Brauchst du Geld zum Burgen bauen,
kannst du van der Brugg vertrauen!
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Die Familie van der Brugg gibt hiermit die Erweiterung ihres Handelshauses bekannt.
Ab sofort wird als zusätzlicher Geschäftszweig das Anlagen- und Geldverleihgeschäft aufgenommen. Weitere Informationen stehen Euch in unserem Hauptsitz in Guldenstein, Grafschaft Darian zur Verfügung.
Brief der Elora von Niederfranken betreffs des Artikels von Baron Teemon von Hohenforingen im Helios-Boten Nr. 9:
In seiner Bekanntmachung beantragt oben genannter Baron unter anderem eine Änderung der Halsgerichtsordnung, die ich auf Schärfste kritisieren muß. Es steht der ceridischen Kirche in keinem Falle zu, Verbrecher zur Strafe zur Arbeit im Dienste ihrer Kirche heranzuziehen, da sie weder Staatskirche ist, noch sonst irgend eine Vormachtstellung vor den anderen Glauben im Land besitzt. Eine Stattgebung der beantragten Änderung würde aber eine solche Bevorzugung bedeuten und sollte deshalb auf jeden Fall verhindert werden. In Kapitel 2 Artikel 7 beantrage ich stattdessen, daß der Dienst an der jeweils, im Wohnort des Delinquenten, mächtigsten Kirche zu leisten sei, bzw. bei einer anderen allgemeinnützigen Organisation.
Anmerkung der Redaktion: Baron Teemon hat in seinem Überschwang sicherlich vergessen, daß noch lange nicht ganz Heligonia von den Ceriden regiert wird und hat somit einen für ihn hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft gewagt.
Wir, die Baronin Angharad Elanor von Emarania, geben dem Volke von Emarania Folgendes bekannt:
Die Herrschaft der helio-ceridischen Sekte ist zu Ende. Die Baronie Emarania wird vom heutigen Tage an wieder dem rechten Glauben nachfolgen. Der Wille des Einen und Wahren Gottes hat es so bestimmt.
Die Sektierer sind aus unserem Lande vertrieben worden und werden niemals nach Emarania zurückkehren. Ihre Klöster werden aufgelöst und der Besitz fällt an das Volk zurück. Kein Schatten des Sektierertums soll auf Emarania zurückbleiben!
Des weiteren werden alle Städte und Plätze ihre traditionellen Namen zurückerhalten, besonders Unsere geliebte Hauptstadt soll von nun an wieder Wasserau heißen.
Wir fordern die Bevölkerung von Emarania auf, zu den einzelnen Schultheißen zu gehen, um vor ihnen dem helio-ceridischen Glauben abzuschwören und sich zugleich zählen zu lassen. Welcher Bürger diesem Aufrufe nicht Folge leistet, wird bestraft.
Es soll jedoch jedem Bürger gestattet sein, zu wählen, ob er dem Wahren Ceridischen oder dem ogedischen Glauben folgen will. Die ogedischen Heiligtümer werden unangetastet bleiben.
Die bereits ausgehobenen , erfolgreichen Befreiungstruppen werden derzeit an die nördliche Grenze unseres Heimatlandes entsandt, um Uns vor Übergriffen zu schützen. Die Bevölkerung wird angehalten, Unsere tapferen Krieger in jeder notwendigen Weise zu unterstützen!
Wir versprechen unsererseits Unserem geliebten Volke, daß Wir all unsere Kraft einsetzen werden in dem Bestreben, unsere Heimat wieder zu ihrer alten Blüte und Größe zu führen, wie es einst Unser so hinterhältig verraten und ermordete Vater, Baron Winfried von Emarania, begonnen hatte.
In diesem Sinne bitten Wir das Volk von Emarania, uns dieselbe Liebe und Unterstützung zuteil werden zu lassen, die es auch Unserem Vater entgegengebracht hat.
Der Friede und der Segen des Einzigen, Wahren Gottes soll mit dem Volke von Emarania sein!
Nachdem in der Baronie Emarania vor 15 Jahre ein Machtwechsel stattfand, hat nun die Tochter des damaligen Barons Winfried, Angharad Elanor erfolgreich den Thron ihrer Familie zurückerobert.
Wie bereits berichtet verschwand die Burg Talwacht spurlos und mit ihr alle Familienmitglieder des Hauses Celvar, bis auf Jostan, den jüngsten Sproß der Familie, der eigentlich auch das Erbe antreten sollte. Doch die schlimmen Ereignissen verwirrten ihn mehr und mehr. Verbissen versuchte er die Schuldigen zu finden, doch seine Untersuchungen führten zu keinem Ergebnis. Mit wenigen Getreuen irrt er ziellos umher, um seinen Schwur, er werde nicht eher ruhen, bis er seine Familie gefunden hat, zu erfüllen.
