Boten-Teil: Herzöglich-Ostarische Hofgazette

Einsatz in Corenia

31. Tag 3. Helios 46, abends
Nach Einbruch der Nacht erreiche ich die Karawanserei „Zur großen Linde“. Ich will gerade nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragen, da ist von draußen Geschrei und Geklirr zu hören. Unmittelbar darauf stürmen mehrere Söldner in die Taverne, entwaffnen und durchsuchen alle Anwesenden, dann werden sämtliche Gäste aus dem Außenbereich in die Taverne getrieben und ebenfalls festgesetzt. Die Söldner tragen schwarze Kleidung und das neue Wappen Arobens: Links den beridhanischen Bär auf rotem Grund, rechts den schwarzen Raben auf weißem Grund. Ein Hauptmann namens Valerian erklärt die Taverne zu seinem neuen Hauptquartier. Auf einen Zwischenruf, was das alles bedeute, antwortet er: „Der Herr will prüfen, ob man ihm hier ergeben ist.“ Ein Magus in schwarzgoldener Robe betritt den Raum, fuchtelt mit einem Dolch herum und macht einen eher hysterischen Eindruck, als würde er unter großem Druck oder auch einer Portion Rauschkraut stehen. Der Hauptmann erklärt, der Herr hier würde sich nun umsehen, ob jemand von uns nützliche Fähigkeiten habe. Ist also mit „Herr“ nicht Aroben, sondern dieser Magier gemeint? Der legt dem Nächstbesten die Hand auf die Schulter und sieht ihm in die Augen. Ist er ein Mentalist? Es muß bei dem Verdacht bleiben, da ich zum Glück unbehelligt bleibe.

Nach etwa einer halben Stunde ist plötzlich Lärm zu hören. Offensichtlich gibt es draußen Schwierigkeiten! Wir nutzen die Ablenkung für ein kleines Handgemenge und öffnen die Tavernentür: Zu meiner großen Verblüffung ist soeben ein heligonischer Truppenverband eingetroffen! Neben den O’Brians, den Magistern Quendan und Mira Mabignon und einigen anderen Bekannten ist zu meiner großen Freude auch der Orden des Lichts unter Martin Dorn dabei. Angeführt wird die ganze Gruppe von Ritter Ewald von Hüttstatt aus Tlamana, den allerdings ein vergifteter Dolch (des Magiers?) schwer verletzt hat. Magister Quendan erzählt mir, dass sie über ein magisches Tor im angrenzenden Wald angereist seien, allerdings wären die auf der Vjoshavener Seite stationierten Magister verschwunden, und alles habe wie eine magische Explosion ausgesehen. Es sei zweifelhaft, ob man von hier aus durch dieses Tor zurückkehren könne.

Kurz darauf trifft eine weitere Söldnergruppe ein, deren Befehl lautet, sich hier mit Hauptmann Valerian zu treffen. Sie haben eine zerlegte Ballista und mehrere Korbflaschen bei sich. Schnell entsteht ein weiteres Scharmützel, bei dem eine der Flaschen eingesetzt wird: Zerbrochen verbreitet sie einen furchtbaren Gestank, der die Kämpfer zu starkem Husten reizt und so außer Gefecht setzt. Als wirksames Gegenmittel stellt sich Pfefferminztee oder –öl heraus. Der Kampf ist zum Glück schnell zu unseren Gunsten entschieden. Von einem gefangenen Söldner erfahre ich, dass er vor kurzem von diesen „Rabentruppen“ angeheuert worden war, wie viele andere in den Dörfern, und man sich hier und heute sammeln solle. Versprochen waren ordentlicher Sold, Verpflegung, Stiefel und alles, was so dazugehört. Der Herr hätte Geld und habe in letzter Zeit bei den Nachbarn ordentlich eingekauft. Er will in sein Land zurück und seine rechtmäßigen Ländereien zurückerobern. Und jetzt geht es eben endlich los. Morgen sei er da. Mehr wußte er nicht zu sagen. Aroben also doch im Anmarsch! Da die Länder östlich und westlich von Corenia kaum Bedeutung haben, kann es sich bei den „Nachbarn“ eigentlich nur um den Süden handeln, das sogenannte Reich der Mitte. Dies deckt sich auch mit Arobens Ausruf beim Adelstreffen „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“ Gut vorstellbar, dass das Reich der Mitte jede Gelegenheit wahrnimmt, reichsfremde Unruhestifter zu unterstützen, um in Heligonia Chaos zu verbreiten. Von meinem Kontaktmann erfahre ich noch am Abend, dass das Tor im Wald bis gestern nur ein „Riß“ gewesen sei, Valerians Truppen aber heute erst Stelen zur Stabilisierung aufgestellt hatten. Es scheint, dass dieser Riß von Aroben erst vor kurzem entdeckt worden ist, und nun hier das Hauptquartier errichtet werden soll, von dem aus seine Truppen nach Heligonia übergesetzt werden sollen. Dies gilt es nun zu verhindern.

