Publikation: Helios-Bote Seite 13 von 34

Ungeklärte Todesfälle in der Baronie Hohenforingen

Glaubhaften Berichten zufolge gehen seltsame Dinge im Ehlerwald von Statten. Bereits der siebte Baumfäller ist innerhalb weniger Monde zu Tode gekommen. Der aufgefundene Leichnam war jedesmal äußerst grausam verstümmelt. Entweder ist es ein schwerer Fall von Hexerey und Zauberey, oder es sind nur abergläubische Behauptungen des Volkes, daß hier ein Wesen am Werke ist, das den Wald vor den Äxten der Baumfäller schützt.

 

Daher gibt der geschätzte Baron Teemon von Hohenforingen bekannt:

 

  1. für die Aufklärung der Todesfälle im Ehlerwald wird eine Belohnung von 5 Dukaten ausgesetzt.

 

  1. Um den wahren Glauben, das Ceridentum, endgültig in der Baronie Hohenforingen zu festigen, soll in Quellstedt ein Dom errichtet werden. Jeder Bürger hat bei jedem Gottesdienst eine Spende zur Finanzierung des Domes zu hinterlassen.

Der Heliosbrief

Die Einrichtung des Heliosbriefs geht auf den ersten bekannten König zurück, Corenus I, der 469 bis 426 v.A. III regierte. Es wird vermutet, daß sie sogar noch älter ist, aber selbst namhaften Historikern ist noch kein Beweis geglückt. Die Heliosbriefe sind grundlegend für die Macht der heligonischen Könige. Durch sie erhält der Empfänger Rechte und Pflichten direkt von Helios, die ihm durch den Aussteller gewährt werden. Dies kann der König sein, oder aber jemand, der wiederum durch einen Heliosbrief autorisiert wurde. Man spricht hier von einem direkten oder indirekten Heliosbrief.

Der Empfänger des Briefes kann eine Einzelperson, eine Familie oder sonstige Compania sein. Er erhält dadurch die im Brief bezeichneten Rechte und Pflichten und dadurch eine Bestätigung seiner Position. Hier wird auch angegeben, ob der Empfänger weitere Briefe ausstellen darf oder nicht. Solche untergeordneten Heliosbriefe dürfen die Kompetenzen des ursprünglichen Briefes nicht überschreiten.

Im Weiteren wird angegeben, wie und ob der Brief weitergegeben werden kann, z.B. durch Erbfolge oder Verkauf.

Der Besitzer eines Heliosbriefes kann jederzeit untergeordnete Briefe zurückziehen, womit auch die unter diesem liegende ihre Gültigkeit verlieren. Er hat dadurch Macht über alle untergeordneten.

Seine Majestät König Aximistilius Helos III kann somit jeden seiner Untertanen in seine Schranken verweisen und sogar entrechten. Theoretisch könnte er mit dem Entzug von z.B. dem Brief eines Grafen damit alle Bewohner der Grafschaft, die brieflich von diesem Grafen abhängig sind, entrechten. Allerdings könnte er sich unter Auslassung des Grafen auch nur auf einen einzelnen Baron oder sogar Menschen beschränken.

Erdbeben in der Baronie Luchnar!

Innerhalb von zwei Tagen erschütterten zwei Erdbeben Poenas Leib im Grenzland von Luchnar zu Tatzelfels. Weder Mensch noch Tier kamen zu Schaden. Die Druiden fragen sich nun, wie dieses Götterzeichen zu deuten ist.

Na ro goel, newyddion oni bont yn ben!

Glaube Neuigkeiten erst, wenn sie alt sind!

Sprichwort aus Luchnar

Ceriden protestieren gegen das Weinfest in Rebenhain

Wie jedes Jahr wird auch in diesem am 15. Tage des 1. Xurl in der Baronie Rebenhain das traditionelle Weinfest zu Ehren der Schutzpatronin Magelona stattfinden. Doch schon jetzt erheben sich kritische Stimmen aus den Reihen der Ceriden. Hauptsächlich wird dabei der unzüchtige Umgang mit der Geschlechtlichkeit nach dem übermäßigen Genuß von Rebenhainer Traubenblut angeprangert. Die nur leicht angekleideten Frauen und unsittlich gewandeten Männer erregen jedes Jahr aufs Neue die Gemüter der Ceriden. Dennoch ist die Bevölkerung, wie auch die Herrschaft in Rebenhain, von dieser Tradition nicht abzubringen, ist sie jedoch seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Kultur und Ausdruck der Lebensfreude ist.

Baron Leomar servierte seinen Gästen

Tatzelfelser Met vom Besten!

Hinrichtung des Rebellen Adveri durch das Schwert!

Graf Waldemar von Drachenhain bestätigte den Urteilsspruch des Barons von Tatzelfels, Leomar, und ließ diesen vollstrecken. Am Gwontag, den 22. Tag des 3. Helios dieses Jahres wurde der Verbrecher Adveri am Marktplatz zu Drachentrutz vor den Augen des Volkes auf dem Schafott mit dem Schwerte enthauptet. Baron Leomar ließ es sich nicht nehmen dem Schauspiel persönlich beizuwohnen. Nun ist der Gerechtigkeit genüge getan.

In der Taverne gibt es zwar Wein und Met,

doch so mancher schon nach Hause geht.

Die Stimmung läuft nicht richtig an,

denn es fehlt Rauchwerk aus Darian!

Nun, jetzt sind wir richtig froh,

haben wir doch das würzige Rauchkraut

 

Darboro!

 

Export und Import: Filio Schnorris, Händler aus Al-Safani

 

Der oberste Reichsmedicus warnt: Rauchen zehrt an Eurer Gesundheit und verursacht Trollwarzen und Dreckschwartel-Odem!

Machtwechsel in der Baronie Drachenberg

Und es begab sich zu der Zeit der Rübenernte in der Baronie Drachenberg zu Drachenhain, daß zwei alte Feinde um die Macht kämpften: Baron Frendal zu Drachenberg und eine Gelehrte namens Moriamis. Beide hatten Gefolgsleute angeheuert, die ihnen ein Kleinod verschaffen sollten, mit dessen Hilfe sie das Land unterjochen wollten.

Der Glückritter Fendioro la Saro aus Darian wurde zusammen mit weiteren Abenteurern von Baron Frendal angeworben, um dessen Interessen zu wahren. Auf der Gegenseite stand die schon genannte Gelehrte Moriamis mit ihren dunklen Schergen. In ihren Intrigen verstrickten sich die Kontrahenten und gingen dabei letztendlich beide zugrunde. Nun oblag es Baron Frendals Halbschwester Richilda die Geschicke der Baronie Drachenberg weiterzuleiten. Dabei wünscht ihr König Helos Aximistilius III ein gutes Gelingen, weise Entscheidungen und eine gerechte Hand.( Die königliche Schreibstube schließt sich diesen Wünschen an.)

Wenn jeder an sich selber denkt,

ist an jeden gedacht!

 

(Darianer Sprichwort)

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