Dieser Umstand verpflichtet nun Richard von Celvar völlig überraschend das schwere Erbe anzutreten. Bereits in jungen Jahren verließ der Neffe des Yondar von Celvar Talwacht, um am Hofe des Barons von Carajon als Page zu dienen. Sein ganzes Streben gilt seither der Ausbildung zum Ritter. Derzeit ist er der Knappe von Baron Herian. Sobald er seinen Ritterschlag erhalten hat, wird er nach Celvar zurückkehren, um die Provinz zu verwalten.
Auf meinen langen Wanderungen quer durch alle heligonischen Lande hörte ich von einem alten Recken, den ich in einer dunklen Ecke eines kleinen, heruntergekommenen Wirtshauses traf, unten stehendes Lied. Es ist im Laufe der letzten Jahrzehnte in Vergessenheit geraten, was der alte Ritter sehr beklagte. Hiermit sei es den edlen Streitern Heligonias wieder in Erinnerung gerufen, auf dass noch so mancher Becher goldenen Rebenhainer Weines auf unsere geliebte Heimat geleert werden möge.
Ritterklänge
Drei Klänge sind’s, sie tönen hold und rein
voll Harmonie durch unser Ritterleben,
drei Klänge sind’s, die uns wie goldner Wein
zu frohem Schlag das freie Herz erheben;
sie will ich preisen noch mit grauem Haar,
bis mich der Tod ins Dunkel zieht hernieder:
der Schwerter Klang, der Gläser Klang, den Klang der Lieder,
sie will ich preisen nun und immerdar!
Der Schwerter Klang, der Gläser Klang, den Klang der Lieder,
sie will ich preisen nun und immerdar!
Des Schwertes Klang, es tönt so scharf und kühn,
für Ritterehre blitzet seine Klinge;
beim Gläserklang so froh die Herzen glühn,
trägt sie empor des Weines Geisterschwinge.
Der Lieder Klang hebt sich zum Himmel auf,
im Preis des Edlen, Guten, Hohen, Schönen;
|: der Freiheit Lied, der Liebe Lied, es soll ertönen
mit goldnem Schall durch unsern Lebenslauf. 😐
Drei Klänge sind’s von ganz besondrer Art,
sie dünken uns die herrlichsten von allen,
darum, ihr Ritter, lasset froh geschart
das Jubellied zu ihrem Ruhm erschallen!
Auf, nehmt das Glas mit goldnem Wein zur Hand
und ruft es laut nach alter Ritterweise:
Das Schwert zum Schutz, das Glas aufs Wohl,
das Lied zum Preise
fürs schöne, große Heligonia!
Diese Geschichte ereignete sich im Wirtshaus „Zum geselligen Einsiedler“ und wurde sogleich vom bekannten heligonischen Barden Cestric aufgeschrieben.
Viel nette Leute halfen tragen
zum Schankraum der Taverne.
Vier Priesterinnen Saarkas sagten,
sie täten ihn heilen gerne.
Und Karr, der Jäger wurde nicht gefragt –
er hat sich darüber nur bitter beklagt.
Doch Karr, der Jäger traut dem nicht,
er will Herrn Jostan holen.
Mit Waffengewalt, so er’s verspricht.
So hat er’s dann auch befohlen.
Und Karr, der Krieger hatte nicht gefragt –
er zerstörte die Taverne der Küchenmagd.
Mit einem Rammbock durchbrach er die Tür
und sticht auf’ne Priesterin ein.
Die Priesterinnen sprachen dafür
‘nen Fluch auf die Rüpel – wie fein!
Und Karr, der Schlächter hatte nicht gefragt –
sondern ist vor Angst davongejagt.
Wie aus wohlunterrichteter Quelle aus der Kanzlei zu Windenbork zu erfahren war, hat die Baronin Richilda persönlich das Gebiet Bargenstein als Lehen vergeben an eine Person, die noch nicht einmal den Vorzug besitzt, im Lande Heligonia geboren worden zu sein, und damit nicht genug, nahm sie die besagte Weibsperson namens Tepharea auch noch in ihren engeren Beraterstab auf.
