Publikation: Helios-Bote Seite 5 von 34

Bekanntmachung !

1.Das Kloster des Templerordens in Perzstein ist hiermit geschlossen. Die Mitglieder dieses Ordens sind heute an der Grenze zu Emarania ausgewiesen worden. Sie haben sich der Aufwiegelung des Volkes gegen Baron Teemon schuldig gemacht, indem sie sich für Baron Vetsul aussprachen und das Volk zum Aufstand aufmunterten. Sollten sie noch einmal die Grenze überschreiten, so dürfen sie durch jedermann erschlagen werden, auf das ihm keine Strafe widerfahre.

2.Die heilige Inquisition unter Führung Edmond de La Cruz hat ebenfalls von heute an Einreiseverbot.

3.In Glaubensfragen stehen aber immer noch unsere eigenen ceridischen Geistlichen zur Verfügung.

4.Mit diesen Maßnahmen wollen wir auf keinen Fall das Ceridentum aus unserer Baronie verbannen. Vielmehr wollen wir wieder zum Ursprung des ceridischen Glaubens zurückkehren, der in den letzten Jahren, durch die Machtintrigen der Inquisition, mehr und mehr ins Abseits gedrängt wurde. Der Glaube soll nicht durch die Politik und die Politik nicht durch den Glauben mißbraucht werden !

 

Deshalb fordern wir !

– Die ceridische Kirche hat aller ihrer weltlichen Machtbefugnisse zu entsagen.

– Weltliche Güter wie Ländereien, Schiffe und andere Dinge, bis auf Klöster und Kirchen, hat sie abzutreten.

– Ihr dürfen keine eigenen bewaffneten Soldaten mehr unterstehen.

– Politik ist in ihren Gotteshäuser ein Tabu.

 

Anmerkung der Redaktion: Baron Teemon scheint seiner Zeit weit voraus zu sein. Die Trennung von Staat und Kirche, auch Dualismus genannt, wird nach Prognosen weiser Seher erst in einem halben Jahrtausend stattfinden.

Proklamation !

Teemburg, am 6.Tage  2.Poëna  87 n.d.E.

In Tagen, wo in Teemooranien ein Näherrücken zwischen Ceriden und Ogeden stattfinden soll, versuchen radikale Elemente, wie „Die Brüder der Helios-Front“ durch Gewaltaufrufe gegen Ceriden, das neue Band der Zuversicht zu zerschneiden. Dies darf und wird zumindest in Teemooranien nicht geschehen. Gruppierungen wie diese „Brüder“ oder auch der Templerorden von Perzstein haben in Teemooranien nichts zu suchen. Als Reaktion auf diesem Aufruf erkläre ich die „Brüder der Helios-Front“ als geächtet in Teemooranien. Niemand darf ihnen Zuflucht, Essen und Unterschlupf gewähren.

Hinfort mit solchem Ungeziefer !    

Das Königreich Heligonia hat seine Grenzen erweitert

Wie bereits im vorletzten Boten angedeutet, ist es dem Großinquisitor, Edmond de la Cruz, durch diplomatisches Geschick gelungen, dem Königreich Heligonia ein Fürstbistum anzugliedern. Das Fürstbistum Friedland befindet sich an der westlichen Grenze, auf ehemals dem Königreich Dracconia zugehörigem Gebiet. Demnach wird der Abt von Dunkelstein und Großinquisitor, Edmond de la Cruz, wird nun den Titel Fürstbischof tragen. Die näheren Vertragsbedingungen sind der Schreibstube dato nicht bekannt.

Besserung des Gesundheitszustandes von Herzog Uriel II von Ostarien eingetreten

Dem persönlichem Leibarzt des Barons Shirkon Sherendil von Oraneck ist es in der Tat gelungen eine Besserung des Gesundheitszustandes von Herzog Uriel II von Ostarien, herbeizuführen. Die Kur des Aderlassens mit Hilfe des Lunsch-Blutegels hat offensichtlich seine Körpersäfte wieder ins Gleichgewicht gebracht. Das Erwachen des Herzogs ist nun nicht mehr durch die dunklen Schwaden der Galle verhindert. Am heutigen Tage wurde bekannt, daß Herzogin Walluma persönlich dem Herzog ein paar Löffel kräftige Ödlandrinder-Brühe einflößte. Wahrscheinlich hat der ceridische Gott die Gebete erhört. Unsere Majestät der König ließ Herzog Uriel II beste Wünsche zur Genesung überbringen.