01. Tag 1. Xurl 46, vormittags

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht tauchen immer wieder einzelne Gruppen von Söldnern auf, die sich mehr oder weniger einfach abwehren lassen.

Mehrere Leute im Lager erzählen von ähnlichen Träumen: Sie sahen drei Personen um eine Art Liege mit einem Gefangenen. An ihm wurde ein Apparatus angebracht, der ihm unter Schmerzen die Lebensenergie oder Seele entzog. Sie wurde darauf einem neuen Körper eingegeben. Einige sprachen auch von Totenerweckung, jedenfalls erinnerte die Schilderung stark an den Essenzapparat von Aroben. Keine der drei Personen sah allerdings wie Aroben auf meinem Steckbrief aus!

NB. Aus einigen Wassergefäßen und Muscheln ist Rauschen und Flüstern zu hören, das einige Leute als Gebet an Xurl verifizieren. Die Meinung der Geweihten und Schamanen geht dahin, dass das Wasser des Ortes durch irgend etwas unrein geworden ist und gereinigt werden müsse.
Auch ein anwesender Barde hatte vor einiger Zeit eine Eingebung für ein Lied, das ich mir anhöre: Es handelt von den Wasserwesen Alalusa, die ein friedliches Volk waren, bis sie eines Tages vom Reich der Mitte überrannt wurden. In ihrer Not taten sich die Schamanen mit ihrer Kraft zusammen, und der große Alalusa kam vom Himmel herab. Er brachte drei Lanzen, mit deren Hilfe das Reich der Mitte zurückgedrängt werden konnte. Als ich kurz danach mit dem Wirt rede, spricht dieser plötzlich mit anderer Stimme zu mir: ‚Dass der große Alalusa von seinem Meer oben auf das Meer herunten sah, und etwas ist aus dem Gleichgewicht geraten, ein gefiedertes Wesen ist hier und verbreitet Chaos (Rabe?). Und unsere Kinder haben die Ahnen vergessen.‘ Ich frage nach diesen Kindern, und er beschreibt die Corenier. Magistra Mira bestätigt mir darauf, dass aus diesen Menschen offenbar gerade alte Alalusa sprechen. Magister Quendan äußert auch die Vermutung, dass diese drei Lanzen oder Artefakte bis heute einen Schutz vor dem Reich aufrecht erhalten, dieser aber nun irgendwie geschwächt wurde. Wie auch immer, hier ist in der Tat etwas aus den Fugen!

Die Apparatus-Träume bestätigen sich, als ein Mann auftaucht, in dessen Körper offenbar zwei Seelen stecken: Die eine bekämpft panisch jede Erinnerung an „das Ding“, an das der Körper angeschlossen war, die andere gibt sich arrogant und überheblich. Auch als einige gefangene Söldner verhört werden, stellt sich eine gewisse Verstocktheit heraus: Sie haben keinerlei Angst vor dem Tod, da sie „der Herr“ jederzeit wieder in einen neuen Körper stecken kann. Entsprechend nutzlos ist auch der Versuch einer Abwerbung: Das Versprechen der Unsterblichkeit ist weitaus interessanter als mehr Sold.

In der Tat wird bei einem weiteren Angriff vom Orden des Lichts ein Apparatus erbeutet, der schnell als „Absauger“ bezeichnet wird. Nach einer Untersuchung von Herrn Quendan ist klar, dass keine Seelen enthalten sind, es muß also einen weiteren Apparatus geben. Kann er über Resonanz gefunden werden? Eine interessante Analyse von Magister Quendan: Der Apparatus hat sowohl magische als auch religiöse Komponenten. „Jemand, der sich damit auskennt, hat von Allem etwas Nützliches genommen und zu einem unguten Mischmasch zusammengestöpselt.“
Dieser Jemand erhält bald einen Namen: Magister Exordus Brechnuss! Dieser Magus lebte zu Zeiten Arobens und wurde offenbar ebenfalls von Rabe aus der Vergangenheit ins Leben zurückgeholt. Auf Wunsch Arobens? Er scheint für seine Pläne Spezialisten für Apparati, magische Tore und dergleichen zu benötigen und greift dafür auf alte Bekannte zurück…

Mittags:
Nun soll endlich das Tor im Wald erforscht werden. Natürlich wird es gut verteidigt, und letztendlich wird die Stele, die die Stabilisierung gewährleistet hat, vom Feind selbst zerstört. Es handelte sich auch hier um eine Mischung aus arkaner und religiöser Macht. Das Tor beginnt sich hierauf wieder zu einem Riß zu verschließen und wird äußerst instabil. Magister Quendan rät von einem Durchschreiten dringend ab. Immerhin ist es nun für beide Parteien eine Patt-Situation: Keiner kommt jetzt durch das Tor nach Heligonia.
Als wir zurückkehren, waren inzwischen drei Geweihte im Lager, die darüber klagten, dass ihnen vor einiger Zeit drei Artefakte aus ihren Schreinen gestohlen wurden. Einige erinnern sich, im Traum auf dem Apparatus eine leuchtende Kugel gesehen zu haben. Dies bestätigt unsere Vermutung, dass von Arobens Spezialisten gezielt Artefakte mit göttlicher Macht „besorgt“ und mit arkaner Magie verbunden werden. ( Anm.: Gibt es hier einen Zusammenhang zu der ungeklärten Diebstahlserie einiger religiöser Gegenstände vor etlichen Jahren in Heligonia?)

