur noch
sehr wenige Menschen zum Ogedentum. Das Bekenntnis zur alten Religion geht
zudem mit einem besonderen Nachteil einher. So ist es dem ogedischen Teil
der Bevölkerung nahezu unmöglich, eine akzeptable Position in
einer höheren Schicht der Gesellschaft, wie etwa der Landesbeamtenschaft
oder des Militärs, zu erlangen. Den verbliebenen Anhängern des
Ogedentums, die mehrheitlich Xurl verehren, steht seit dem zwanzigsten
Tag der ersten Poëna des Jahres neunundachtzig nach der Erleuchtung
nun auch wieder ein Xurl-Schrein, zentral am Ufer des Brazachs gelegen,
zur Verfügung. Der Markgraf gestattete die Errichtung eines kleinen
Schreins, damit auch seine ogedischen Untertanen ihrem Glauben in angemessener
Form nachgehen können.
Die Wirtschaft
In der Markgrafschaft Norrland-Brassach werden Land-
und Forstwirtschaft sowie Bergbau und Viehzucht betrieben. In der Provinz
Norrland ist die Viehzucht das wichtigste Standbein der Wirtschaft. Die
in ganz Heligonia geschätzten Norrland-Rinder sind der ganze Stolz
der rechtsbrazachischen Provinz. Talen vom Norrland gelang es vor nahezu
dreißig Jahren aus einem kräftigen Bullen des Ödlandrindes
und zweier Ganar-Muttertiere, die ein auswärtiger Händler als
Lohn für die Reparatur seines gestrandeten Schiffes entrichten mußte,
eine besonders starke und widerstandsfähige Rinderrasse zu züchten.
Neben der Nutzung der weiten Wiesen und Felder
in der Provinz Brassach, die auch als Kornkammer der Markgrafschaft bezeichnet
wird, ist gerade der Forstbetrieb der Baronie Grauburg ein respektabler
Wirtschaftszweig der Markgrafschaft. Das grauburger Holz ist äußerst
begehrt und wird vorrangig für den Bogenbau, Schiffbau und für
tragende Konstruktionen verwendet. Da der Brazach mitten durch die Markgrafschaft
fließt und die Ostra die nördliche Grenze der Ländereien
seiner Hochgeboren bildet, ist die Flußfischerei ein weiteres Standbein
der norrland-brassachischen Wirtschaft. Auch der Damas-See und mehrere
kleinere Binnenseen bieten die Möglichkeit zum Fischfang.
In weiten Teilen der gebirgigen Provinz Ahren
und in den nördlichen Ausläufern der Provinz Brassach sowie in
Grauburg wird Bergbau betrieben. Verschiedene Erze und werden zutage gefördert
und von den heimischen Handwerker verarbeitet und verbraucht. Überschüsse
werden verkauft. Viele Tonnen finden insbesondere ihren Weg auf den ostarischen
Markt. Edelmetalle oder gar Edelsteine sind bisher noch nicht gefunden
worden. Gebrochenes Felsgestein findet Verwendung für Gebäude
und Mauerwerke. Die in der Markgrafschaft gehauene Steinkohle läßt
das Herz eines jeden Schmiedes höher schlagen, da sie sich durch einen
hohen Brennwert auszeichnet. Demzufolge ist sie auch etwas teurer, allerdings
gleicht der hohe Brennwert den höheren Preis allemal aus, zumal der
Handwerker nicht ständig Kohle nachlegen muß.
Der Handel findet in Norrland-Brassach ebenfalls
großen Anklang, da viele Überschüsse in umliegende Baronien
verkauft werden können. Händler aus anderen Landesteilen Heligonias
sind gerngesehene Gäste. Kaufleute, die sich erstmalig in der Markgrafschaft
ansiedeln, bekommen im ersten Jahr ihres Strebens in Brassach besondere
Vergünstigungen. So werden Ihre Abgaben und Steuern um ein gehöriges
Maß gemindert.