Komet über Heligonia gesichtet

Man muß der Wissenschaft der Astrologie nicht mächtig sein, um zu beobachten, daß sich dieser Tage ein fremder Stern mit langem, hellem Schweif am nächtlichen Himmel zeigt. Wie schon vor einem Jahr erschien uns der Komet Hyakutake und dessen Weissagung über ein gutes Omen trat ein. Soll uns nun auch dieser Komet mit Namen “Hale Bopp” etwas prophezeien? Wenn ja, steht dieser wieder im Zeichen einer Heilung bezüglich Baron Leomar von Tatzelfels? Wie hinlänglich bekannt, ist der Baron zwar außer Lebensgefahr, doch ist die Krankheit noch sichtbar. Haben die Götter ein Zeichen geschickt, das auf eine glückliche Wende in Baron Leomars Leben hindeutet?

Radolan Stöckelfisch verhaftet!

Anwohner bestätigen deutlichen Rückgang von Fischgeruch!

Aus bisher noch unbekannten Gründen wurde der Fischhändler Radolan Stöckelfisch in seinem Kontor in Betis verhaftet. Es wird gemutmaßt, daß die Verhaftung aufgrund seines bis dato noch nicht beantragten Heliosbriefes, oder ob der nicht unerheblichen Geruchsbelästigung durch seine Ware erfolgt ist.

Shirkon Sherendil, Baron von Oraneck, Freiherr zu Brazenberg, gibt bekannt:

Nicht ohne Stolz verkünden Wir, daß am heutigen Tage, Unser geschätzter Abt Justizianus Benignus, der Gütige von Oraneck, in die Baronie Jolberg entsandt wurde, auf daß er dort eine höhere Aufgabe erfüllen möge. Mit der wohlwollenden Zustimmung Seiner Hochwohlgeboren, Baron Jareck zu Jolberg, wird er dort eine Kirche errichten und von nun an den Ogeden vom Ceridentum künden. Wir nutzen diese Gelegenheit, um Seiner Hochwohlgeboren, Baron Jareck von Jolberg, aufs tiefste Unseren verbindlichen Dank auszusprechen.

Wir hoffen damit, in dieser Zeit der Krise und der Zwietracht in Ostarien, den wankenden Gemütern ein Signal der Einheit und des Schulterschlusses gesetzt zu haben.

Möge Der Eine das Herzogtum aus der Krise in eine friedvolle und reiche Zukunft lenken.

Lang lebe der König und Unser geliebtes Ostarien!

Handelskontor in Drachenberg geschlossen!

Das Tatzelfelser Methkontor in Windenbork wurde wegen mangelnder Rentabilität geschlossen. Raum, Haus, Lager und Hof wurden besenrein verlassen. Methmeister Erdan Weizenklei ließ der Baronin Richilda von Drachenberg zum Dank für die Zusammenarbeit und dargebrachte Gastfreundschaft zwei Fässer feinsten Honigmeth zukommen. Der Methmeister wünscht Ihrer Hochwohlgeboren und deren Baronie alles erdenklich Gute, er wird sie in dankbarer Erinnerung behalten. Der Meister kann andere Händlerinnen und Händler nur dazu ermuntern dortens ihrem kleineren oder größeren Geschäft nachzugehen und den bisherigen unaufhaltsamen Aufbau mit voranzutreiben.

Nach dem Fall Lodenburgs und den Grenzscharmützeln mit Buchfels ist die Lage auch in Oraneck gespannt

Nachdem Lodenburg von den Truppen Hohenforingens angegriffen wurde, fingen Teile der Bevölkerung an, sich nach Oraneck und Buchenfels in Sicherheit zu bringen. Der Flüchtlingsstrom, insbesondere nach Oraneck, hielt vor allem durch die Gegenattacken Baron Vetsuls von Buchenfels an und überschwemmt derzeit die Städte Oranecks mit Tausenden Vertriebener. Auch aus Buchenfels werden die ersten Flüchtlinge, die die oranische Grenze überquert haben, gemeldet. In den drei oranischen Städten drängen sich die Menschenmengen inzwischen dicht an dicht. Abt Justizianus Benignus, Oberhaupt der ceridischen Kirche Oranecks, sprach davon, daß die Situation außer Kontrolle gerate und er jeden Tag viele Stunden für einen guten Ausgang der Sache bete. Baron Shirkon Sherendil von Oraneck hat die Kornvorräte für den Winter anbrechen lassen, um damit öffentliche Speisungen durchführen zu können. In dieser schweren Zeit ist er zum Hoffnungsträger auf eine friedvolle und bessere Zukunft geworden.