Nachmittags:
Unmittelbar darauf werden wir von einer großen Gruppe Rabensöldner attackiert. Brechnuss und ein truhengroßer Apparatus sind ebenfalls vor Ort, auf ihm die leuchtende Kugel! Trotz mehrerer tapferer Angriffe scheint eine Eroberung des Apparatus aussichtslos, wir müssen uns notgedrungen auf eine Verteidigungsstellung zurückziehen. Dennoch war Brechnuss offenbar gezwungen, seine zahlreichen Toten zu schnell wiederzubeleben, so dass der Apparatus zunehmend überhitzt: Schließlich gibt es einen lauten Knall, eine Explosion, und alle verlieren das Bewußtsein.
Das Gefühl, aufzustehen und seinen Körper weiterhin liegen zu sehen, ist schwer zu beschreiben. Sind wir tot? Während wir einem inneren Zwang folgen, zur Taverne zurückzukehren, ziehen sich die Geister der Feinde maulend ebenfalls zurück: ‚Nicht schon wieder!‘ oder ‚Er hat uns versprochen, dass das nicht mehr passiert!‘ ist zu hören. Scheint so, als ob Apparatus-Magie nicht Brechnuss‘ Stärke wäre.

Obwohl Herr Evertun, Geweihter des Helios, ein Gebet an Gwon spricht, müssen wir nach einiger Zeit feststellen, dass dieser auf sich warten läßt. Weil hier Rabe noch an der Macht ist? Oder passiert hier etwas ganz anderes? Im Laufe mehrerer Stunden erleben alle „Toten“ eine Reihe von teils verwirrenden, teils skurrilen Aufgaben, die sich aus verschiedenen Jenseitsvorstellungen zusammensetzen, überwiegend jedoch ogedischen Glaubens. Das Ganze kommt einer „Seelenreise“ recht nahe: Empfang, Prüfung des Lebens, Beurteilung, Sendung. Tatsächlich mündet der Bewußtseinszustand nach erfolgter Prüfung wieder in der Wirklichkeit, in die man (wenigstens körperlich) unversehrt zurückkehrt.
Zuvor aber begleitet mich ein Alalusa einige Schritte. Er entschuldigt sich vielmals für das, was geschehen ist, aber sie hätten keine andere Möglichkeit gesehen, mit uns in Kontakt zu treten. Es tut ihnen leid, dass sie diese Bilder wählen mußten, aber sie glauben, dass sie dadurch am besten mit uns reden konnten und wir verstehen. Sie hätten damals die Drei Lanzen nicht zurückgegeben, das sei ein Fehler gewesen. Und ihre Kinder hätten nun ihre Ahnen vergessen und so vieles andere. Als Wiedergutmachung gibt er mir eine Frage frei, die ich den Alalusa bei Bedarf stellen könne.
Außerdem sei der Aroben, den ich suche, tatsächlich hier im Land Corenia, aber nicht in der Nähe. Aber derjenige, der mit den Artefakten herumgespielt habe, sie nun nicht mehr hier.
Schließlich wache ich auf. Der vermeintliche Tod war, wie sich später herausstellt, eine tiefe Bewußtlosigkeit.

Abends:
Im Lager erfahre ich, dass offenbar alle zurückgekehrt sind und eine Frage frei bekommen haben. Allerdings hatten wohl nur Herr Evertun und ich die Ehre, vom „Hauptmann der Alalusa“ persönlich zurückbegleitet zu werden, wofür ich leider keinen befriedigenden Grund weiß.

Während der Zeit unserer Bewusstlosigkeit sorgten die wenigen Frauen des Lagers, die die Explosion nicht erreicht hatte, dafür, dass die drei gestohlenen Artefakte den Geweihten zurückgegeben wurden. Die Reinheit des Ortes kann also wieder hergestellt werden.

Nach einiger Beratung beschließt der Orden des Lichts, die Suche nach Aroben in Corenia noch einige Zeit fortzuführen, während ich in wenigen Tagen zu den Schiffen zurückkehren muß. Da sich Ritter Ewald zunehmend erholt, wird es sicher in den nächsten Tagen eine Entscheidung zu Verbleib oder Rückkehr geben. Hier in Walgenhain wurde der Beginn einer Invasion jedenfalls verhindert; Aroben muß nun erst einen neuen, brauchbaren Riß finden. Für dessen Stabilisierung benötigt er einen fähigen Magus, was nach dem Verschwinden bzw. Tod von Brechnuss zumindest zu einem zeitlichen Aufschub führen könnte. Die Gefahr eines Einmarsches ist aber leider nicht gebannt, sei es durch ein weiteres Tor oder – ganz profan – mithilfe einer Flotte.