Aus der Stadt Windenbork
In den frühen Stunden eines klaren Wintermorgens wurden die Bewohner des sonst so friedlichen Windenborks aus ihrem wohlverdienten Schlummer gerissen durch eine Feuersäule und eine große Menge schwarzen Qualms, welcher vom Marktplatze ausgehend sich zunehmend verdichtete und etliche brave Handwerker und Kaufleute zwang, sich in ihrem Nachtgewand den eisigen Temperaturen auszusetzen. Was war geschehen? Aus noch unbekannten Gründen brannte der Schuldturm der Stadt bis auf die Grundmauern ab. Glücklicherweise befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Gefangenen innerhalb des Gebäudes, den Wachen war es möglich, rechtzeitig den Turm zu verlassen. Ob es sich um einen Racheakt oder einen Unglücksfall handelt, ist derzeit noch ungeklärt.
Ernte in Gefahr
Aus der Baronie Drachenberg erreicht uns derzeit eine gar erschröckliche und folgenschwere Nachricht: wie jedermann weiß, werden dort hauptsächlich Rüben angebaut, als da sind Runkelrüben, Zuckerrüben, Kohlrüben, Zaun- und Steckrüben, schwarze, weiße und rote Rettiche, Schwarzwurzeln, gelbe Rüben, Wasserrüben und verwandte Sorten Gemüse.
Nun geht das Gerücht, daß der Großteil der Rübenernte des Jahres, welcher in weiser Voraussicht gegen kriegerische Einfälle jedweder Art in den sicheren Getreidespeichern von Windenbork lagert, seit einiger Zeit und offenbar irreparabel von einer geheimnisvollen Seuche befallen ist, die in Gestalt eines gelblichen, aufgeworfenen Belags, gleichwie eines Mooses, die Pflanz befallen hat. Inwiefern Menschen dadurch gefährdet sind, läßt sich noch nicht sagen. Es ist aber zu befürchten, daß sich die Rübenpreise gewaltig erhöhen. Jedenfalls hat die Kanzlei zu Windenbork alle Gerüchte dementiert, wonach Drachenberg diesen Winter eine Hungersnot bevorsteht.
Seltsame Pflanze im Moor von Bargenstein
Interessante Neuigkeiten, die freilich bezüglich ihres Wahrheitsgehaltes mit Vorsicht zu genießen sind, berichtet ein Wanderer, der kürzlich das Moorgebiet von Bargenstein in der Baronie Drachenberg durchreist hat. Angeblich will er nächtens, als er vom Wege ab und in den Sumpf hineingeraten ist, eine Pflanze gesehen haben, welche längliche, schmale Blätter aufweist, die aufrechtstehend einem Menschen bis zum Bauche oder gar Kopfe reichen und dergestalt von einer klebrigen Flüssigkeit überzogen sind, gleichwie eine Kröte von Warzen, daß – wer immer sich diesem Gewächse nähert – er daran hülflos festzukleben beginnt und dort verbleiben muß bis zu seinem nahen Ende.
Mögen die Götter es fügen, daß der Wandersmann nach zu kräftig genossener Stärkung der Länge nach auf dem Boden liegend, ein Büschel Unkraut für eine vermeintliche Gefahr gehalten hat, oder aber daß diese Geisel der Reisenden bleibt, wo sie hingehört, nämlich im Sumpf, oder unbemerkt wieder verschwindet.
Verfluchter: Nachdem wir selbst nach dem dritten Brief, immer noch keine Stellungnahme Eurerseits erhielten, schreiten wir nun zu diesem, Euch angedrohten Schritt und klagen Euch in diesem offenen Brief an:
Nicht genug, daß vor langer Zeit das „Sheach“ auf Euch gesprochen wurde, nein`, Ihr habt noch die Stirn in Luchnar mit Roß und Schwert einzufallen und luchnischen Bürger, und wenn sie tausendmal Wegelagerer waren, auf grausige Weise niederzumetzeln. Die Druidh erkannten Eure (nach wie vor bekannte) Spur sofort. Wartet nur ab, bis Baron Koldewaiht zurück ist, dies sei auch Eurem Herrn, dem Baron gesagt, der offensichtlich nicht fähig ist Euch im Zaume zu halten.
Seid gewiß Dunkler, wir halten allezeit ein offenes Auge auf Euch!
Es verbleiben, inzwischen ohne Wunsch auf Antwort, Junker Eylhardt von Esclarmond, und Freiherr Wolf von Nybelschütz, Hofcanzelarius zu Hautzensteyn die derzeitigen Vertreter des Barons von Luchnar, Hochwohlgeboren Koldewaiht von Hautzensteyn.
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