Da die in Folge des Ödlandkrieges hinzugewonnenen
Landesteile der Markgrafschaft noch nicht wirtschaftlich erschlossen wurden,
kann man zu den genauen Erträgen und Einkünften dieser Provinzen
und Vogteien noch keine Aussage machen. In den Provinzen Brazfurt, Dachsrode
und Rauhenfels wird allerdings bereits an verschiedenen Stellen nach Erzen
und nach Steinkohle gegraben. Bastien, Brazfurt und Hohentor, die große
Templerballei im Norden, bieten zudem ausreichend Platz für eine intensive
Landwirtschaft samt Viehhaltung. Der Landkomtur von Hohentor und der Provinzritter
von Bastien haben bereits mit der Urbarmachung der Felder und Wiesen beginnen
lassen. Die Jagd auf das Ödlandrind, welches in Herden durch den Norden
der Markgrafschaft zieht, könnte sich zu einer weiteren Einnahme-
und Versorgungsquelle entwickeln.
Die Tierwelt
In den Wäldern der Markgrafschaft trifft man
überwiegend auf Rot- und Schwarzwild. Dann und wann sichtet man in
den Gebieten am Rande des Parima-Waldes das gleichnamige Wildschwein. Bären
oder Wölfe sind eher selten zu finden. An der Grenze zum Ödland
und in den neuen Landesteilen der Markgrafschaft findet man größere
Herden der Ödlandrinder sowie dessen natürlichen Feind, die Brazachkatze.
Durch eine intensive Jagd ist es den ortsansässigen Jägern bis
zum heutigen Tage zwar gelungen, die Ausbreitung der großen Raubkatze
in den nördlichen Gebieten der Provinzen Brassach und Ahren maßgeblich
einzuschränken, allerdings sollte man in den neuen Landesteilen stets
mit einem Angriff dieses Tieres rechnen. Wenn auch die Brazachkatze im
Regelfall im Rudel Jagd auf Ödlandrinder macht, so kommt es
dennoch vor, daß sich eine einzelne Katze während eines Beutezuges
in den Süden verirrt. Die Brazachkatze lauert dann ihrer Beute im
Verborgenen oder im Dunklen auf und reißt sie mit einem geschickten
Sprung zu Boden, um sie durch einen Biß zu töten. Bei der Wahl
ihres Opfers unterscheidet die Brazachkatze nicht zwischen Wild, Hausrind
oder Mensch. Die Bewohner der nördlichen Landstriche meiden deshalb
Ausflüge in der Nacht oder verlassen ihr Haus nur in Begleitung und
stets bewaffnet.
Bei
der voranschreitenden Besiedlung des hohen Nordens der Markgrafschaft haben
Kundschafter in den nördlichen Landstrichen eine neue Fuchsart entdeckt.
Der Fuchs, den die Jäger ‚Canis brassachicus‘ oder ‚Brassachfuchs‘
getauft haben, ist gut einen halben Fuß größer als der
gewöhnliche, heligonische Räuber, lebt aber wie sein Vetter ebenfalls
in Erdhöhlen. Das dichte Fell des Tieres zeichnet sich durch einen
besonderen Glanz aus. Ob aber nun dieser Pelz auch vom Adel in Heligonia
angenommen wird, sei noch dahingestellt.
Das generelle Recht der Jagd ist in Norrland-Brassach
nur der Herrscherfamilie, dem Adel und den beauftragten Jägern vorbehalten.
Lediglich die Jagd auf Feldhasen ist auch dem gemeinen Volk gestattet.
Durch die Rinderzucht im Norrland verzehrt die Bevölkerung ohnehin
mehr Fleisch, als es wohl in anderen Landesteilen Heligonias üblich
ist. Auch dürften die frei umherziehenden Herden der Ödlandrinder
im hohen Norden für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.
Der
Fischreichtum des Brazachs ist legendär. Neben Bachforelle, Flußbarbe
und Strömer, die in guten Mengen im Fluß zu fangen sind, ist
der brassachische Panzerhecht ein wohlschmeckender Fang. Der Panzerhecht,
der aufgrund seiner Kraft doch recht schwer zu fischen ist, hat Einzug
in das Familienwappen derer von Brassach und somit auch in das Wappen der
Markgrafschaft Norrland-Brassach gehalten. Auch die Ostra, aus den Bergen
kommend und letztendlich in den Brazach fließend, bietet die Möglichkeit
zum Fischfang, doch ist im Nebenarm des großen, heligonischen Stromes
bis zum heutigen Tage noch kein Panzerhecht gefangen worden.
[Tarnam, am fünfzehnten Tage des zweiten
Xurls im Jahre neunzig nach der Erleuchtung]

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