Das Licht im Walde

Gestattet mir zuerst mich vorzustellen: Bruder Videtus, Mitglied der
Gemeinschaft des Heiligen Hilarius zu Rodi in Hohenforingen unter Führung
unseres ehrwürdigen Vaters Einfried.

So lasst mich denn nun erzählen von den Dingen, die mir bei meiner Reise
widerfuhren: Ich kehrte gerade zurück von einer Reise zu verschiedenen
Abteien und Klöstern in Drachenhain, zu denen ich mit Grüßen, Anschreiben
und kleineren Aufträgen unseres ehrwürdigen Vaters aufgebrochen war. Erlaubt,
dass ich die Inhalte verschweige; weniger als um deren Heimlichkeit, sondern
vielmehr um den geneigten Leser nicht mit Einzelheiten des klösterlichen
Austausches zu ermüden.

Ich schiffte mich daher in Jolberg aus, um den Weg durch den finstern
Ehlerwald zu nehmen. Ich dankte den braven Schiffersleuten für ihre
Gastlichkeit und versprach, sie in meine Gebete einzuschliessen.
Wohl gäbe es den Kanal; aber zuerst wäre eine Fahrtgelegenheit auszumachen
und dann müsste ich immer noch ein Stück über den Emeransee, den Ilfur hinauf
und dort, wo er nicht mehr schiffbar ist, weiter über Land ziehen. Also
gedachte ich, den Weg auf ein gutes Maß abzuschneiden und die direkte Strecke
zu gehen. Sorgen machte ich mir keine: ich war ja nur ein Mönch auf
Wanderschaft, kein reicher Händler.

Ein gut Teil der Strecke war geschafft, und ich befand mich auf der Höhe von
Waldstedt, vielleicht noch zwei oder drei Wegstunden bis zum Waldrand. Es
dämmerte bereits, doch ich war frohgemut und hoffte auf eine Unterkunft in
einem Gehöfte oder einer der Holzfällerhütten, die es verschiedentlich in der
Nähe des Waldes gibt. Im Moment waren aber nur vereinzeltes Vogelgezwitscher
und ein Rascheln im Laub hie und da meine Begleiter.

Als ich ein Knacken von Ästen hörte, machte ich mir keine Gedanken, denn die
wilden Tiere meiden die Menschen und als armer Klosterbruder war ich
vermeintlich kein Ziel für Räuber. Doch ich sollte mich irren. Vor mir und
hinter mir tauchten plötzlich wilde und zerlumpte Gestalten auf. Sie hielten
dicke Knüttel in ihren rauhen Händen und schüttelten Sie drohend. Ich
stammelte, dass ich kein Geld besitze, doch der ungehobelte Anführer,
erkenntlich daran, dass er anstatt eines Knüttels ein rostiges Schwert hielt
und vor mich trat, beschimpfte mich als „fettes faules Klosterschwein“ (obwohl
ich eine normale Statur habe und meinen Pflichten im Alltag regelmäßig
nachkomme).

Die Burschen machten Anstalten, mich zu verprügeln und hoben ihre Knüttel;
die Schläge prasselten sogleich auf mich ein und ich glaubte meinem letzten
Stündlein entgegen zu sehen. Ich hob die Arme schützend über den Kopf.
Dann hörten sie nach vielleicht einem Dutzend Schlägen auf. Der Anführer
fragte wieder nach Geld und ich beteuerte, dass ich keinen Kreuzer bei mir
führte; dies entsprach auch der Wahrheit, da ich bei meiner Reise auf die
Mildtätigkeit der Leute und Gastlichkeit der Klöster und Gehöfte angewiesen
war. Darauf machte der Räuberhauptmann ein Zeichen und die Knüttel hoben sich
erneut.

Doch bevor diese abermals auf mich herunterdroschen, rief einer von ihnen laut.
Ich sah mich um und bemerkte von fern ein helles Licht nahen. War es
ein Reisender mit einer hellen Laterne? Oder gar eine Patrouille der
Ehlerwaldkavallerie? Auf jeden Fall liessen die Kerle von mir ab und
zerstreuten sich wie auf Geheiss im Wald, viel schneller als sie kurz zuvor
herausgekrochen kamen.

Ich stand still und sah das Licht weiter auf mich zu kommen. Nicht gelb oder
rot wie eine Laterne oder Fackel; nein – weiss und strahlend schien es mir.
Und als weder Baum noch Gebüsch zwischen uns stand, erkannte ich in diesem
Schein den Heiligen Adrian.