In Yllmar, der Hauptstadt der Baronie, hielt er eine öffentliche Rede, die die Herzen Aller ergriff und die hier in Auszügen Erwähnung finden soll:

Geliebtes Volk von Oraneck, zum wiederholten Male hat die Zwietracht es euch versagt, in Frieden zu leben und euren Wohlstand zu mehren. Seht die armen Flüchtlingen, die der unbarmherzige Krieg dreier Baronien zu Uns getrieben hat. Und als ob Unser aller Maß an Unglück nicht schon unsere Herzen fast unerträglich schwer gemacht hat, haben Wir euch eine böse Nachricht zu verkünden. Unser geliebter Erlaucht, Herzog Uriel II. von Brazenberg, ist seiner göttlichen Abberufung sehr nahe, denn er ist nun seit mehreren Tagen nicht mehr zu Bewußtsein gekommen. Unsere Herzen sind ob dieser Nachricht aus der Erzmark von Trauer vollgesogen und lasten schwer auf uns…

…Bürger von Oraneck, diese schwere Zeit werden Wir gemeinsam und mit gegenseitigem Verständnis meistern. Wir sind sicher, daß ihr Uns nicht enttäuschen werdet, so wie Wir euch nicht enttäuscht haben, und ihr alle wahre Ceriden, die ihre armen Brüder und Schwestern, die vor einem Krieg geflohen sind, nicht neben euch in Elend untergehen laßt. Besinnt euch Unseres gemeinsamen Glaubens, seht ihre ausgemergelten Leiber und erinnert euch an euer eigenes schweres Schicksal, als ihr die Tyrannei Baron Gurghoroth` erdulden mußtet, bis Wir ihn durch die gerechte Ordnung ablösten. So bitten Wir euch, zu helfen wo ihr nur könnt. Jeder, der genug Platz hat, soll seine Nächsten nicht frieren lassen…

…Um euch diese gottgefällige Nächstenliebe ohne Last zu ermöglichen, haben Wir beschlossen, die Steuern bis zur Einkehr des erstrebenswerten Friedens für Jedermann zu senken…

Flüchtlinge aus Lodenburg und Buchenfels, die düsteren Wolken eurer Sorgen wollen Wir nun ein wenig hinfortblasen. So hört denn voller Aufmerksamkeit, was Wir zu verkünden haben: jeder, der sich bei unseren Stadtschreibern meldet, und ihnen bereitwillig Auskunft erteilt, möge auf Unser Geheiß einen halben Laib Brot und eine Schale Suppe erhalten. Ferner haben Wir in Einvernehmen mit Abt Justizianus Benignus und der ceridischen Kirche beschlossen, Speisungen in den Klöstern der Städte abzuhalten. Des weiteren sollen euch die anderen ceridischen Gotteshäuser zu jeder Zeit Trost spenden, und ihr sollt nicht von der Messe ausgeschlossen sein. Am nächsten Mondtag sollen sich alle kräftigen Mannen vor den Toren der Städte einfinden, um dort Häuser für die in Not geratenen Brüdern und Schwestern zu errichten…

…Wir verkünden des weiteren, daß die Strafen für Diebstahl, Raub und Wucherei derzeit aufs Empfindlichste verschärft worden sind, um Gesindel, welches Wir nicht in unseren Städten zu beherbergen gedenken, um die guten Menschen und die, die unverschuldet ein schweres Los erlitten haben, beschützen zu können.

Abt Justizianus Benignus, Oberhaupt der ceridischen Kirche der Baronie Oraneck, wird euch jetzt alle segnen. Möge der Eine mit Uns allen sein…´´

Hoch lebe Baron Leomar!

60 Jahre ceridische Willkür in Tatzelfels sind, Helios-sei-Dank beendet. Baron Leomar hat die ceridische Brut in das Reservat Leomark in die Ödlande verbannt. Mögen sie dort verfaulen und elendig zugrunde gehen. Welch große göttergewollte Tat, darum rufen wir allen Baronen Heligonias zu, folget seinem Beispiel, und Heligonia wird gereinigt werden, von den ceridischen Gesindel, schonet niemanden, weder Kindlein noch Alte oder Schwache, hinfort mit Ihnen, die Götter wollen es!

 

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