Eine schlechte Nachricht ereilte diese Tage die königliche Schreibstube. Tapfere Recken hatten im 2. Mond der Poena den Wegelagerer und Dieb Savan aus Al`Sabam im Parimawald gestellt, nachdem er Pervai Amer ausgeraubt und sich als dieser ausgegeben hatte. Bei Savans Überführung nach Betis wurde nun die Gefangeneneskorte überwältigt und der Dieb befreit. Ein überlebender Soldat sagte aus, daß es sich bei den Verbrechern, die Savan zur Flucht verholfen haben, zweifelsfrei um den berüchtigten Saroa aus der Betiser Unterwelt handelt. Die Verfolgung von Saroa und seinen Schergen mußte in der Baronie Buchenfels aufgegeben werden, da sich dort ihre Spur verlor. Daher wendet sich der Oberste Stadtrat von Betis, Viastan Amer, an die Bevölkerung Heligonias und bittet diese um ihre Mithilfe. Für die Ergreifung von Saroa und Savan hat er eine Belohnung von je 5 heligonischen Dukaten ausgesetzt. Zweckdienliche Hinweise bitte an die königliche Schreibstube richten.
Publikation: Helios-Bote Seite 13 von 34
Seit dem 23. Tages des 3. Helios herrschen in der Grafschaft Drachenhain Regengüsse und Sturmgewitter. Am heftigsten wüten die Unwetter rund um die Burg Drachentrutz. Unter den Bauern geht ein Wehklagen um, denn die Ernte ist fast vollständig vernichtet. Einzig Rebenhain hatte seine reiche Weinlese bereits im ersten Mond des Xurl eingeholt und somit keine Einbußen zu beklagen.
Glaubhaften Berichten zufolge gehen seltsame Dinge im Ehlerwald von Statten. Bereits der siebte Baumfäller ist innerhalb weniger Monde zu Tode gekommen. Der aufgefundene Leichnam war jedesmal äußerst grausam verstümmelt. Entweder ist es ein schwerer Fall von Hexerey und Zauberey, oder es sind nur abergläubische Behauptungen des Volkes, daß hier ein Wesen am Werke ist, das den Wald vor den Äxten der Baumfäller schützt.
Daher gibt der geschätzte Baron Teemon von Hohenforingen bekannt:
- für die Aufklärung der Todesfälle im Ehlerwald wird eine Belohnung von 5 Dukaten ausgesetzt.
- Um den wahren Glauben, das Ceridentum, endgültig in der Baronie Hohenforingen zu festigen, soll in Quellstedt ein Dom errichtet werden. Jeder Bürger hat bei jedem Gottesdienst eine Spende zur Finanzierung des Domes zu hinterlassen.
Die Einrichtung des Heliosbriefs geht auf den ersten bekannten König zurück, Corenus I, der 469 bis 426 v.A. III regierte. Es wird vermutet, daß sie sogar noch älter ist, aber selbst namhaften Historikern ist noch kein Beweis geglückt. Die Heliosbriefe sind grundlegend für die Macht der heligonischen Könige. Durch sie erhält der Empfänger Rechte und Pflichten direkt von Helios, die ihm durch den Aussteller gewährt werden. Dies kann der König sein, oder aber jemand, der wiederum durch einen Heliosbrief autorisiert wurde. Man spricht hier von einem direkten oder indirekten Heliosbrief.
Der Empfänger des Briefes kann eine Einzelperson, eine Familie oder sonstige Compania sein. Er erhält dadurch die im Brief bezeichneten Rechte und Pflichten und dadurch eine Bestätigung seiner Position. Hier wird auch angegeben, ob der Empfänger weitere Briefe ausstellen darf oder nicht. Solche untergeordneten Heliosbriefe dürfen die Kompetenzen des ursprünglichen Briefes nicht überschreiten.
Im Weiteren wird angegeben, wie und ob der Brief weitergegeben werden kann, z.B. durch Erbfolge oder Verkauf.
Der Besitzer eines Heliosbriefes kann jederzeit untergeordnete Briefe zurückziehen, womit auch die unter diesem liegende ihre Gültigkeit verlieren. Er hat dadurch Macht über alle untergeordneten.
Seine Majestät König Aximistilius Helos III kann somit jeden seiner Untertanen in seine Schranken verweisen und sogar entrechten. Theoretisch könnte er mit dem Entzug von z.B. dem Brief eines Grafen damit alle Bewohner der Grafschaft, die brieflich von diesem Grafen abhängig sind, entrechten. Allerdings könnte er sich unter Auslassung des Grafen auch nur auf einen einzelnen Baron oder sogar Menschen beschränken.
Innerhalb von zwei Tagen erschütterten zwei Erdbeben Poenas Leib im Grenzland von Luchnar zu Tatzelfels. Weder Mensch noch Tier kamen zu Schaden. Die Druiden fragen sich nun, wie dieses Götterzeichen zu deuten ist.
Na ro goel, newyddion oni bont yn ben!
Glaube Neuigkeiten erst, wenn sie alt sind!
Sprichwort aus Luchnar
Wie jedes Jahr wird auch in diesem am 15. Tage des 1. Xurl in der Baronie Rebenhain das traditionelle Weinfest zu Ehren der Schutzpatronin Magelona stattfinden. Doch schon jetzt erheben sich kritische Stimmen aus den Reihen der Ceriden. Hauptsächlich wird dabei der unzüchtige Umgang mit der Geschlechtlichkeit nach dem übermäßigen Genuß von Rebenhainer Traubenblut angeprangert. Die nur leicht angekleideten Frauen und unsittlich gewandeten Männer erregen jedes Jahr aufs Neue die Gemüter der Ceriden. Dennoch ist die Bevölkerung, wie auch die Herrschaft in Rebenhain, von dieser Tradition nicht abzubringen, ist sie jedoch seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Kultur und Ausdruck der Lebensfreude ist.
Baron Leomar servierte seinen Gästen
Tatzelfelser Met vom Besten!
Graf Waldemar von Drachenhain bestätigte den Urteilsspruch des Barons von Tatzelfels, Leomar, und ließ diesen vollstrecken. Am Gwontag, den 22. Tag des 3. Helios dieses Jahres wurde der Verbrecher Adveri am Marktplatz zu Drachentrutz vor den Augen des Volkes auf dem Schafott mit dem Schwerte enthauptet. Baron Leomar ließ es sich nicht nehmen dem Schauspiel persönlich beizuwohnen. Nun ist der Gerechtigkeit genüge getan.
In der Taverne gibt es zwar Wein und Met,
doch so mancher schon nach Hause geht.
Die Stimmung läuft nicht richtig an,
denn es fehlt Rauchwerk aus Darian!
Nun, jetzt sind wir richtig froh,
haben wir doch das würzige Rauchkraut
Darboro!
Export und Import: Filio Schnorris, Händler aus Al-Safani
Der oberste Reichsmedicus warnt: Rauchen zehrt an Eurer Gesundheit und verursacht Trollwarzen und Dreckschwartel-Odem!