Ich fiel auf die Knie, wollte meinem überirdischen Retter danken; und doch
brachte ich keinen Ton heraus, sondern starrte nur. Da lächelte der Heilige
mild und legte mir seine Hand auf den Kopf. Sofort liessen meine Schmerzen
nach und die größten der blauen Flecke verschwanden. Schliesslich brachte
ich ein Gestammel des Dankes hervor. Bruder Adrian lächelte noch einmal,
drehte sich um und ging zwischen den Bäumen hindurch wieder tiefer in den
Wald.

Ich blickte noch lange seinem Leuchten hinterher. Doch dann, gestärkt durch
die Hand des Heiligen, gürtete ich mich und eilte auf den Waldrand zu. Nach
etwa zwei Stunden langte ich bei einer Holzfällerhütte an, deren Bewohner
mich gastlich aufnahmen. Als ich nach einem kurzen Mahl, das mir die
Holzfäller anboten und das aus Gerstengrütze bestand, meine Geschichte
erzählte, gafften mich die meisten nur staunend an. Einer aber nahm mich
beiseite, liess sich den Heiligen ausführlich beschreiben und vertraute mir
an, dass er diesen selbst schon einmal erblickt hatte, und dass Bruder Adrian
ihm den Weg gewiesen habe, als er zu tief in den Wald gegangen
war und von der Nacht überrascht wurde. Erstaunt fragte ich ihn, ob denn
noch andere diese Begegnung gehabt hätten; der Holzfäller aber schwieg.

Und nun will auch ich schweigen und euch Gelegenheit geben in euch zu gehen
und über die wundersamen Taten des großen Heiligen nachzudenken.

Ostarien feiert

Seit nunmehr 15 Jahren ist Angilbert I. Uriel Herzog von Ostarien. Er folgte seinem Großvater Uriel II. im Jahre 26 n.A.III. auf den Thron des Herzogtums, nachdem sein Vater Aftalun, der heutige Primus Pacellus zu Gunsten einer Laufbahn in der Ceridischen Kirche darauf verzichtet hatte. Da der Herzog, der seine im Kindbett verstorbene Mutter Evanna von Lodenburg nie kennengelernt hatte, in kindlichem Alter war, wurde die erlauchte Herzogenwitwe Walluma von Carajon, seine Großmutter zur Regentin bestimmt, die von nun an mit gestrenger und weiser Hand die Geschicke des Herzogtums lenkte. Der junge Herzog wurde von Jahr zu Jahr mehr in die Regierungsgeschäfte eingebunden. Seit jeher gilt der dunkelhaarige, hübsche Jüngling als Wohl und Glück Ostariens, seit dessen Thronbesteigung sich das Blatt im Herzogtum zum Guten gewendet hatte. So waren es Ödling, Pustelplag und Teemoranien, die allesamt um das Jahr 26 besiegt wurden. Auch fiel in diese Zeit der Aufstieg der Ostarischen Marine, heute unser aller Stolz und Ruhm. Sicher mag die Wende im Schicksal Ostariens in gleichem Maße der klugen Politik der Regentin, wie auch dem wackeren Streiten der Getreuen und Verbündeten geschuldet sein. Auch mag man einwenden, daß die entscheidenden Schlachten noch zu Lebzeiten, des allerdings schon sehr siechen Uriels II. geschlagen wurden. Herzog Angilbert I. aber symbolisiert das Herscherheil und das Selbstverständnis des heutigen Ostariens wie kein anderer. Kein anderer Ostarischer Herzogsname wurde so oft, voller Inbrunst in die Welt geschmettert wie Angilbert I. (lang lebe er!).
Wir wollen die Ereignisse um die Übernahme der Regentschaft des jungen Herzogs dem geneigten Leser in den folgenden Artikeln näher bringen:

Ein denkwürdiger Geburtstag

Am 12. Tag des 1. Poena im Jahre 41 n.A.III. war es nun endlich soweit. Seine Erlaucht würde sein 18. Lebensjahr vollenden und endlich die Regierungsgeschäfte übernehmen. Zu diesem
Anlass wurden alle Personen von Amt und Würden, von Rang und Namen aus Heligonia und dem befreundeten Ausland eingeladen, um dem jungen Herzog die Ehre zu erweisen und dem großen Ereignis in der Herzogenstadt Ankur beizuwohnen. Auch namhafte Künstler wurden eingeladen, Herrschaft und Gäste zu ergötzen. Und so reiste Hoch- und Niederadel Heligonias, Geweihte und Gelehrte, Wohlhabende und Arme in großer Zahl an. Selbst alle wichtigen und bekannten Personen des öffentlichen Lebens zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen und so seien hier nur diejenigen genannt, die sich in irgendeiner Form während der Festtage hervorgetan hatten.
Das eigentliche Fest dauerte zwei Tage. Während am 12. Tag des 1. Poena, also am eigentlichen Geburtstag, die feierliche Amtsübergabe stattfand und am Abend ein feierliches Bankett abgehalten wurde, fand am 13. Tag des 1. Poena die Einweihung des Herzog Angilbert Kanals sowie eine Flottenparade zu Ehren des Herzogs statt. Am Abend schließlich endete das Fest der hohen Herrschaften mit einem rauschenden Ball. Für das gemeine Volk wurden währenddessen in Ankur allerorten Feste und Jahrmärkte abgehalten. Diese dauerten eine ganze Woche an.
Die eigentliche Amtsübergabe fand im großen Herzog Rolo Saal der herzöglichen Residenz statt, in dem sich alle Würdenträger Ostariens und Gäste von Rang versammelt hatten. Selbstverständlich waren alle direkten Vasallen des Herzogtums, also die Herrscher der 12 Baronien anwesend, allein die Nordmark wurde lediglich durch den jungen Kapitän des Post- und Kurierschiff Nordschwalbe aus Härtwigs Hafen, Brenzo Reißwasser repräsentiert, was aber die wenigsten erstaunte, glänzt doch unser Bollwerk gegen die Ödlinge bei so vielen offiziellen Anlässen durch Abwesenheit. Die wenigsten scheinen dies allerdings zu bedauern, hört man doch allenthalben von den rohen Sitten, die in dieser Wildnis fern der Zivilisation herrschen sollen. Auch den Vertretern des Pailat sagt man eine übermäßige Weltfremdheit nach, die sie in Ankur stets fehl am Platze wirken lässt.
Nachdem nun alle versammelt waren und Fanfarenstöße die Versammelten zur Ruhe gemahnten, übergab Regentin Walluma das große Siegel Ostariens mit der Marashnatter symbolisch an den jungen Herzogs. Als Zeugen für diesen Akt waren neben hohen Beamten des Königs und einem Reichsritter auch der Primus der Ceridischen Kirche sowie Hochgeweihte aller vier Götter anwesend. Ansonsten verlief die Prozedur in gewohnt ostarischer Manier ohne religiöse Zeremonien. Es wurden allerdings im Laufe der Festtage mehrere ceridische Messen und ogedische Götterrituale angehalten, so daß jeder auf seine Kosten kam und im Namen seines Glaubens um den Segen für den jungen Herrscher bitten konnte. Die notwendigen bürokratischen Formalitäten für die Amtsübenahme waren selbstverständlich bereits im Vorfeld erledigt worden. Als also der offzielle Akt „besiegelt“ war, gab Angilbert I. das Zeichen des Symbols seiner Regentschaft an seine Großmutter zurück und so wurde verkündet, daß Walluma von Carajon fortan als Kanzlerin Ostariens weiterhin maßgeblich an den Regierungsgeschäften beteiligt sein solle. Weiterhin wird sie als Erzvogtin zu Ankur die Geschicke der Erzmark und der Stadt lenken und leiten.
Im Anschluss bekräftigten die Vasallen des Herzogtums erneut überschwänglich Ihre Treue zum Herzog. In nicht enden wollenden „Lang lebe Herzog Angilbert I.“-Rufen endete der offizielle Teil.
Im Anschluss war es am versammelten Adel, dem jungen Herzog zu gratulieren und allerlei Geschenke zu übergeben. Hier wollen wir nun diejenigen Gäste nennen, welche besonders bedeutsam sind oder sich durch ein spezielles Geschenk hervorgetan haben.

Prinz Anselm von Thal, der mit einer größeren Anzahl weiterer Thaler Barone angereist war, übergab dem jungen Regenten ein Wunderwerk der Ingenieurskunst, ein gläsernes Gewächshaus. Besonders bemerkenswert waren dabei die großen Glasscheiben, die mehr Licht in das Gewächshaus lassen als die bisher verfügbaren Butzenscheiben. Besonders die Glashütte der Güldenthaler Vogtei Queres hat aufgrund der Gewächshausbauten des Prinzen in den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte in der Glashüttentechnik hervorgebracht. Getragen wurden die Glasscheiben von grazilen Säulen aus Kalaruner Schmiedekunst, die mit allerlei Allegorien die Tugenden des jungen Herrschers darstellten. Schon bald nach den Feierlichkeiten kümmerte sich der Prinz um die Fundamenterrichtung in den herzöglichen Gärten sowie die Verlegung von edlen Blausteiner Marmorplatten. Weiterhin ließ der Prinz einige edle Gewächse aus seinen eigenen Gewächshäusern übergeben, darunter verschiedene Zitrus- und Orangenbäume, sowie die sehr seltene und hervorragend schmeckende Alapasiusstaude.
Eine Delegation aus Seedomee unter der Freigräfin ergriff die Gelegenheit, dem jungen Herzog erstmals die Aufwartung zu machen und die neuen Baroninnen vorzustellen.
Baronin Leabell von Tlamana überreichte dem Herzog ein prächtiges Schwert aus vielfach gefalteten Tlamanerstahl, in dessen Knauf kunstvoll eine aurazithene Maraschnatter eingearbeitet wurde. Die Scheide aus schmuckem schwarzen Leder ist punziert und mit aurazithenen Einlegearbeiten verziert.
Fürst Leomar von Drachenhain überreichte einen schweren Herrschermantel in Purpur, aus feinster hochländischer Wolle, wundervoll bestickt, außerdem einen schweren Falknerhandschuh, der symbolischen für die Auswahl eines Hand aufzuziehenden Drachenhainer Falken steht, sobald Angilbert dazu Zeit fände, verbunden mit einer gemeinsamen Jagdpartie in der Wolfenfelder Jagdkammer. Es folgten einige Drachenhainer Adlige und Offizielle unter ihnen auch Baronin Josephina von Drachenhain, die dem Herzog einen Hirschfänger überreichte, um dessen Ebenholz-Griff sich eine Ostarische Schlange in Silber windet.
Der Fürst von Angaheym, Rimgar Drachenstampfer folgte mit einer kleinen Schar Getreuer und übergab als Ehrenbezeugung ein kleines Faß Uisge und eine schöne Jagdlederrüstung, Schild und Sauspeer aus Angaheymer Fertigung sowie eine Einladung zur Wolfshatz. Nachdem der Fürst einige knappe Worte ob einer erfreulichen Zukunft mit Handel und Hilfe an Seine Erlaucht Herzog Angilbert I. Uriel von Ostarien gerichtet hatte, betonte er, daß der gemeinsame Dienst für den König, Seine Allerdurchlauchtigste Majestät Aximistilius III der höchste Genuß sei. Ein einvernehmliches Miteinander sei anzustreben, der Wunsch nach Frieden und kulturellem Austausch verbinde die beiden Völker und Herzen. Die Geschenke wurden dem Herzog von einem Gefolgsmann des Fürsten begleitet von einigen Sätzen im breitesten Angaheymer Dialekt überreicht. Dem Berichterstatter der Hofgazette war es, möglicherweise zum Glück, leider nicht möglich, die Sätze zu verstehen, weshalb sie hier nicht wiedergegeben werden sollen.
Der Doge von Betis reiste mit einer Abordnung des Betiser Großen und Hohen Rats an. Als Geschenk wurde dem Herzog das Mauskript einer Oper überreicht, die der „in Betis lebende große Sohn Ostariens“ (Heliosbote 72) Wolfgrimm Aramantus Mordshart im Auftrag des Dogen für und über Angilbert persönlich geschrieben hat – ein Zeichen der tiefen Verbundenheit zwischen Betis und Ostarien. Weiterhin wurde Herzog Angilbert I. Uriel zum Bürger des Monats ernannt. Darüber hinaus verkündete der Doge, daß die die von der Regentschaft scheidende Herzogengroßmutter Walluma von Carajon aufgrund besonderer Verdienste für die ostarisch-betiser Freundschaft zur Ehrenbürgerin der Stadt Betis ernannt würde.
Als weiterer wichtiger Verbündeter sei hier noch der Abt von Dunkelstein genannt, der noch einmal den gemeinsamen Zusammenhalt und die geschlossenen Bündnisse beschwor.
An den Feierlichkeiten zur Inthronisation von Angilbert I. Uriel von Ostarien nahm auch die Freiherrschaft Felsental teil. Vor Beginn der Feierlichkeiten fanden diplomatische Gespräche zwischen Ostarien und Felsental statt. Man munkelt, dass die hinter verschlossenen Türen geführten Verhandlungen zwischen Herzog Angilbert und Freiherr Berengar auch die gegenseitige Unterstützung auf See zur Sache hatte. Seit geraumer Zeit existiert ein Flottenabkommen zwischen beiden Ländern, welches von Ostarischer Seite noch vor der Volljährigkeit seiner Hoheit des Herzogs geschlossen wurde. Offensichtlich waren die Konsultationen zu beiderseitigem Gefallen verlaufen, da alle Beteiligten auf dem später am Tag stattfindenden Ball eine dem Rang angemessene gelöste Stimmung aufwiesen. Die offizielle Verlautbarung der Herolde zu diesem Treffen gibt als Ergebnis der freundschaftlichen Gespräche die Einrichtung ständig besetzter diplomatischer Vertretungen bekannt. Dieser Schritt kann nur als weitere Annäherung zwischen beiden Ländern zu verstehen sein.
Als weiterer ausländischer Gast trat eine Gesandtschaft der Stadt Seeburg am Bodenlosen See auf, welche seiner hochwohlgeboren dem Herzog Angilbert I Uriel von Ostarien die besten Wünsche und entsprechend Geschenke überbrachte.
Unter den Vasallen Ostariens seien hier beispielhaft zwei Vertreter genannt:
Baron Karolus von Neuenstein übergab Seiner Erlaucht einen Zuchthengst aus dem Gestüt der Eowar als Geschenk, eine Gabe, die seit 3 Generationen nicht mehr gemacht worden war.
Baron Richard von Arnach überreichte, die von Heliodora von Oggnitz vor genau 100 Jahren zusammengetragenen Originaltexte des ersten Logbuchs Heligonias, das aus unerfindlichen Gründen kürzlich im AAA (Altes Arnacher Arsenal) gefunden wurde. Die Begleiterin des Barons, welche den jungen Herzog anlächelte, war eine unbekannte, hübsche und auffallend junge Hausangestellte. Eine Bürgerliche!
Als Kuriosum sei hier noch der sichtlich angetrunkene Gouverneur des Herzog-Uriel II-Atolls, Jens-Hendrik Nilsson genannt. Er überreichte Angilbert aufwändig gestaltete Miniatur des H.U.II-Marinestützpunkts mit kleinen Spielzeugschiffen, wobei er sich scheinbar im Alter des Thronfolgers um etwa 10 Jahre verschätzt hatte.

Zum Abschluss des Geburtstages Seiner Erlaucht fand ein großes Festessen der geladenen Würdenträger statt. Bis tief in die Nacht wurden unzählige Gaumenfreuden aufgetragen. Es wurden ausgelassene Unterhaltungen geführt, Kontakte geknüpft und den Darbietungen diverser Künstler gelauscht. Beispielsweise nutzten die vielen noch unbekannten Adeligen aus Sedomee hier die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und Kontakte mit dem Adel und anderen wichtigen Personen zu knüpfen, um unter anderem die Handelsbeziehung nach Norden auszubauen.
Unter den Auftretenden Künstlern sei der unvergleichliche Harald Schönefonte genannt, der ein Medley seiner größten Hits (Eiland im Sonnenschein, Wo ist der Teemon usw.) zum Besten gab. Gouverneur Nilsson war es wohl gelungen den Flamingo-Barden dazu zu überreden, aus gegebenem Anlass nach Ankur zu reisen.
Als „Künstler“ im weiteren Sinne trat dann auch ein Darianischer Gelehrter auf, der sich als Yallas, Ehrenpräsident der freien Akademie der Wissenschaften zu Darbor vorstellte. Er präsentierte dem anwesenden Adel seine Erfindung, ein auf gebogenen Spiegeln basierendes Fernrohr. Dieses, so der Südländer, sei viel leichter und leistungsfähiger, als die bisher bekannten Geräte mit geschliffenen Gläsern. Der militärische Nutzen an Land, bei der Aufklärung über den Zustand der feindlichen Linien, sowie der nautische Nutzen bei Expeditionen zur See und in der Kriegsschifffahrt sei bei entsprechender Weiterentwicklung des Prototyps immens. Tatsächlich gelang es dem Herren die Aufmerksamkeit einiger Vertreter der Admiralität der Ostarischen Marine auf sich zu ziehen. Ja, es war Admiralsekretär Wolfgrimm von Nigramsfall selbst, der versprach, dem Gelehrten eine Demonstration vor einem Expertengremium zu ermöglichen.
So endete der 18. Geburtstag Herzog Angilbert Uriels des I., Herzog von Ostarien.

Erstmalige Verleihung der Regentin-Walluma Spange

Um der 15 Jahre währenden Regentschaft seiner Großmutter und Witwe Herzog Uriels II. ein Denkmal zu setzen, stiftete Seine Erlaucht Herzog Angilbert I. im 3. Saarkamond, 45 n.A.III die Regentin-Walluma Spange. Walluma von Ostarien arbeitete seit dem Tode ihres Gemahls maßgeblich an der Einheit Ostariens über die Religionsgrenzen hinweg. Die Regentin konnte erfolgreich die innerostarischen Konflikte beenden, welche das Herzogtum beinahe zerrissen hätten und die hauptsächlich durch Glaubenszwistigkeiten verursacht wurden. Heutzutage, so Herzog Angilbert in seiner Stiftungsansprache, wäre man mit ganzem Herzen Ostarier und erst in zweiter Linie Ceride oder Ogede.
Die Walluma-Spange verbindet gleichsam zwei Mantelsäume (als Symbol der Religionen) miteinander, dem Herzogtum und damit auch dem Königreich Heligonia und den Menschen darin zum Wohle.

Die ersten, denen die Ehre zuteil wurde, die Spange entgegen zu nehmen, waren Seine Hochwohlgeboren Richard von Arnach, Baron zu Arnach, Seine Hochwohlgeboren Adalbert von Torpstein, Baron zu Hohenforingen und der Edle Normund von Lodenburg, Ritter der Templer von Ankur. Die Herren hatten sich, als ceridische Adlige, bei den Ereignissen auf dem Vortreffen zur Herrscherbegegnung, am Gutshof des Reichsritters Raphael von Sarmand nicht nur durch ihren selbstlosen Einsatz um das Reich verdient gemacht, sondern sich auch über die religiösen Grenzen hinweg für das Wohl aller eingesetzt.
Die Überreichung fand am 4. Tag des 1. Poenamondes 45 n.A.III im herzöglichen Familien-Stadtpalast in Escandra unter Beisein von Herzogen-Großmutter Walluma und Herzogen-Großonkel Herian statt.

Seite 2 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén